Freitag, 24. Dezember 2010

Frohe Weihnachten

Geschichten sind das, was im Raum der Zeit als Speichermedium für frühere Ereignisse dient. Aber wie bei jedem Speichermedium entsteht bei Geschichten über Zeit ein Datenverlust durch Einflüsse der Umgebung. In diesem Fall durch den Menschen, der aufgrund seines Geschmacks egoistischerweise die Geschichte neu erzählt. Aber dementsprechend ist für jeden auch die Möglichkeit gegeben, die ursprüngliche Geschichte nach eigenem Gutdünken neuzuerstellen.

Ich nehme mir nun die Freiheit heraus, die Geschichte vom Weihnachtsmann egoistisch und ohne Hemmungen nach eigenem Ermessen zuschreiben.



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Einst an einem verschneiten 24. Dezember.
"Verpisst euch ihr rotzfrechen Bengel!", der alte Mann war heute wieder betrunken. Er saß, wie jeden Tag, auf dem Fensterbrett im Wohnzimmer seiner Wohnung, nippte an seiner Flasche Jack Daniel's und sah den jungen Frauen beim spazieren auf der Straße zu. Er lebte allein, hatte weder Frau noch Kinder. Einst hatte er eine Familie.
"Wenn ich euch noch einmal hier sehe, dann verspreche ich euch: ICH BRINGE EUCH UM, INDEM ICH EUCH DIE ARME UND BEINE ABHACKE UND ZUSEHE, WIE IHR IN DER MITTAGSSONNE VERBLUTET UND VERTROCKNET!", er war heute sehr betrunken. Er war jetzt 65 Jahre alt, zu alt um noch eine Frau zu beeindrucken und zu jung, um sich ernsthaft um einen Gesprächspartner im Jenseits Gedanken zu machen.
"Du wirst uns niemals in die Finger bekommen, du versoffenes Arschloch!", schon damals hatten Kinder keinen Anstand in Anwesenheit von Erwachsenen. Genauso hatten die Kinder sich noch keine Gedanken um ihre Zukunft gemacht, keine Aussichten auf einen Job und nur nackte Frauen und Ärger zum Warmanziehen im Kopf.

Die Kinder hatten an die Hauswand von dem alten Mann gepinkelt. 'Wenigstens diesmal nicht ein Haufen direkt vorm Ausgang', dachte der alte Mann und nippte nochmals an der Jack Daniel's Flasche. Trotz seines Alkoholikerdaseins, lebte der alte Mann sehr luxuriös. Er besaß ein eigenes Haus mit dutzenden Zimmern, viele Möbel und umsomehr Kleinkram. Dies kam dadurch zustande, dass die Frau, die einst ihm gehörte, aus einer reichen Familie stammte. Als sie verheiratet waren, so erinnert sich der alte Mann zurück, hatte sie nicht wirklich gelächelt. Genauso war es mit seiner Tochter. Beide haben sie nie gelächelt. Das war ein Grund, der den alten Mann dazu ermutigte, beide im Schlaf zu erschlagen und im Keller des Hauses zu vergraben. Niemand fragte nach dem Verbleib der beiden, da man sofort darauf schloss, dass beide in eine andere Stadt gezogen sind. Er schämte sich nicht, er dachte auch nicht weiter darüber nach, außer vielleicht, dass er niemanden hatte, der ihm weiteren Alkohol kaufen konnte. Auf die Ersparnisse seiner Frau hatte er wiederum Zugriff, sonst wäre er längst tot gewesen.

"Ey, du alter Alki!", die Kinder waren wieder da. Sie hatten Schneebälle geformt, wahrscheinlich hunderte. "Wagt es ihr kleinen Missgeburten!", der alte Mann bewegte sich siegessicher nicht von seinem Fensterbrett herunter. Die Kinder begannen mit dem Bombardement. Die ersten Schneebälle verfehlten den alten Mann und auch die ersten, die ihn trafen, bewegten ihn nicht von der Stelle. Als er jedoch wieder die Flasche in die Hand nahm, um sich nachzuschenken, traf eines der Kinder diese. Die Flasche viel herunter und zerberstete auf dem Boden. Die Grenze war überschritten. Der alte Mann stand auf und in seiner Wut griff er nach allem, was er in seiner Reichweite fand. Geschirr, handgroße Statuen, Spielsachen seiner Tochter, Schmuck seiner Frau. Die Kinder hatten schon längst aufgehört zu schießen und sammelten das herausgeworfene ein. Als er sich wieder vom Fenster wegtrehte, warf er eine Kerze neben sich um, die wiederum auf den Jack Daniels fiel. Der alte Mann war blind vor Wut und ignorierte das Feuer. Während alles im Raum anfing zu brennen, warf der alte Mann weiter wahllos ergriffene Gegenstände aus dem Fenster. Auch als er selbst bereits brannte, warf er weiter und weiter und weiter und weiter.

