Samstag, 23. April 2011

Traumfrau

Ich habe meine Bloggerpflichten in letzter Zeit wieder vernachlässigt, vorallem tragisch, weil ich doch noch eine Geschichte zuende schreiben muss, weil ich doch schon soviele offene Geschichten habe, die nie ein Ende finden werden, weil ich sie nicht weiterschreibe.

Aber zum Thema:
Nein, ich werde jetzt nicht meine Traumfrau beschreiben, also eine real existierende Person oder eine, die ich mir gerade erspinne.
Ich hatte letzte Nacht einen Traum und es war kein (auch wenn es einige jetzt nicht glauben werden) perversübertriebener Ficktraum. In diesem Traum hab ich eine Frau getroffen, scheinbar etwas jünger als ich. Das interessante gegenüber einer Sexphantasie, wie sie wahrscheinlich immernoch jeder zweite Leser erwartet, war, dass sie mich verzaubert hat, ohne dass ich wild auf sie losgestürzt bin. Sie war etwas, was ich wohl schon seit einiger Zeit vermisse, etwas neues, eine frische Brise, sanfte Ruhe. Ich könnte ja ein Buch über Traumdeutung befragen, wenn ich denn eins da hätte, aber das verdirbt meistens den Spaß auf die Ergründung der Faszination und Bedeutung eines Traumes. Was am interessantensten war: Sie war mir in keinsterweise bekannt vorgekommen. Sie ähnelt keiner mir Bekannten. Ist das vielleicht doch die wahre Bedeutung einer Traumfrau? Eine Frau, die man im wahren Leben niemals treffen würde, die wirklich nur ein Traum ist? Auf jedenfall war ich nach dem Aufwachen (so gegen 14:30) einerseits glücklich, ein Frau getroffen zu haben, die mich verstanden hat, und andererseits deprimiert, dass sie nur ein Traum war und wahrscheinlich mich verstanden hat, weil sie ja doch meiner Phantasie entsprungen ist. Vielleicht lohnt es sich, heute abend zeitiger schlafen zu gehen. Vielleicht würde aber auch ein Psycho-Onkel helfen, insofern ich plötzlich anfangen sollte 20 Stunden am Tag zu schlafen, nur um sie wiedersehen zu können und das vollste Verständnis fühlen zu können. Immerhin trieblos, aber nicht antriebslos.

Ansonsten gibt es nichts Neues. Ich kann noch den Gedanken erwähnen, dass ich in Erwägung gezogen habe, nächstes Jahr umzuziehen, immerhin würde ein heiden Spaß auf mich zukommen, mit einem jungen Künstler (Hi Flo), einem alten Hippie (Hallo Nino) und einem alten Sack (Hallo alter Sack) zusammenwohnen zu können. Aber bis nächstes Jahr ist immerhin noch viel Zeit und es ist ja auch ihre Entscheidung, ob sie die Konstellation mit einem Kellerkind zu einem Chaotenquartett vervollständigen wollen. Dann hätte Micha aber immerhin seine komplette Therapiegruppe zusammen (nicht wahr?).

Aber genug von persönlichem Blabla. Frohes Eiersuchen! Und wer nur ein Ei gefunden hat, sollte möglichst einen Urologen aufsuchen. Mit einem vermissten Ei ist immerhin nicht zu spaßen.

PS: Dieser Eintrag besteht aus Insidern, bevor dramatische Geschichten in Bezug auf die genannten und unbekannte Therapiegruppe entstehen.



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Montag, 18. April 2011

Eine Laune!?

Wer bin ich? Wo bin ich? Wann bin ich?

