Posts mit dem Label Politik werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Politik werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 29. Januar 2012

"Occupy Oakland"

... oder "Wie man nicht demonstriert."

Letzte Nacht war sehr aufregend. Wer dabei an Bienchen und Blümchen denkt ... Nah dran, aber trotzdem weit gefehlt.

1
Ich habe mich die letzte Nacht mit UStream vergnügt und mir eine Aktion von Occupy Oakland angeschaut. Mittlerweile sicherlich ziemlich groß in den US-amerikanischen Nachrichten.
Demonstranten der Occupy-Oakland-Bewegung hatten sich zusammengefunden und wollten ein leerstehendes Haus in eine Community-Center umwandeln. Personal und Einrichtungsgegenstände waren genug vorhanden. Die Polizei von Oakland bekam natürlich Wind von der Sache und das Haus, welches als Ziel der Aktion angedacht war, wurde von der Polizei bereits besetzt und abgesichert.
Nach einer kleinen Jagd durch die Straßen von Oakland fanden sich von den anfänglich knapp 1000 Teilnehmern ungefähr 500 noch einmal zusammen, um ein anderes leerstehenden Gebäude zu besetzen. Die Polizei hatte zu diesem Zeitpunkt weitere Einsatzkräfte gesammelt. Kaum hatten sich die Demonstranten von ihrem Sammelpunkt fortbewegt, warteten bereits mehrere Einsatzkräfte auf die verbleibenden 500. Es kam zu einer erneuten Hatz durch die Straßen von Oakland bis schließlich die Demonstranten bei dem YMCA-Gebäude in der Stadt sammelten und von der Polizei umstellt wurden.
Nachdem einige Demonstranten in das Gebäude eingedrungen waren, hatte die Polizei einen guten Grund, die verbleibenden Demonstranten festzunehmen. Im Polizeibericht wird von ca. 200 Festnahmen geredet. Unter den Festgenommenen befanden sich auch einige Reporter, die die Aktion nur als Beistehende verfolgt haben.

Soweit zu der Zusammenfassung der mehrstündigen Aktion.

Ich selbst muss sagen, dass ich es ziemlich kindisch fand, was da passiert ist. Beide Seiten haben sich aufgeführt wie kleine Kinder, die sich um den letzten Schokoosterhasen streiten.
Dazu kann ich einige Beispiele nennen, die meines Erachtens Kinderkacke waren:

2
1. Die Demonstranten bewarfen die Polizei mit Trinkflaschen und anderen Gegenständen. Statt einer versuchten friedlichen Deeskalierung der Situation, antwortete die Polizei mit Rauchbomben, Tränengas, Blendgranaten und Gummigeschossen. Daraufhin warfen Demonstranten dann natürlich auch Steine. Zu einem Handgemenge kam es aber nicht.

2. Ich habe zwei Streams verfolgt, um möglichst mehrere Sichtweisen zu sehen.
Der erste Stream war weitesgehend objektiv oder zumindest situationsgerecht kommentiert.
Der andere Stream lässt sich mit den Worten "Warzone", "Donate to me", "Oh my god, he is pointing a gun at me" (hierbei war von Anfang an klar, dass es sich nur um Gummigeschosse handelt). Nachdem ihr das iPhone live gestohlen wurde, war eine zeitlang Ruhe. Nach ca. 20 Minuten war sie wieder online und das Hauptthema wandelte sich in "Oh my god, someone stole my phone" um, zumindest für die nächsten 30 Minuten.
Es ist schon ziemlich übertrieben, wenn man bei den ersten zwei Rauchbomben schon von einer kriegsähnlichen Situation redet, wie hätte ich wohl dann meinen Chemieunterricht in der Schule bezeichnen müssen? "Oh mein Gott, hier bricht ein Weltkrieg aus!"

3. Wer mit dem "black bloc" (die amerikanische Variante des Schwarzen Blocks) sympathisiert, braucht sich nicht wundern, wenn man für deren Fehlverhalten die Rechnung mitbezahlen muss. Die gesamte Aktion hätte weitesgehend friedlich verlaufen können, aber wer von Anfang an, wie ein 3-jähriges Kind, mit Sachen um sich werfen muss, braucht sich nicht wundern, wenn es entsprechend zurückschallt.