Als alles vorbeiwahr, dachten die umliegenden Menschen, die den alten Mann nicht kannten, dass dieser im Feuer gefangen war und seines Todes sicher. Deshalb wollte er wohl den Kindern noch sein letztes Hab und Gut vermachen ohne Gegenleistung. Spätere Generationen benannten diesen Mann "Weihnachtsmann".



Ich gebe zu, die Geschichte ist zum Ende hin etwas unrealistisch, aber immernoch realistischer als ein alter Mann der in einer Kutsche, die von Rentieren gezogen wird, in 24 Stunden alle Menschen auf der Welt mit Geschenken beliefert.


Frohe Weihnachten.

Montag, 20. Dezember 2010

Toastbrot

Der Titel wirft anfänglich Fragen auf.

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Einen Blick in eine Religion wagen. Klingt unspektakulär und das ist es auch, aber gleichzeitig ist es doch interessant. Viele Religionen haben eine Zeit des Fastens in ihrem eigenen Kalender. Teilweise gezwungen, aber wiederum doch nicht Pflicht, habe ich ein paar Tage das Fasten ausprobiert. Ich danke dem Staat und meinem eigenen Unwillen, etwas zu machen. Der Staat hat dafür gesorgt, dass ich so kurz vor Weihnachten ohne Geld dastehe, und ich habe dafür gesorgt, dass anderweitig kein Geld auf mein Konto gelangt.

Toastbrot mit Miree darauf, dass war die letzten Tage meine Nahrungsquelle. 2-6 Toastscheiben in dieser Form je Tag, meistens 2 und nicht 6.

Aber bevor jemand Mitleid hineininterpretieren kann: Das Thema ist Fasten. Und dieses Fasten, dieses Gefühl nichts im Magen zu haben, regt das Denken an. Nicht das Denken im Sinne von "Gibt es einen Gott und, wenn ja, hat er auch eine E-Mail-Adresse?", sondern Denken im Sinne, die Fragen nach dem Sein und Werden näher zu betrachten. Ich habe nichts gemacht die letzten Tage. Ich lag im Bett, bin aufgestanden, immer so wie gerade gegeben war, unbestimmt von der Tageszeit, bin auf der Toilette gewesen. Habe etwas Tee getrunken, saß an meinem Pc, obwohl ich letztlich nichts daran gemacht habe. In solchen Momenten muss die Frage kommen: "Was wird aus mir?", genau diese Frage bohrt sich durch jede Synapse des Hirns. "Werde ich so weiterleben? Was mache ich falsch? Werde ich das überhaupt überleben?" Es war früher doch kaum anders. Früher hatte ich selten Geld auf dem Konto. Aber früher habe ich noch Zuhause bei meinen Eltern gewohnt. Mein Essen habe ich nicht selbst bezahlt, sondern es wurde mir bezahlt. Früher brauchte ich mir keine Sorgen nach dem Morgen und dem Später zu machen, es war nicht wichtig, wenn aber auch nicht unwichtig. Jetzt aber ist jede zukünftige Minute plötzlich ein Kalkulationsfaktor. Jeder Cent wird mehrmals umgedreht, jeder Euroschein wird glatt gebügelt, damit er auch ja nicht von irgendeinem Automaten wieder ausgespuckt wird. Ich hasse Geld. Es fließt und immer durch die kleinen Lücken, die man selbst dann hat, wenn man die alle Finger zusammenpresst. Obwohl Geld keine Flüssigkeit ist, ist es doch schnell verflossen.
Früher war doch alles anders, es sieht nur ähnlich aus, wie das Jetzt.