Fragen, die nur ein schlechter Schauspieler in einem schlechten Science-Fiction-Film über Zeitreisen und Amnesie stellen würde. Aber genau so fühle ich mich gerade. Ich habe keinen Kater, ich habe keine Black-Outs, ich habe auch keine wilde Unzucht mit zufälligen Bekanntschaften aus der nächsten Bar begangen. Aber dennoch ist alles grauer heute morgen. Die Ravioli von Maggi liegen mir schwer im Magen, ich hätte wohl nicht die komplette Dose auf einmal verschlingen sollen. Mein Kopf spielt Achterbahn, immernoch um den Gedanken kreisend, was Realität bedeutet, wie ein Aufschlag auf den Boden dessen bedeutet. Ein Schmerz, der doch nicht unbekannt ist, aber sich mit jedem Mal wie beim ersten anfühlt.
Wo stehe ich gerade? Ich meine nicht den Ort, die geographische Lage, sondern meine Lebenssituation. Stehe ich doch eigentlich im Nichts, ein "Point of no return", wie sie jede Lebenssituation ist. Man begeht einen Weg und muss den Rest seines Lebens damit leben. Einen Freifahrtschein zurück zur Gabelung gibt es nicht. Ein Leben hat keine mehreren Versuche, sondern nur einen und diesen einen Versuch gilt es, das Ganze durchzuspielen.
Was wäre wohl aus mir geworden, wenn ich etwas gemacht hätte? Was, wenn ich einfach nie das Gymnasium besucht hätte, sondern mich mit einem Realschulabschluss zufrieden gegeben hätte? Oder ich einfach nie sitzengeblieben wäre?! Ich wäre sicherlich allgemein glücklicher gewesen, aber zählt das Glück als einziges Gut im Leben? Ist es das momentane Glück, welches abhängig von der Glücksgrenze einem auch Glücksgefühle schenkt, das mich hätte wirklich glücklich und zufrieden gemacht? Ich bin noch keine 40 oder 50 Jahre alt, noch in keiner Midlife-crisis, zumindest dahingehend, dass das Durchschnittsalter meiner Generation wohl bei 80-90 Jahren liegt. Vielleicht hab ich doch schon die Hälfte meines Lebens erreicht, sodass ich letztlich 44 Jahre alt werde, was mein Körper für sich schon entschieden hat. Demnach würde ich meine Enkel wohl nie kennenlernen, sofern ich denn irgendwann Kinder haben werde, die sich mit 10 Jahren wegen ihren Hausaufgaben an mich wenden. Bei diesem Gedanken fängt es leise an in mir zu ticken, als würde meine Lebensuhr anfangen, die zweite Hälfte einzuläuten, damit ich immer daran erinnert werde, dass das Leben nicht immer lange ist, sondern manchmal sich den kosmischen Relationen unterwirft und wie ein Blitzschlag endet, wie es eigentlich begann.
Wie am Anfang findet man sich in einem Kampf wieder. Nur dieses Mal kämpft man nicht gegen tausende andere Spermien, ungeborene Leben, die auf ihre verdiente Chance warten und darum kämpfen, sondern man kämpft mit den tausenden anderen Möglichkeiten, wie das Leben hätte verlaufen können, weil jede Möglichkeit doch eigentlich ein Recht darauf hat, gelebt worden zu sein. Ich bin eine dieser Möglichkeiten, aber mein Recht scheint mir mehr eine Pflicht zu sein. Immerhin quäl ich mich jeden morgen beim Augenöffnen und Aufstehen, ich quäle mich zum Essen und zum Stuhlgang, während ich nur stillstehen will, ohne einen Zwang haben zu müssen, ohne dieses Elend im Spiegel zu sehen. Ich hoffe, das hier zu lesen ist annähernd so deprimierend, wie es zu schreiben, wobei ich nicht die Tat deprimierend finde, sondern die Fakten.
Wenn ich irgendwann mein Ende vor Augen habe, werde ich nicht rufen "Mehr Licht!", ich werde daliegen und nur reden, wenn jemand die heimliche Stille unterbricht, um den Übeltäter einen letzten Fluch an den Hals zu wünschen, dass er mir doch meine letzte Pause vor dem ewigen Nichts noch zu einer Qual gemacht hat.