3
4. Die USA sind nicht der Mittelpunkt der Welt. Nur weil ihr versucht ein Haus zu besetzen, wird keine weltweite Revolution ausbrechen.
Viele der Sprecher und auch der Kommentartoren haben diese Aktion als "weltbewegendes Ereignis" bezeichnet und auch als Beginn einer "weltweiten Revolution". Die USA sind ein Teil der Welt, das gestehe ich ihnen noch ein, aber der Mittelpunkt sind sie noch lange nicht. Derartige Demonstrationen und Aktionen gab und gibt es in Deutschland wohl jährlich. Vom Eskalationsgrad bis hin zum Schwarzen Block genau das gleiche, nur ebend auf Deutsch (obwohl die deutschen Polizisten meist nicht bewaffnet sind).
Die Demonstrationen in Ägypten waren weltbewegend, dort sind die Menschen auf die Straße gegangen, obwohl mit scharfer Munition auf sie geschossen wurde. Diese Menschen wären sicherlich nicht wie vom Schlachter gejagte Schweine durch die Straßen gerannt, nur weil vor ihnen 50 Polizisten mit Rauchgranaten und kleinen Gimmicks standen. (Anfänglich war das Polizeiaufgebot wirklich sehr gering und viele Demonstranten hatten Gasmasken und auch Schutzkleidung.)


Mir ist aber auch aufgefallen, dass manche deutsche Demonstrationen, unabhängig vom Anlass, ähnlich ablaufen. Eigentlich eine deprimierende Erkenntnis.
Aber mir sind ein paar Verbesserungsvorschläge eingefallen, wie man in westlichen Ländern Demonstrieren sollte, damit man erstens ein Zeichen setzt und zweitens eine Eskalation vermeidet.

1. Leute die auf Krawall aus sind, gleich an die Polizei ausliefern. Deren Blutdurst ist kontraproduktiv bei jeder Aktion (Hallo liebe Leute von Schwarzen Block).

4
2. Wenn man 1 zu 10 der Polizei überlegen ist, nicht einfach wegrennen und herumschreien, davon bekommen manche von denen vielleicht einen Ständer, mehr aber auch nicht. Immerhin fühlen sich diese Leute in ihrer eingebildete Macht über diese Situation unberechtigterweise bestätigt.

3. Einfach mal stehenbleiben und nichts tun. Sobald man stehenbleibt, ist man ein Widerstand. Man wird zu einem Stein im Fluss. Auch wenn ein Stein den Fluss nicht stören wird, hundert Steine machen sich schon bemerkbar. Vor allem hat so etwas auch einen symbolischen Charakter. Wenn man festgenommen wird, nur weil man nichts gemacht hat, dann zeigt man den Menschen doch am ehesten, das etwas mit unserer Gesellschaft nicht stimmt.

4. Wenn man einen Stream während einer solchen Aktion laufen hat, dann bitte nicht jedes kleine anale Lüftchen benennen und auf jedenfall nicht spekulieren. Einfach nur das nötigste und vor allem wichtigste nennen. Die Zuschauer, die nicht anwesend sein können, danken es euch.
Lasst diese Spendenaufrufe im Minutentakt sein. Selbstkommerzialisierung könnt ihr am Bahnhofsstrich betreiben.
Und unterlasst es, ständig euren Nicknamen zu nennen, die interessieren sowieso niemanden. Ansonsten stehen die Nicknamen über dem Stream. Und damit ihr mal wisst, wie nervig das ist:


Immer schön passiv-demonstrativ bleiben,

Tono


EDIT: Die Zahl der Festnahmen beläuft sich mittlerweile auf mehr als 400 (http://www.reuters.com/article/2012/01/29/us-oakland-protests-idUSTRE80S00520120129).