Nächste Besonderheit: Wenn man nur im Bett liegt und vielleicht nur den Lüfter des Computers rauschen hört, dann merkt man, sofern andere Leute, zwar außerhalb des Zimmers, aber in der Nähe sind, dass sie anders sind zu den anderen. Je mehr man von deren Freude hört, umso mehr wünscht man sich, man wäre taub. Man könnte es abschalten, wie eine Microwelle, einen PC oder einen Fernseher. Hauptsache ist, es wird wieder leise. Nach einer scheinbaren Ewigkeit wird es das dann auch. Aber diese Stille hält nur über Nacht an. Am Tag kommt sie immer wieder, macht Pausen, macht weiter. The show must go on. Ich hasse Menschen. Menschen sind wählerisch und passen sich den Menschen nach eigenem Gutdünken an. Jeder wird anders behandelt. Manche machen Schubladen, nur damit es einfacher ist, viele Menschen zu handhaben. Aber sobald man einmal eingeschätzt wurde, wird man diese Einschätzung nichtmehr los, es sei denn, man verschwindet, man verlässt die Stadt, das Land, den Kontinent, vielleicht auch gleich die Welt und kommt als Unbekannter wieder. Dann hat man eine Chance, eine neue Einschätzung zu bekommen.
Ein anderer Grund, Menschen zu hassen, ist, dass sie immer nach dem höchsten Glück streben und der Meinung sind, dass man es nur durch Fleiß und harte Arbeit bekommt oder durch Hinterlistigkeit. Wer eine Ausbildung hat, hat ein Einkommen. Wer Einkommen hat, kann Einkaufen. Wer Einkaufen kann, bekommt alles, was er sich leisten kann, inklusive Glück. Glück ist im dritten Gang, neben den Sauerkirchen, und wurde gestern von 100 auf 99% preislich herabgesetzt. Greifen sie zu.

Freitag, 17. Dezember 2010

Ein alter Mann

Ein alter Mann sagte mir vor kurzer Zeit, dass es nächstes Jahr krachen wird.

Die Briten haben es verstanden, die Griechen, die Franzosen, etc., aber wir Deutschen hängen noch da und machen ein bisschen Spiel, Spaß und Spannung via Twitter und Facebook und ab und zu auf der Straße, aber wir gehen nicht mit dem Ansporn daran, dass wir etwas bewegen können, sondern dass wir dabei sein können, ohne an die Mühe der Veränderung zu denken.
Ich habe es schon oft erwähnt: Ihr ... seid ... faul! Ihr macht nichts!

Und leider gibt es zu dieser Aussage nur zuwenige Ausnahmen. Die wenigen Ausnahmen versuchen alles, um euch anzuspornen, damit ihr versucht, die Korruption in Politik und Wirtschaft mit zu bekämpfen, damit  ihr versucht, dass nicht die Regierung euer Leben von vorn bis hinten bestimmt, sondern dass ihr die Regierung bestimmt, so wie ihr sie nach ihrem Programm gewählt habt.

Leider werden schon an dieser Stelle viele mit dem Kopf schütteln und sagen:
"Träumer."
"Kommunist."
"Das kann aber anders nicht funktionieren!"
Bei letzterem hört ihr euch nur wie Bauern aus dem 13. Jahrhundert an. Bei den davorliegenden Aussagen wie Ignoranten, Ausredenjongleure.

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Also Leute: Steht auf! Bewegt, was euch bewegt, lasst euch nicht rumschubsen! Seid hartnäckig! Fragt die Regierung alles, was sie versuchen zu verschweigen! Fragt die Presse nach Dingen, was sie versuchen hinter vergleichweise Nichtigkeiten zu verstecken.
Wenn ich mir die Tagesschaut Schlagzeilen anschaue, dann steht dort mehr über Fußball, als über aktuelle Gesetzesentwürfe und Regelungen. Wenn alle Menschen in Deutschland mit der Regierung weitesgehend zufrieden sind, dann darf das sein, niemand ist komplett zufrieden, aber derzeit haben alle, die sich für ihre Gesellschaft interessieren, Probleme mit unserer Regierung und dann auch gravierende. Ändert etwas! Macht etwas! Steht auf ihr Bürokratieverseuchten und wehrt euch, es geht um eure Unabhängigkeit! Steht auf ihr Kinder und Kindeskinder und wehrt euch, es geht um eure Zukunft! Steht auf ihr Unterdrückten, ihr Mundtoten, ihr Ausgegrenzten UND WEHRT EUCH!