Witzig, dass ich mich doch letzten darüber beschwert habe, dass die anderen alle schon so erwachsen sind, derweilen ich doch schon wie ein alter Mann im Sterben liegend daherrede, obwohl wohl nur ein Fakt meine eine Hoffnung zum kompletten Fallout gebracht hat. Etwas temporäres wurde aus dem Buch der Zeit gestrichen und ich schreibe schon ein halbes Testament. Eine Laune, ein Bruchteil eines Blitzes, ein Nichts, das ist es.
Und wenn ich jetzt die Augen schließe und sie sich später wieder öffnen, wird man sagen können, dass die Welt doch viel anders aussieht. Ich kann nur sagen: Ein hellerer Grauton macht die Welt nicht bunt, geschweige denn viel anders.

Dem Sonnenaufgang entrinnend,

Tono


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Sonntag, 17. April 2011

Berlin, Deutschland, die Welt

Berlin ist die Hauptstadt von Deutschland. Das habe ich in der Schule gelernt. Ich weiß, dass die Einwohnerzahl bei ca. 3,5 Millionen Menschen liegt. Menschen? Nunja, wohl eher degenerierte Höhlenmenschen und damit beziehe ich mich nicht nur auf Berlin oder Deutschland oder Europa, nein, ich beziehe mich auf alle dieser Art auf der Erde und nehme mich selbst bei dieser Aufzählung auch nicht heraus. Und weil wir so degeneriert sind und aber uns damit nicht abfinden können, haben wir uns einen gleichwertigen Partner erschaffen, den Hund. Wissenschaftler fanden heraus, dass Hunde unterentwickelte Wölfe sind, sie werden sozusagen nie erwachsen, weshalb sie ihr ganzes Leben auch so verspielt sind, wie Welpen.

Berlin, die Hauptstadt der degenerierten Deutschen, warum ist gerade sie die Hauptstadt geworden? Abgesehen davon, dass es entschieden wurde, was hat diese Stadt beeindruckendes vollbracht? Ich weiß es, diese Stadt ist die Stadt des Untergangs von Staatsformen. 1945 wurde der Zweite Weltkrieg mit der Kapitulation des Faschismus in Berlin beendet. 1989 wurde die Spaltung Deutschlands mit der Kapitulation der als Sozialismus getarnten Ein-Partei-Diktatur beendet. Diese Stadt ist uns wichtig, sie ist der Zeichen der Kapitulation. Wer auch immer in Berlin seinen Sitz hat, wird irgendwann kapitulieren müssen. Und genau diese Kapitulation wird den Deutschen in den Kopf gehämmert, wenn alljährlich die Abtreibung des ungewollten Kindes der deutsch-russischen Beziehung gefeiert wird. Deutschland, ich bin so stolz auf dich, auf dich und deine nicht nur körperlich, sondern auch geistig, Degenerierten. Lange hat es gedauert, dass dieses Land zum Land des Unmuts, der Stränge, der Angespannheit und der Unterwürfigkeit gekürt wurde. Deutschland als Miss Schuldig.
Das Land der Deutschen ist nach 66 Jahren immernoch als Land des schlimmsten Diktator aller Zeiten bekannt, wobei es doch heute in jedem zweiten Land immernoch dergleichen Unmenschen gibt, die aber keine 12 Jahre zur Auslöschung von rund 6 Millionen Menschenleben brauchen, sondern eben 15 Jahre, vielleicht auch 20. Man braucht doch nur nach China blicken, wie die Menschen dort langsam gen Scharfrichter geführt werden, mindestens genauso unmenschlich. Oder was Israel in Palästina anrichtet: Völkermord sponsort by Europäische Union und USA. Und dafür soll meine Generation den Kopf hinhalten für Dinge, die vor 70 Jahren passiert sind. Niemals, ich leugne nicht, was damals passiert ist, aber ich weiß nicht, was ich damit zu tun habe. Ich kann doch nichts dafür, dass ich in eine geographische Lage hineingeboren wurde. Vielleicht finden ja Forscher noch heraus, dass vor 10.000 Jahren hier auch noch 20 Höhlenmenschen getötet wurden, weil sie aus einem anderen Gebiet kamen. Soll ich mich dafür dann auch schuldig fühlen?