Bildquellen:
1. http://www.enduringamerica.com/storage/blog-post-images/USA%2028-01-12%20OCCUPY%20OAKLAND.jpg
2. http://external.ak.fbcdn.net/safe_image.php?d=AQD-55s0kDitUiev&url=http%3A%2F%2Fi4.ytimg.com%2Fvi%2FsFaviIoy4rg%2Fhqdefault.jpg
3. http://www.cfnews13.com/images/apimages/APTOPIX_Occupy_Oakland.sff-8c40ba09-5185-4ea8-8c51-4420d4764b8e.jpg
 4. http://beta.images.theglobeandmail.com/archive/01367/WEB-OccOak_jpg_1367910cl-8.jpg

Videoquelle:
http://www.youtube.com/watch?v=ws58s9wzYsA



Freitag, 27. Januar 2012

Spiel mit dem Tod - heute wie damals

Es ist wieder lange Zeit nichts auf meinem Blog passiert, aber ich hatte einiges zu tun in den letzten ein bis zwei Monaten.
Mein PC ist für die nächsten 2 bis 3 Tage damit beschäftigt, eine Animation herauszurendern, was mir etwas Zeit zum durchatmen gibt.

Neben des aktuellen Zeitdrucks war ich aber auch nicht so richtig in der Stimmung, einen neuen Blogeintrag zu verfassen. Es gab kein Thema, über welches es sich zu bloggen gelohnt hätte. Aber doch sind mittlerweile genug verschiedene Themen zusammengekommen, die wenigstens einen Blogeintrag ergeben könnten.

Beim Surfen durch die unendlichen Weiten des World Wide Web sind mir mehrere interessante Themen, Videos, Berichte, Bilder und unzählige andere Dinge aufgefallen. Eines dieser Themen ist eine schöne Kurzdoku, welche sich "Das Spiel mit dem Tod" nennt. Bevor ich aber das Ganze weiter ausführe, solltet ihr jedoch selbst erst einmal das kleine Filmchen betrachten und erst danach weiterlesen, immerhin werde ich sehr viel spoilern, wobei diese Doku davon lebt, den Zuschauer zu überraschen und gleichzeitig auch ein wenig zu erschrecken.




Ich hoffe, ihr habt jetzt auch wirklich die Doku bis zum Schluss angeschaut. Ab hier gibt es kein zurück mehr, wer weiterliest, ohne sich die Doku angeschaut zu haben, der wird sich am Ende wirklich sehr ärgern.

Der Grundaspekt dieser Doku ist das Spiel der Medien mit dem Zuschauer, deren Darstellung immer nur eine veränderte bzw. stark eingegrenzte Realität widerspiegelt. Hierbei lässt sich jedoch darüber streiten, ob ein Bild die Realität, eine eingrenzte und/oder veränderte Realität oder überhaupt keine Realität zeigt. Ich selbst schließe mich eher der Mitte an und traue einem Bild einen Aspekt der Realität zu, auch wenn dieser ein veränderter ist bzw. nur eine bestimmte Perspektive auf eine Realität. Immerhin sind die Schauspieler in einem Kinofilm real existent, auch wenn sie einen anderen Charakter annehmen.
Das Hauptziel dieser Dokumentation ist es doch, den Zuschauer auf den Fakt hinzuweisen, dass jede Erzählung ein Fünkchen Wahrheit in sich trägt, aber dennoch erzählt wird. Der Erzähler verändert die Realität in vielen Aspekten. Ein Geschehnis kann nicht der Realität vollkommen entsprechend dargestellt werden, da bestimmte Details ausgelassen werden, die für den Erzähler unwichtig erscheinen. Die eingeschränkte Wahrnehmung, die durch den Erzähler vermittelt wird, ist letztlich aber auch das, was wir immer wahrnehmen. Niemand sieht die Realität wirklich, da man nicht alles, was passiert wahrnehmen kann.
Jedes der Auge hat im Normalfall einen Blickwinkel von ca. 150°, wobei die restlichen 210° uns erst ersichtlich werden, wenn wir hinsehen, wodurch wir jedoch das vorherige Blickfeld verlieren. Wir nehmen nur 41,6% der um uns herum existierenden Realität wahr. Aber selbst das stimmt nicht ganz, da wir nur einen Bereich von 1,5° wirklich scharf sehen und der Rest aus dem Augenwinkel heraus wahrgenommen wird (http://de.wikipedia.org/wiki/Blickwinkel#Auge). Der Blickwinkel beider Augen zusammen beträgt auch ungefähr 150°, denn jeder Mensch schielt etwas, da sich beide Augen auf einen Punkt fixieren.