Guten Morgen.

Dienstag, 14. Dezember 2010

bequeme Unwahrheiten

Die vorweihnachtliche Zeit hat uns wieder mehr Zusammenhalt, Einigkeit, Vertrauen und BILD-Zeitungsartikel geliefert. WikiLeaks ist der neue Promi in den Medien und wird seines ursprünglichen Amtes enthoben, Assange wird wegen nicht bestätigter Frauenvergewaltigung bestätigt rechtlich vergewaltigt und die Erneuerung des JMStV steht hinter dem nächsten Türchen von Weihnachtskalender.

Aber mal alles geordneter ausgedrückt: Während wir in Kaufrausch und Kindergequängel nach IPod, Ebay und OMGott versinken, passiert in der Politik mehr, als die Medien wohl zwischen wichtigen Themen, wie Fußball, Fußball und Fußball, unterbringen können. Natürlich wurde dahingehend gut reagiert: Man lässt die, nach eigenem Ermessen, unwichtigen Meldungen weg und stellt Modelposen von Herrn Guttenberg in den Vordergrund.
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Herr Guttenberg war so freundlich und hat die lieben, tapferen Soldaten, die fernab von Familie und Freunden in das Gras beißen auf das sie scheißen, in Afghanistan besucht. Er bedankte sich bei den Frauen und Männern für ihre Kruppstahlhärte auch zur Weihnachtszeit. Kurz darauf reiste er wieder zurück zu Familie und Freunden und wird sicherlich zu Hause vorm Kamin, mit vielen tollen Geschenken und mit Familie und Freunden eine schöne Bescherung beschert bekommen, das ist zumindest meine Hoffnung.

WikiLeaks leakte und alle waren plötzlich hellhörig. Vorallem, da kurz nach Bekanntgabe brisanter Dokumente der US-Regierung, deren Veröffentlichung nun eine Gefährdung der nationalen Sicherheit darstellt (kurz nebenbei die Frage: Warum habt ihr dann überhaupt diese Dokumente erst erstellt, wenn sie euch so gefährlich werden können?), Herr Assange mehrere Frauen vergewaltigt hatte, wahrscheinlich gleichzeitig an verschiedenen Orten. Hellhörigkeit hatte dieser Herr A., wie wir ihn weiterführend nennen werden, sich aneignen können, aufgrund dieser scheinbaren Mister Manhatten Fähigkeiten, gleichzeitig an mehreren Orten zu sein. Das passiert nicht alle Tage und vorallem nicht im Zusammenhang mit Australiern.
WikiLeaks an sich mutierte zum Kurzzeitprominenten. Die Marketingabteilung hatte leider einen kleinen Fehler gemacht, statt der chinesischen Missstände die amerikanischen zu veröffentlichen, und hatte damit mehr Groll als Lob geerntet. Wäre dieser Fehler nicht passiert, würde wir heute alle den "WikiLeaks Day" feiern.

Der Jugendmedienschutz-Staatsvertrag geht in die neue Runde. Künftig werden sie diesen Blog nur noch zwischen 0 und 4 Uhr erreichen können oder, sofern sie unter 18 Jahren sind, garnicht mehr. Ich bin derzeit am Überlegen, ob ich vielleicht den Provider wechseln sollte, sofern dieser Vertrag in Kraft tritt. Aber ich werde mich wohl dem Ganzen fügen, schließlich leben wir in einem Land der freien Meinungsäußerung und wenn jemand der Meinung ist, meine Meinung ist nicht für Kinder geeignet, dann wird dessen Meinung, aufgrund seiner gottgegebenen höheren Position in der Gesellschaft, natürlich über meine eigene gestellt. Wo und wie würden wir denn leben, wenn Frei- und Querdenker plötzlich ihre Meinung frei gegen andere Meinungen äußern könnten?! In Frankreich?

Um noch ein schönes Ende für diesen Vielseiter von Blogeintrag zubekommen noch ein kurzer Kommentar zu den brutalen, perversen und ungerechtfertigen Aufständen in Großbritannien: 'Weiter so Jungs und Mädels ... der britischen Polizei. Haut den blöden Studenten die Köppe ein, aus denen wird eh nüscht!'

