Montag, 3. Januar 2011

Denkpause

Seit meinem letzten Blogeintrag sind ungefähr 2 (in Worten: zwei) Wochen (in Worten: Wochen) vergangen. Derzeit weiß ich nicht, über was ich schreiben sollte, denn es passiert nicht viel oder es passiert zu schnell und zu kurz, als dass ich einen meterlangen Blogeintrag in gewohnter Manier verfassen könnte.

Hiermit sage ich nun: Ich mache eine Denkpause. Der beliebte Spruch vieler antriebsloser und/oder (in Worten: und oder oder) fauler Menschen. Nunja, es ist nicht ganz so, dass ich nichts zum Nachdenken habe.
Geld ist wieder mein Problemkind erster Klasse und das "danach" (nach der Ausbildung) ist der Bruder von Problemkind eins. Ich weiß nicht, was ich nach meiner Ausbildung wirklich machen sollte. Sicherlich wird irgendwer sagen: "Wie wäre es mit Arbeiten?!" Und dann? Ich will nicht als ein Irgendwer im Irgendwo bei Irgendwas eines Irgendjemand dahinsiechen und in 10 (in Worten: die natürliche Zahl zwischen 9 (in Worten: neun) und 11 (in Worten: elf)) Jahren zurückschauen müssen auf ein Leben voller einheitlicher Langeweile.

"Jetzt hab dich nicht so! Was sein muss, muss sein!" Nein. Weißt du was? Fick dich! Ich habe keine Lust auf diesen Müll. Da kann einer einem auch vorhalten, dass man kein "guter Deutscher" ist, wie es in den jeweiligen Kreisen heißt. Es ist mir egal! Ich wurde geboren, um zu leben, und nicht, um zu arbeiten. Das soll nicht heißen, dass Leben und Arbeiten nicht auch ein und dasselbe sein können, aber heutzutage ist es leider so, dass einem aufgetischt wird, dass man es voneinander trennen muss. Verstehen könnte ich das bei Menschen im Bereich Medizin, da es auf Dauer eine zu starke psychische Belastung darstellen würde, aber viele andere Bereiche könnten es gut vereinen und sogar davon profitieren.

Nebenbei: Gebe es ein bedingungsloses Einkommen, würden alle Menschen glücklich leben können. Wie das? Maschinen. Computer. Wir bauen Geräte, die uns die Arbeit erleichtern, warum ist es denn so moralisch verwerflich Geräte zu bauen, die einem die Arbeit abnehmen? Warum muss ein Müllmann da draußen herumlaufen? Mittlerweile gibt es genug Hardware, die, mithilfe von Software, von Haus zu Haus fahren und den Müll einsammeln könnte. Immerhin gibt es schon günstige automatisierte Staubsauger, die von allein durch die Wohnung fahren, bei Aldi immer im Angebot. Jeder, der einen Beruf seit mehr als 5 Jahren ausübt, abgesehen von Menschen mit Abenteuerberufen, kann sagen, dass er nichts neues erlebt, dass alles immer gleiche Handgriffe sind.
Ich will hier nicht propagieren, dass kein Mensch mehr arbeiten soll, aber Maschinen und Computer könnten eine Grundversorgung für unsere Gesellschaft aufbauen und dafür wären nur ein paar wenige Techniker von Nöten, die diese Maschinen und Computer warten.

Wenn diese Situation eintreten würde, hätten die Menschen mehr Zeit, sich ihrer Familie und ihren Hobbies zu widmen. Diese Hobbies müssen nicht zwangsläufig benötigten Berufen entgegenlaufen. Es gibt Menschen, die gern die Straßen reinigen, die gern ein Haus bauen und sich das Wissen dafür aneignen. Es gibt gern Menschen, die 20 Jahre ihres Lebens vor Büchern und Prüfungen setzen.

Aber vielleicht bin ich dafür einfach nur einige Jahre oder Jahrzehnte zu früh dran, denn kaum einer will sich den Tatsachen stellen, dass es auch einfacher geht, als sie es bisher gemacht haben. Schließlich haben uns u.a. (in Worten: unter anderem) die Medien und die Politik gezeigt, dass jegliche Vereinfachung drastische und negative Einschnitte in das Leben der Betroffenen macht.


Ich sehe meinen Sold für heute als erfüllt an. Guten Tag.