Aber weitere Gedanken zu diesem Thema kann jeder für sich selbst machen. Dafür gibt es immerhin eine Kommentarfunktion ;)




Ein weiteres Thema, welches ich ansprechen möchte, ist der heutige Tag. In den Nachrichten wird es, wie jedes Jahr, ziemlich breitgetreten und ich werde sicherlich ein paar Buh-Rufe kassieren, wenn ich mich gleich zu dem Thema mit meiner Meinung äußere:

1
Heute ist der Holocaust-Gedenktag. Wer sich jetzt erhofft, dass ich meine Schuldbekenntnis zu diesem Ereignis ablege, der wird enttäuscht werden. Wer auf eine Leugnung der Geschehnisse in Deutschland während des Zweiten Weltkrieges hofft, der wird auch enttäuscht werden. Ich finde es nicht schlimm, dass es einen solchen Gedenktag gibt, ganz im Gegenteil, man muss sich der Geschichte bewusst sein und die Betroffenen sollten bei einem derartigen Einschnitt in ihre Leben nicht vergessen werden. Aber ich finde es wie immer grauenhaft, dass meine frischgebackene Generation sich mit den Taten einer schon kaum noch existenten Generation identifizieren muss. Mir wird die Schuld von Menschen in die Schuhe geschoben, welche zu Beginn meiner Lebenszeit dem Ende ihres entgegengesehen haben. Ich war damals nicht einmal in Gedanken vorhanden und noch nicht einmal meine Eltern waren da in den Hoden ihrer Väter mit einem Blueprint für eine neue Modellreihe eingeplant.
Ich würde die Schuld für ein solches Verbrechen auf mich nehmen, wenn es meine Generation betreffen würde. Immerhin würde ich dann zu dieser Generation gehören und ich hätte einen Einfluss auf die Geschehnisse um mich herum. Das ist beim Holocaust nicht der Fall.

Ich werde auch niemals Sympathien für Israel aufgrund dieses geschichtlichen Ereignisses heucheln, da ich selbst empört über die Vorgehensweise Israels gegenüber den Palästinensern bin. Immerhin werden dort massive Kriegsverbrechen begangen, scheinbar mit den US-Kriegsspielen im Nahen Osten als Vorbild. Mir ist klar, dass die palästinensischen Soldaten auch nicht die Unschuld in Person sind. Aber ein "Volk der Opfer" (http://www.tagesschau.de/ausland/israel1206.html) sollte es doch besser wissen und mit diesem angehenden Völkermord garnicht erst anfangen.
Aber in Israel gibt es scheinbar auch einige gewaltbereite und intolerante Kräfte, die den Aktionen deutscher Neonazis beinahe nacheifern. Wenn auch letztlich noch keine extremistische Terrorzelle existiert und das Ziel der orthodoxen Juden wohl eher nicht Ausländer und Andersdenkende sind, sondern eher andersdenkende Frauen zu sein scheinen. (http://www.tagesschau.de/ausland/ultraorthodoxe102.html)
Wer jetzt argumentiert, dass es nicht alle Israelis betrifft, sondern nur eine paar orthodoxe Juden, der sollte in Betracht ziehen, dass in Deutschland die Neonazis auch nur ein sehr kleiner Teil der deutschen Bevölkerung ist.
Wie kann man an einem Tag, der auf eines der schlimmsten Verbrechen an der Menschheit aufmerksam machen soll, eine beinahe brüderliche Beziehung zu einem Land, das selbst auf Menschenleben zu kotzen scheint, als heroisches Vorbild für den Sieg der Menschlichkeit nehmen?

2
Es gibt genug andere Länder die ähnliche, wenn auch nicht opferstatistisch-entsprechende, aber nicht minder verabscheuungswürdig Verbrechen begangen haben, siehe die Türkei, die USA und China. Aber auch globalagierende Unternehmen, welchen Menschenleben weniger am Herz liegt, als der Gewinnzuwachs in einem Quartal, begehen täglich Menschenrechtsverletzungen. Deren Verbrechen sind aber teilweise noch kein halbes Jahrhundert her und viele der Täter sind bis heute ungestraft. In Deutschland werden die Geschehnisse des Zweiten Weltkrieges heutzutage von der Mehrheit nicht einmal ansatzweise geleugnet. In der Türkei hat man es nach einem Jahrhundert noch nicht einmal annähernd so weit geschafft. Der Genozid an den Armeniern war nicht im Geringsten minderen Ausmaßes als der Holocaust.
3
Ich könnte auch noch weiter ausholen und die Verbrechen der USA in asiatischen Ländern der letzten Jahrzehnte aufzählen, aber damit würde dieser Blogeintrag zu einem eigenen Blog mutieren, welche sicherlich schon in Massen vorhanden sind.