Deutschland, ja, dieses Land der Primaten, die sich für gebildet und fortgeschritten halten, es ist schön in dieser Gesellschaft zu leben, die sich selbst als besser sieht, als sie schlechter und unmenschlicher nicht sein kann.


Bildquelle: http://www.brainlight.com/WebRoot/Store/Shops/15303114/MediaGallery/447F/066D/2E1B/315F/789C/C0A8/30C2/0B76/evolution2.jpg

Mittwoch, 13. April 2011

Suchbegriff der Woche!!!!!! #2 Ende

Ich werde wohl diese Umfragen einstellen, da mir geflüstert wurde, dass die Suchbegriffe nicht so richtig witzig sind. Ansonsten ist der Gewinner diese Woche "bin sodomistin".
Ich werde, was ich vergessen habe zu erwähnen, zum Gewinner einen Blogeintrag verfassen, sobald es geht.

Strandsandburg: Eroberung mit 8 Füßen (Teil 1)

Die Gefährten

Die Sonne war weit davon entfernt ihre ersten Strahlen der Welt an diesem Tag zu offenbaren, als sich Tono "der Stolpernde" L auf den Weg machte, um sich mit den anderen drei Helden, Juli "gib-mir-keine-Tiernamen" T, Vana "Havanna" F und Dustin "The Officer" R, zu treffen. Während er die dunklen Wälder des Dreckskaffs Großdorfs durchstreifte, begegneten ihm 3 Geister. Die Geister riefen ihn im Chor an: "Einsamer Wanderer, wir sind "der Geist des Schlafes", "der Geist der Würde" und "der Geist der Liebe". Wir suchen dich auf, weil wir erhoffen, dass du uns endlich in den Frieden geleiten kannst." Noch leicht geschockt von ihrem plötzlichen Auftreten, sagte Tono: "Ihr Geister, was hält euch denn auf Erden. Eure Namen klingen doch, als seien es eure Ketten. Warum erwählt ihr mich, euch Schlaf, Würde und Liebe zu zeigen, damit ihr freikommt. Ihr hättet doch jeden anderen nehmen können, auch wenn man in diesen Dreckskaff Großdorf kaum Menschen antrifft." Die Geister antworteten wieder im Chor: "Wanderer, wir sind als Geister damit gesegnet, die Geschichten der Menschen vorauszusehen und wir sehen, dass du die Anforderungen erfüllst, um uns zu befreien." Tono entgegnete: "Das klingt beinahe, als ob mir ein gesunder Schlaf, ein würdevolles Ereignis und eine große Liebe bevorstehen. Ich glaube, ich muss mich glücklich schätzen, euch bei mir zu haben." Der Geist des Schlafes sprach: "Ich, der Geist des Schlafes, werde erst befreit sein, wenn ich einen Lebenden finde, der keinen Schlaf finden wird und ihn mir damit gibt. Du wirst dies erfüllen." Der Geist der Würde antwortete: "Ich, der Geist der Würde, werde erst befreit sein, wenn ich einen Lebenden finde, der seine Würde verliert und sie mir damit gibt." Der letzte Geist antwortete: "Ich, der Geist der Liebe, werde erst befreit sein, wenn ich einen Lebenden finde, der seine Liebe nicht ergreifen kann und sie mir damit gibt." Im Chor sprachen alle drei: "Wir werden dir folgen und freudig auf unsere Befreiung hin im Schatten warten." Noch während sie dies sprachen, verschwanden sie in der Nacht.
Tono kratzte sich am Kopf: "War es wirklich eine gute Idee, diese Reise anzutreten?"