Gute Nacht Deutschland.

Sonntag, 12. Dezember 2010

Kritik für Anfänger

Kritik ist ein Gut, welches wir uns gern leisten. Wir kritisieren wen und was wir wollen, wann und wo wir wollen. Sobald die Kritik aber auf uns selbst fällt, wehren wir uns mit Händen und Füßen dagegen. Wir nehmen Kritik in diesen Momenten als ungerechtfertigt war, wir bezeichnen den Kritisierenden als Arschloch, Wichser, dumme Sau, Hure, Klugscheißer.



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Ich versuche mir schon seit einer kleinen Weile anzugewöhnen, diese Kritik an meinen Ideen, meinem Schaffen und meinem Vernichten wahrzunehmen und darauf einzugehen. Ich weiß, dass vieles, was ich mache, grenzwertig oder übertrieben ist, aber ich werde nicht so einfach damit aufhören.
Ich habe einen Glauben. Es ist keine Religion, aber ein Glauben an eine größere Sache. Dahingehend fällt mir die Aussage aus dem Film "Serenity" ein: "Es ist mir egal, woran du glaubst, aber glaube an etwas!" Ich könnte jetzt lang und breit, wie weit, von meinem Glauben, meiner Idee sprechen, jedoch hat jeder seine Pläne, die er nicht so schnell und einfach offenbaren möchte. Ich würde es vielleicht ansatzweise so ausdrücken: Ich will dem Menschen zeigen, dass er mehr als nur ein Arbeiter und Konsument ist.
Dieser Glaube, diese Idee, ist der Grund, warum ich weiterhin grenzwertig und übertrieben darstellen und aufzeigen werde.

Der nachfolgende Schritt ist, diesen Glauben zu beweisen, ihn durch Wissen zu ersetzen.

Ich habe eins für mich herausgefunden: Wer etwas bewegen will, muss kritisieren, muss ein Kind auf der Autobahn sein. Wer kritisiert wird, fängt auch an nachzudenken, auch wenn er versucht, das gehörte zu negieren, so weiß er doch immer selbst, wieviel Wahres diese Kritik beherbergt. Und dieses Wissen, lässt ihn nachdenken. Denken und denken und denken, wird ihm ein oder mehrere Nächte den Schlaf rauben, Tränensäcke unter den Augen blühen lassen und ich hoffe, dass es dann auch irgendwann knallt. Ein Knall der bei einer Synapse beginnt und alle anderen Synapsen in Mitleidenschaft zieht.

Mir ist es mittlerweile egal, dass wohl einige Menschen mich für diese Kritik hassen, mich als dummer Mensch, als Kind oder Träumer bezeichnen, aber ich werde nicht aufhören. Und auch wenn ich irgendwann sterbe, werde ich weiter die Einfältigen falten, die im Schatten stehenden Tatsache ins Licht rücken. Ich werde das retten, was die Medien mit ihrer Informationsflut versuchen auszulöschen: eure geistige Freiheit!

Bis zur nächsten Unterrichtsstunde.

Samstag, 11. Dezember 2010

Funktioniere!

Ich hasse unsere Gesellschaft. Ich hasse diese hirnlose Masse auf den Straßen, die nichts bewegen wollen, sich lieber bewegen lassen. Ich darf sie hassen. Diese Masse ist Schuld an dem Zerfall von Kultur und Kunst. Diese Masse ist Schuld an Superstars, schlechten Fernsehserien, Talkshows, Reality Shows, Massenmedien und der deutschen Politik. Diese Masse ist Schuld am Zerfall von dem, was vorige Generationen unter extremsten Bedingungen und unter Einsatz ihres Lebens erschaffen haben.

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Diese Masse ist Schuld, dass Deutschland nicht Weltmeister im Fußball ist.
Ja, ihr habt richtig gehört, ihr seid Schuld an der Fußball-Misere, die das Ansehen der Deutschen weltweit gefährdet. Ihr habt die deutschen Fußballer aus Europa, Asien, Afrike und den USA nicht genug unterstützt, so dass wir nicht Weltmeister werden konnten. Ihr seid schlechte Deutsche.