Es gibt noch ein paar mehr Themen, die ich gern Ansprechen würde, das würde jedoch den bereits gesprengten Rahmen noch eine nukleare Wintermütze aufsetzen.




Bildquellen:
 - 1: http://www.tagesschau.de/multimedia/bilder/peres128_v-grossgalerie16x9.jpg
 - 2: www.genocide-museum.am/eng/german_archive.php
 - 3: http://www.elciudadano.cl/wp-content/uploads/2012/01/guantanamo.jpg

Videoquelle:
http://www.youtube.com/watch?v=hHO6a1kMe1Q



Freitag, 11. November 2011

Die Zukunft gehört unseren Kindern

http://www.toonpool.com/user/20304/files/buerokratieabbau_1445915.jpg


Wie schön es doch ist, dass viele Unternehmen, Politiker und anderweitig gern wichtige Menschen auf diese Aussage plädieren. Doch was geben sie ihren Kindern heute? Was bekommt man als Kind oder auch als junger Erwachsener heutzutage geboten? Damit will ich mich nicht auf die Erziehung der Eltern und deren teilweise aufopferungsvolle Hingabe bei der Versorgung ihrer Sprösslinge beziehen, sondern auf den Staat und unsere Gesellschaft. Ein Kind birgt immer einen Ämtermarathon mit sich, sofern man nicht derart an dem Leid anderer laben konnte, dass man den Ämtern den dritten Finger von links und rechts zeigen kann.
Um einen Kind eine glückliche Kindheit zu geben, braucht es schon nichtmal ein Pony oder ein teures RC-Wägelchen. Sondern eher eine gewisse Fürsorge, täglich Essen auf dem Tisch, eine annehmbare Behausung und etwas zum Anziehen. Keines davon muss teuer sein, aber ein Kind verändert sich innerhalb kürzester Zeit immens. Jedes Jahr muss mindestens neue Kleidung her, da die alte zu klein ist, bzw. ein Kind auch gerne kleine Abenteuer auf dem Schulhof oder in der Freizeit mit Freunden erlebt. Hungrig sind die kleinen auch, immerhin entwickeln sie sich rapide, was einiges an Energie fordert. Zum Thema Fürsorge ist die Zeit wichtig. Damit aber der Durchschnitt der Eltern ihren Kindern etwas bieten kann, eine Zukunft, eine Perspektive, eine Grundlage, auf die es sich bauen lässt, müssten sie immer etwas kürzer im eigenen Leben treten.
Viele Eltern beziehen Kindergeld, welches ab einem bestimmten Alter immer wieder Nachweise erfordert. Ein 18-Jähriges Kind ist nicht automatisch mit eine Ausbildung oder sogar einem Job gesegnet. Erst Recht nicht einer Arbeit, die das Kind glücklich werden lässt. Da ist das Kindergeldamt, je nach Sachbearbeiter, aber noch sehr tolerant und gönnt einem Kind, welches etwas länger für seine Zukunft braucht, schon noch Unterstützung. Ist das Kind jedoch zu lange perspektivlos, dann ist die Unterstützung weg, ohne das nach einem Grund gefragt wird. Die psychische Lage eines 18-Jährigen ist sehr auffällig. Viele sind weit von allen ihren Kindheitsträumen entfernt und es erwartet sie nur ein trister und grauer Alltag. Wie würdest Du, pardon, würden Sie sich fühlen, wenn vor Ihnen ein großes Nichts steht. Würden Sie freudig darauf zuspringen und sagen: "Ja. So hab ich mir meine Zukunft schon immer vorgestellt." Nicht wenige Jugendliche/junge Erwachsene betrifft das. Man könnte jetzt wieder sagen: "Von nichts kommt nichts." Aber welche Gültigkeit hat es, einem jungen Erwachsenen seine Kindheit vorzuhalten? Welches Recht hat ein Amt, ein Erwachsener, eine ganze Regierung, einem anderen Menschen seine Kindheit zum Vorwurf zu machen. Wer will auf seine Kindheit verzichten, wenn er nicht an morgen denken kann, weil das morgen noch nicht existiert? Für einige wenige existiert dieses morgen auch nicht. Und ein Kind ist sich seiner Zukunft von allen Altersgruppen am wenigsten wirklich bewusst. Das Kind weiß nicht, wie schlimm die vorigen Generationen die Welt zu Grunde gerichtet haben. Und dabei rede ich nicht einmal vom Klima oder der Umwelt oder der aktuellen weltpolitischen Lage, sondern von der Gesellschaft, von der Bürokratie und puren Ungerechtigkeit, in der sie leben.