Nachdem er unterwegs einen Kutscher antraf und diesen überreden konnte, ihn ein Stück mitzunehmen, stand er etwas früher am vereinbarten Treffpunkt. Er setzte sich auf einen Baumstumpf, zündete sich einen Krautzipfel an und erwartete die anderen Helden. Nach einiger Zeit des Wartens, bis über die Zeit des Treffpunktes hinaus, begann sich Tono Sorgen zu machen. Er stand auf und suchte die nähere Umgebung ab, jedoch erfolglos. "Bin ich zur falschen Zeit hier? Ist den anderen Helden etwas zugestoßen?" Er setzte sich wieder auf den Stumpf, schloss die Augen und versuchte den Waldgeist zu beschwören, damit er ihm helfen konnte. Kurz darauf zwitscherte ein Spatz zu ihm: "Du bist am falschen Ort. Folge mir geschwind!" Tono sprang auf und folgte dem Spatz bis er die anderen Helden erreichte.
Sie grüßten sich noch etwas befremdlich und machten sich bereit, ihre Reise zu beginnen.
Sie liefen gerade los, als eine Gruppe von Freizeitkutschern vorbeikam und ihnen anbot, sie gegen ein kleines Entgeld mitzunehmen. Die Gruppe willigte einstimmig ein, da die Reise lang und beschwerlich war und man jede Erleichterung des Weges mehr Energie für den Endkampf übrig ließ.
Der Anfang der Reise war eher schweigsam, zwischen den Gefährten, nur Juli und Vana redeten erhitzten Gemütes über die neusten Neuigkeiten. Tono und Dustin genossen eher die Ruhe und versuchten den versäumten Schlaf, den der frühe Beginn der Reise mit sich brachte, nachzuholen, was jedoch nur minder gelang.

Wie ihre Reise weiterging, erzähle ich ein andermal.

Dienstag, 12. April 2011

Zum Thema Liebe

Während der Urlaubsreise wurde ich gefragt, warum ich auf meinem Blog nichts zum Thema "Liebe" habe. Ich antwortete: "Ich hab doch den Punkt "hormonell-bedingte Reaktionen." Das sei, so wurde mir gesagt, aber nicht dasselbe.
Nunja, eigentlich ist es ja schon dasselbe, aber das einmal beiseite gelassen.

Ich frage mich nur gerade, ob es sich lohnen würde, interessieren wird es keinen, wahrscheinlich nichtmal diejenige, die angesprochen wird. Immerhin liest sie es sehr wahrscheinlich sowieso nicht, weshalb es wohl ein sinnloses Unterfangen wäre, ähnlich meinen Bemühungen Leute zum Nutzen der Umfragen anzuregen. Ich kann jetzt von Friede, Sonnenschein, Schönheit und Leidenschaft schreiben und es würde im Nichts enden, vorallem da es in der Realität schwerer ist, die Worte dafür zu finden, verbal hat man weniger Zeit sich über Formulierungen Gedanken machen zu können und Situationen sind selten so, wie man sie sich eben noch vorgestellt hat und in solchen Momenten kommen dann Selbstzweifel, ob es denn überhaupt noch Sinn macht, den Plan durchzuziehen, den man Kinofilm reif im Kopf hat auf Endlosschleife laufen lassen. Einfacher wäre es auch, wenn man seine persönliche Göttin nicht schon seit Jahren kennen würde und nie die Chance genutzt zu haben, aus einer Freundschaft etwas mehr zu machen.
Ein Beispiel wäre die Tatsache, dass ich vor ein paar Tagen wieder die perfekte Chance hatte, einen Versuch zu starten, letztlich aber gekniffen habe, weil nicht nur eine Bekanntschaft daran hängt, jemand, den man auch schnell vergessen kann, es ist nicht nur ein Versuch, nicht nur eine Rechnung die entweder ein "Ja" oder ein "Nein" hervorbringt, sondern 6 Jahre zweier Leben, einer Freundschaft.
Und wenn ich doch noch eine Chance bekommen würde, bleiben die Fragen offen, welche Worte denn überhaupt die richtigen sind, welche Aktionen, welcher Blick, welche Klamotten, welche Frisur, welcher Atemrhythmus, welcher Puls, welcher Herzschlag, welche synaptische Regung, um diese Chance nicht zu vergeuden. Und selbst wenn das stimmt, will sie überhaupt, dass es soweit kommt, hat sie überhaupt Lust auf irgendeine Beziehung und wenn ja, eine Beziehung mit mir. Reicht es ihr, dass ich bin, wie ich bin oder muss ich erst jemand werden, der ich nicht bin und vielleicht auch nie sein will oder werden kann, z.B. ein Paul oder ein Tom.