Ihr seid auch daran Schuld, dass der Umsatz der Coca Cola Company im letzten Quartal gesunken ist, dass Volkswagen nichtmehr gut dasteht, dass ich unrasiert bin. Ihr seid daran Schuld, dass die deutschen Politiker als korrupte Marionetten dastehen in der Statistik. Ihr seid daran Schuld, dass der Friedennobelpreis nicht an den einen Chinesen verliehen werden konnte. Ihr seid daran Schuld, dass Merkel und der Franzose da nicht zu den gewünschten Einigungen kommen konnten. Ihr seid Schuld, dass ich nicht rasiert bin.

Sagt mal, woran seid ihr eigentlich nicht Schuld?

Ihr Deutschen, ihr seid das Verfaultste, was je auf der Welt existiert hat. Ihr macht nichts. Ihr trinkt Weißbier, esst Kartoffeln und Sauerkraut. Ihr demonstriert gegen ein Projekt, dass lange vorher schon angekündigt wurde, erst, als es schon zu spät ist. Ihr müsst ja unbedingt was sagen, ihr müsst ja unbedingt denken. Ihr verkackten Deutschen und auch ihr ganzen anderen Menschen auf dieser Welt. Eure Eltern schämen sich, dass ihr geboren worden seid, weil ihr Flachpfeifen angefangen habt zu denken.

Jetzt hört auf, so dämlich zu schauen!
Ich sag euch eins. Ihr seid nicht dafür geschaffen nachzudenken. Ihr seid dafür geschaffen, zu funktionieren. Also funktioniert auch. Helft der Coca Cola Company, helft den Fußballern, helft dem Chinesen mit Demonstrationen, die China sowieso nicht erreichen. Helft Merkel und dem Franzosen Kinder zu zeugen, damit Europa endlich ein funktionierender Staatenverbund wird, so wie Deutschland an sich es schon ist!

Und jetzt lasst mich in Ruhe, ich will mein Feierabendbier genießen und "Wetten, dass ..?" anschauen. Also ab ins Bett und bereitet euch schonmal auf die Tracht Prügel vor, die ich euch morgen geben werde, ihr scheiß verkackten, nicht funktionierenden Idioten!

Montag, 6. Dezember 2010

Alltagsdrama mit profitablen Folgen

Steinboden ... härter als die Realität.
Ich mag den Winter, ständig bringt er mir Kälte, Krankheit und an Weihnachten Geschenke.

Nebenbei, Leute, was ist mit euch los?

Liebes Land, ein Typ hat einen Unfall, Live im Fernsehen, und du schreist auf, als ob jemand hier ein Massaker veranstaltet hätte. Ein Typ, der sich von Anfang an bewusst war, dass das Rumturnen auf der "Wetten, dass ..."-eigenen Straße auch schiefgehen kann. Er ist kein Kind mehr, sondern ein 23-jähriger junger Erwachsener, im Besitz seiner geistigen Kräfte und bei vollem Bewusstsein, obwohl ich das mittlerweile anzweifle. Er wurde nicht gefoltert, er wurde nicht sexuell missbraucht, er wurde weder ermordet, geschändet, gehäutet, täglich geschlagen, ausgegrenzt, physisch oder psychisch bedroht, noch von religiösen Fanatikern großgezogen.

Warum machst du daraus ein Drama?
Wo war denn dein Drama, als einer meiner Freunde einen Motorradunfall hatte, als ihm jemand die Vorfahrt nehmen musste, und er teilweise eine Gehirnhälfte einbüßte?
Wo ist dein Drama, wenn tausende Kinder da draußen krepieren oder vergewaltigt und versklavt werden?
Wo bist du, wenn Unschuldigen ihre Freiheit und ihr Grundrecht auf Gleichheit genommen wird und das direkt vor deiner Haustür?

Wenn so ein Vollhorst sich freiwillig vor die Hunde jagt und auch noch für etwas, von dem er sich Profit erhoffte und nicht etwas, was den Menschen irgendwo etwas nützt, außer 10 Minuten Spannung, die man beim Kacken auf dem Klo auch haben kann, dann verstehe ich nicht, wie da ein großer Aufschrei kommen kann, selbst Schuld. Abgesehen von der Tatsache, dass der ZDF jetzt die Geschichte für sattes Geld herausgeben kann, schließlich sind diese Aufnahmen Eigentum des ZDF. Darüber würde ich den Aufschrei verstehen, aber dann müsste täglich in den Nachrichten aufgeschrien werden, wenn das Leid anderer Menschen für die Profitgier von einzelnen Zündstoff ist.