Bildquelle: http://istari.sozialistischer-plattenbau.org/wordpress/wp-content/uploads/2009/07/spb12017.jpg

Kommentare:

  1. Ja ja, das leidige Thema. In der Uni hingen vor wenigen Wochen eine Reihe von Informationsplakaten zum besagten Grundeinkommen-Thema aus...so gut wie niemand hat es realisiert, ist davor stehen geblieben oder hat, nachdem ich das Thema mal angeschnitten habe, Interesse gezeigt. Schade. Wirklich schade. Aber dass nicht nur scheinbar "faule" Menschen - ohne Lebenserfahrung und den Kopf voll utopischer Hirngespinste - wie du und ich dafür kämpfen, dass wir ein entspannteres Leben führen können, konnte man unter anderem vor 3 Jahren bei der Beteiligung an der ePetition zum "Grundeinkommen", an den vielen Blogs und Websites, die seither und schon vorher zur Thematik aus dem virtuellen Boden schossen und bei Susanne Wiest's Verteidigung ihrer Petitionsforderungen vorm Bundestags-Petitions-Ausschuss (siehe dort: http://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2010/31904334_kw45_pa_petitionen/index.html ) beobachten. Für mich ein Grund, weiter daran festzuhalten und von einem schöneren Leben ohne Arbeiten um zu (Über-)Leben zu träumen...
    Mach mal ne Pause, Tono! Wir sehen uns :D

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  2. junge werd erwachsen!wenn du 8 (kannst du diese zahl schon in worten?) stunden(ZE) am tag (hat 24 dieser ZE) arbeitest bleiben dir noch 16 (auch diese zahl kann man wohl in worte fassen) um deinen hobbys nachzugehen.
    wenn du geld fürs nichtstun haben willst dann werd harzer aber beschwer dich nicht, dass sich damit deine geldsorgen nicht auflösen.
    gleiches geld für alle?kannste haben!geh nach afrika in einen der wenigen übriggebliebenen nomadenstämme und leb mit dem gleichen geld wie alle anderen: 0 (null, nichts, nothing)

    oder verlier dich einfach weiter in selbsmittleid. dann lösch aber bitte deinen blog, davon will nämlich niermand (keiner, nobody, tono) etwas wissen!

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  3. nach acht stunden arbeit (wer kann es sich heute noch leisten "nur" acht std zu arbeiten und das meist fürn appl und n ei?) noch 16 std FREIZEIT? klar ... du scheinst auch nicht gerade die weisheit mit löffeln gefressen zu haben und beim realitätsunterricht hast du auch gefehlt, oder? was ist mit fahr-/orga-/behörden-/haushalts-/fortbildungszeit, 7 std schlaf mind., um die größten zu nennen? na? dachte ich mir! ganz so einfach ist die rechnung nicht - von euch beiden.

    es würde übrigens schon viel helfen, wenn die arbeit angemessen bezahlt werden würde - aber heutzutage beutet einfach jeder jeden aus und versucht die anderen klein zu halten, wo er kann, wann er kann, wie er kann.

    die habgier (damit einhergehend auch geiz) ist des menschen größtes übel!

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  4. @isnichwahr: Ganz der Grundgedanke von dem Post ist nicht zu dir durchgedrungen? Herr Anonym hat es schon erklärt, dafür danke ich.

    Weitergehend: Soll ich dir meine Finanzen auflisten?

    Einnahmen:
    +184€ Kindergeld

    Ausgaben:
    -639€ für Ausbildung
    -155€ Miete
    -100€ für alles andere

    Schön, nicht?! Um das weiterzuführen:

    Ausgleich:
    +800€ Kredit

    Ich hatte bereits einen "Minijob", ich musste aber mit diesem aufhören, da ich zu wenig Zeit habe. Die Ausbildung ist in der Endphase und dementsprechend sind die Aufgaben (Prüfungsvorbereitung, Arbeiten an Facharbeit und Abschlussproduktion).


    Aber jetzt zurück zum eigentlichen Thema des Posts. Ich erkläre dir mal den Grundgedanke: Ich will arbeiten dürfen, was ich will. Dieses Privileg wird nur wenigen gegönnt. Der Rest versinkt in Berufen, die manche nichtmal in den Mund nehmen würden, geschweige denn in die Hände. Aber der Staat und die Gesellschaft, die wir eigentlich mitbilden, legt uns vor: "Irgendwer muss nunmal die Arbeit machen. Wenn nicht du, wer sonst?!"

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  5. EDIT: bedingungsloses Einkommen schließt nicht aus, dass man dazuverdienen kann. Wer 2000-5000 Euro im Monat braucht, kann sich eine dementsprechende Arbeit suchen. Das Grundeinkommen soll Menschen einfach nur das Leben sichern, egal in welcher Lebenslage sie sich befinden.

    Und danke: Das System funktioniert, weil du funktionierst. Du bist das Ideale Beispiel.

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