Mir wurde auch geraten, es einfach zu lassen und mir jemand anderes zu suche. Aber es gibt keine andere, niemand anderes, der sie in irgendeiner Weise hätte ersetzen können, geschweige denn übertreffen. Jede von den anderen ist mir auf Dauer einfach zuwider, mir persönlich nicht keine, mit der ich es aushalten könnte. Nur bei ihr, auch wenn ich manchmal schimpfen könnte, schafft es immerwieder, dass ich ihr beistehen will, sie trösten will, ihr Wärme geben will, egal, was passiert ist.
Vielleicht bin ich auch nur naiv oder blind, vielleicht würden mir das manche unterstellen und vielleicht stimmt es auch, dass sich das Warten nicht lohnt, dass damit Zeit verloren geht, die ich hätte mit einer anderen glücklich verbringen können. Selbst wenn, dann bin ich lieber unglücklich, naiv und blind, vielleicht auch dumm, vielleicht habe ich mich auch schon daran gewöhnt, so zu sein, vielleicht liegt mein Glück ja im Unglück oder zumindest suche ich dort danach, ganz nach dem Prinzip, wo Licht ist, ist auch ein Schatten, ein Gut lebt nicht ohne ein Böse.





Irgendwie, tat das gerade ziemlich gut.

Strandsandburg: Eroberung mit 8 Füßen (Prolog)

Im Leben eines Menschen kommt die Zeit, in der er den Alltag satt hat und einfach weg muss, egal wohin, hauptsache nicht hier bleiben. Diese Zeit wiederholt sich periodisch aller 24 Stunden, aber der Wille das auch wirklich umzusetzen, der taucht immer, als eine Art Phänomen, aus dem Nichts auf, meist, wenn man es sich nicht leisten kann.
Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg, und mit diesen Worten beginnt unsere Geschichte.


Vorgeschichte


Es war ein ganz normaler Frühlingstag in einem kleinen, verschlafenen Dreckskaff Großdorf. Die Vögel zwitscherten und turtelten, Eichhörnchen kletterten auf den Bäumen umher, sammelten Nahrung, und Marder nisteten sich in Fahrzeuginnereien ein, wo sie Kabel und Bremsschläuche zernagten. Diese Idylle wurde jedoch mit einem Mal von einem schrillen, wilden Schrei zunichte gemacht: Juli "Gib-mir-keine-Tiernamen" T saß gelangweilt von der Monotonie und genervt von dem Mangel an Sand, Sonne und Alkohol im "Wohnungsunternehmen Dreckskaff Großdorf" fest. "Das kotzt mich an! Nüscht los, ey.", sagte sie mit einem anschließenden Seufzer zur Unterstreichung ihrer derzeitigen emotionialen Lage. Während sie begann durch ein Fenster nach draußen zu starren, Sonnenstrahlen fielen über ihre Augen, die Schatten von den Blättern der Bäume vor dem Fenster tanzten im Raum, begann es in ihrem Kopf zu funken. Diese kleinen Blitze wurden immer intensiver und endeten schließlich in einem Wort: "Meer"