Deutschland, denke über dein Handeln nach.




Und hört endlich auf, Kommentatoren auf Youtube, die diesen Vorfall eher belustigend finden, mit Drohungen entgegenzutreten ("... das melde ich der Polizei!", "..., dann komm ich vorbei!" (auf ein Bier vielleicht?)). Ihr lacht schließlich auch selbst, wenn bei "Pannenshows" Kinder ihre Köpfe mit voller Wucht gegen Gegenstände hauen oder Menschen sich Arme und Beine brechen oder Schlimmeres mit ihnen passiert, ohne dass diese Risiken hundertmal von ihnen einkalkuliert werden konnten.
Nur weil diese Videos im Fernsehen zu sehen sind, heißt das nicht, dass diese Menschen nicht auch schwerste Verletzungen davongetragen haben.

Steckt euch eure geheuchelte "Wir-haben-Mitleid"-Sozialwurst ganz tief in das Ende eurer Nahrungsverdauungskette, euer Rektum, euer wahres Gesicht, wo sie hergekommen ist.


http://www.youtube.com/watch?v=TVyMmL-AUQA


Bildquelle: ZDF-Live-Aufnahme

Mittwoch, 1. Dezember 2010

Kapitulation

Quelle: Tono

Europa steht an der Grenze zu einem Widerstand. Einem Widerstand gegen das, was ist und nicht sein sollte. Doch wir Deutschen sind nicht geeignet zu bewegen, wir werden bewegt, wir werden geschoben und gezogen. Wir Deutschen sind die Lahmen, sind die Krüppel, die Alten und die Kinder in einer Statistik, die sonst nur aus Gewinnern besteht. Wir Deutschen kapitulieren, auch wenn wir kurz vorm Sieg stehen.

Was ist mit uns los? Warum können wir nicht das machen, was für andere eine Selbstverständlichkeit ist? Warum scheitern wir am Widerstand, wenn der Gegenwind kaum spürbar ist, wenn wir volle Fahrt aufnehmen könnten?
Wir Deutschen kapitulieren. Wir können noch so hasserfüllt sein, noch so vergewaltigt, wir können sagen "Fuck it all" und trotzdem passiert nichts, wir bleiben wie ein toter Baum stehen und lassen uns im Wind wiegen.
Ein Blindgänger, das deutsche Volk. Eine Missgeburt, die es nicht versucht, in einer Gesellschaft von tausenden Kulturen, die noch Verbündete suchen, einen Schritt zu wagen, sich aus der Rolle der Missgeburt hervorzuheben, um wie ein Phönix aus der Asche alles, was an seiner Vernichtung teilhatte, niederzubrennen, zu verstümmeln und in die endliche Ewigkeit zu schicken, so wie es die anderen schon lange machen.

Was ist los mit dir? Was ist los mit dir, du lahmes Volk, du Krüppel, du Rentner, du Missgeburt, du Hure, Bäcker, Bauer, Professor, Student, Vater, Mutter, Bruder und Schwester?! Was ist los? Es gibt keinen Grund sich unten zu halten und die Tropfen, die von oben kommen vom Fenster aus zu betrachten. Stell dich in den Regen, werde nass, SCHREI. Beschwere dich und lass die Lasten ziehen, lass sie fallen. Revolutioniere die Gesellschaft! Kapitulation soll nichtmehr mit uns in Verbindung stehen, nicht mit dem Volk. Nie wieder sollen wir vor unserem Vorgesetzten, vor unseren Politikern, vor Verbrechern und vor uns selbst Angst haben müssen.

Wir sind das Volk.
Wir sind eine Vereinigung ohne Leitung und Kontrolle.
Wir sind die Masse.
Wir sind die Flut und die Strömung.
Wir sind der Staat.
Wir sind die Herren unserer selbst.





* Gefühlsinterpretation von Dirk von Lowtzows "Kapitulation (Manifest)"