Kurz darauf informierte unsere Heldin ihre Zwillingsschwester und auch treuste Gefährtin, Vana "Havanna" F, und zusammen berieten sie sich mehrere Tage lang, wie sie diese Vision umsetzen könnten. Als sie, nach langer meteorologischer Auswertung der allgemeinen Lage, endlich einen geeigneten Zeitpunkt gefunden hatten, riefen sie über das Buch der Gesichter andere Helden an, sie zu begleiten auf diese lange Reise. Es dauerte nicht lang, bis sich die ersten dutzend gemeldet hatten, und so planten unsere Heldin und ihre Zwillingsschwester den Marsch und die Vorgehensweise am Zielort.
Die beiden merkten jedoch nicht, dass der Tyrann des Landes, Herr Doktor Professor von und zu Arbeit, die herbeigerufenen Helden mit Verbannung bedrohte, sofern sie sich den Schwestern anschließen sollten. Nach und nach folgten immer mehr Helden den Anweisungen des Tyrannen, bis nur noch zwei junge Helden, ohne Furcht vor diesem nur scheinbaren Tyrannen. Sie sagten sich ohne weiteres von ihm los und waren bereit, nie wieder in ihre Heimat zurückkehren zu können.
Als die Schwestern von ihren Planungen zurückkamen und bemerkten, dass nur noch zwei von den einstigen 11 übrig geblieben waren, verließ sie kurzzeitig der Mut und es wurde spekuliert, vielleicht doch nicht dieser Vision zu folgen. Nach langem Disput unter den vier Helden wurde der Plan und die Reise letztlich doch in die Tat umgesetzt.

Die vier Helden. In den Gedanken sind sie bereits an ihrem Ziel.

Und so zogen sie aus, um die Vision wahr werden zu lassen. Auf sie kamen noch viele Gefahren und Stolperfallen zu, doch das erfahrt ihr beim nächsten Mal.

Mittwoch, 6. April 2011

Suchbegriff der Woche!!!!!! #2

Etwas deprimierend, dass nicht soviel daran teilgenommen haben und es außerdem ein Unentschieden zwischen 3 Begriffen gibt. Ich werde noch einen Versuch starte und die 3 "Gewinner" in die nächste Wahl wieder mit aufnehmen. Also, jetzt alle zusammen mitvoten und nichts gewinnen!


Nachtrag: Vote ist rechts neben diesem Eintrag, bevor ihr euch tot sucht.

Dienstag, 5. April 2011

Ein modernes System ...

Nein, ich werde jetzt nicht über Computertechnik oder ähnliches anfangen zu schreiben, das wäre zu einfach. Lieber befasse ich mich einmal mit den Piraten, also die, die die Piratenpartei bilden, die "Orangenen".

Es gab vor einem Monat (oder vielleicht auch schon etwas länger her) einen kleinen Vorfall, der auf Twitter das Thema #7piraten hervorbrachte. Bis heute verstehe ich nur teilweise, wobei es bei diesem Vorfall ging und was die 7 Piraten angestellt haben. Ich könnte das jetzt breit und lang erklären, aber ich bin weder ein Lexikon, noch ein Wikipedia, noch ein restliches Internet, demnach: Pech gehabt.
Anderweitig wurde bei einer kleinen Online-Gesprächsrunde am Abend auch ein anderes Thema angesprochen, was mich doch wesentlich mehr beschäftigt: Die Piratenpartei orientiert sich an den großen und versucht alle Themengebiete, die eine Partei handhaben kann, zu handabschlagen..äh..haben. Also versucht die Piratenpartei indirekt das anzustreben, weswegen ich die großen Parteien u.a. hasse: Wenige Menschen entscheiden über zu viele Themengebiete und haben Ahnung von keinem davon. Werden die Piraten dann zukünftig im Verkehrswesen ihrem anziehenden Untrieb freien Lauf lassen und eine Kapergebühr für die Schiffsautobahn einführen?
Aber jetzt ernsthaft: Ich habe die Piratenpartei bewundert, weil sie sich einem allgemeinen Themengebiet zu gewandt haben, von welchem sie wissen, was sie erwartet, der Computerbranche, vornehmlich den Medien und dem Medienschutzsystem, aber das als Vorreiter. Die Piraten waren nicht so eine große "wir versuchen alles zu können, auch wenn wir keine Ahnung haben"-Partei und aber auch keine kleine "Bierzelt"-Partei, die sich um ein Bierzelt kümmert. Mit dem System der Themengebietspartei wäre in Zukunft die Chance gewesen unser System zu erneuern. Eine Partei KANN einfach nicht ein ganzes Land handhaben, dass hat man damals mit der NSDAP, der SPD, der CDU und der SED gesehen, eine Partei ist immer zum Scheitern verurteilt. Nebenbei sehe ich schon einige böswillige Kommentare auf mich zukommen, weil ich irgendjemandes Lieblingspartei neben seinen verhassten Parteien aufgestellt habe. Welche Partei das jeweils ist, kann jeder für sich selbst entscheiden. Nun zurück zum Thema: Eine Demokratie, die von mehreren Parteien unterschiedlicher Spezialisierung geleitet wird, ist wesentlich effektiver, als eine Demokratie mit SPD, CDU oder (und vorallem) FDP, auch wenn die FDP bisher noch kein Alleinherrscher war, kann man an ihr schon von weitem abschätzen, dass wir alle, zwei Tage nach Amtsantritt Westerwelles, mit Regenbogen-Tanga und feuchtem Muskelshirt uns unserem Herrscher einzeln oder zu dritt hingeben werden müssen. Nebenbei würde ich die Drei-Mann-Variante eher wählen, sofern ich nicht durch Suizid dem ganzen Vorbeugen kann, da ich denn wenigstens versuchen kann, das andere Opfer für den SlimFast Jabba der deutschen Politik schmackhafter zu machen, um damit meiner analen Jungfräulichkeit wenigstens noch einen Geburtstag mehr erreichen lassen zu können.
Mal das System (nicht bezogen auf die Drei-Mann-Variante) würde voraussetzen, dass jede Interessenpartei eine Gegenpartei hat und ein Thema anspricht, welches größeres öffentliches Interesse hegt (, d.h. Kleingärtnerpartei hat leider verloren, weil ca. 1/5 der Deutschen mindestens auf dieses Thema ansprechen müssen (Bundesamt für Statistik ftw) und die 5% hürde bleibt dennoch bestehen). So entstehen zwar Koalitionen zwischen 5-10 Parteien, aber jede hat ihr Spezialgebiet und keine andere kann da in die Suppe spucken.
A propos: Das System könnte man mit der Schulkantine vergleichen. Dort kann man zwischen 3 verschiedenen Mittagsgerichten wählen:
1. Spaghetti mit Tomatensoße und Lachs
2. Kartoffeln mit Roulade und weißer Soße
3. Reis mit Pampe (Instant-Fleisch inklusive, irgendwo mit reingestampft)

Weil Geschmäcker verschieden sind, wird es nicht allzu selten passieren, dass jemand keines der drei Gerichte mögen wird bzw. nur partiell.
Jemand hätte gern Reis, will aber keine Pampe und hätte auch gern Lachs, aber ohne Spaghetti und Tomatensoße und Kartoffeln hängen ihm, genau wie die Rouladen, schon lange zum Hals heraus. Dann bestellt sich derjenige Reis mit Lachs und weißer Soße.
Leider gibt es ein großes Problem an dem System: Der Wähler ist zu dumm und zu faul, er ist sich seiner Macht nicht bewusst und da die tollen großen Parteien immer viel versprechen und fast nichts halten bzw. genau das Gegenteil machen, vertraut kaum noch ein Wahlberechtigter auf die Politik (ich auch nicht).

Die Piratenpartei gab mir die Hoffnung, dass es noch eine Zukunft für die deutsche Politikeinöde gibt, aber mittlerweile sieht es nichtmehr so aus. Aber vielleicht besinnt sich die Piratenpartei wieder auf ihre Wurzeln, auf den Grundgedanken, dann gibt es noch Hoffnung, die dunkle Seite der Macht (Darth Schäuble keucht) für immer zu verdrängen.

Das bringt mich schon zu einem anderen Thema: das Gute kann ohne das Böse nicht existieren. Ich denke aber, dass ich das für den nächsten Eintrag aufhebe.

Gute Nacht wünsch ich dir armes Deutschland

Tono


Bildquelle: http://www.karikatur-cartoon.de/bilder/politik.jpg