Ein Kind wird eine Privatinsolvenz niemals im Kindesalter begreifen können. Es wird auch niemals die unzähligen Regelungen, die für ihn in Kraft treten, sobald er 14, 16, 18, 21, 23 oder 25 jahre alt ist, verstehen, bevor es auf ihn zukommt. Aber der Staat und die Gesellschaft verlangen, dass dies so ist. Nicht immer können Eltern ihre Kinder allein versorgen. Ein Elternteil kann sterben oder die Eltern trennen sich. Wenn diese Eltern dann noch mehr als ein Kind hervorgebracht haben, ist es aus für diese mit eine wirklichen Unterstützung durch das jeweilige Elternteil, das für die Kinder noch verbleibt. An wen kann sich ein solches Kind dann noch wenden, wenn es um Bürokratie geht? Erklären Sie ihrem 14-Jährigen Kind in ganzen seine Strafmündigkeit. Erklärem Sie ihrem 18-Jährign Kind, dass sie es nicht mehr unterstützen können, da Sie wahrscheinlich nicht über die entsprechenden finanziellen Mittel verfügen. Erklären sie ihrem 23-Jährigen Kind in vollen Zügen, wie man eine gesetzliche Krankenversicherung unterhält, wenn man weder eine Ausbildung erfolgreich vollbracht hat, noch rechtzeitig ein anschließendes Studium gefunden hat. Verbauen nicht all diese Sachen mehr und mehr den Kindern, die schon wenig oder keine Hoffnung für ihre Zukunft haben, eben diese? Was kann ein Staat, welcher mit der der Zukunft seiner Kinder wirbt, denn überhaupt noch von sich behaupten, wenn er diese Zukunft Jahr für Jahr für sie unmöglicher macht?

Sobald Sie ihrem Kind alle seine Rechten, Pflichten, Ansprüche, Abstriche, den gesellschaftlichen Verhaltenskodex und die Gesellschaftsform "Demokratie" erklärt haben, erklären Sie ihm auch noch die Sache mit der Schere, Sie wissen schon, die zwischen arm und reich, am Besten die Variante, die erklärt, warum diese größer wird.

Letztlich bleibt doch nur die Frage offen: Wer profitiert von diesem bürokratischen Wirrwarr um die Zukunft der Kinder? Genau diejenigen, die Wahljahr für Wahljahr dafür werben, es zu vereinfachen. Die Jahr für Jahr davon unabhängig sind. Die ohne Zählmaschinerie Wochen bräuchten, um ihr finanzielles Guthaben zu zählen.

Ade Deutschland,

Tono



PS: Vergessen Sie nicht zu erklären, warum die Kinder ihrer Kinder keinen sozialen Anspruch mehr auf einen Kindergartenplatz haben.

Dienstag, 31. Mai 2011

Helden

"Arm ist nicht das Land, das keine Helden hat. Arm ist das Land, das Helden braucht!"

Du bist Terrorist from alexanderlehmann on Vimeo.

Immer bekommt der Held den Mittelpunkt aller Geschehnisse. Der Held ist etwas, wonach jeder Mensch sehnt. Manche wollen selbst Helden sein, andere warten darauf, dass einer diese Rolle übernimmt. Niemand bedenkt aber, was noch benötigt wird, damit ein Held wirklich ein Held wird: Das ultimative Böse.

Ich habe vor einiger Zeit einen Anime gesehen, der sich "Code Geass" nennt. Er ist sehr eigenwillig von der Darstellung her, wie es jeder "Mecha"-Anime (Anime mit großen, menschenähnlichen Robotern, für die Zocker unter euch dürfte auch "Earth Siege" ein Begriff sein) so an sich hat. Der Protagonist übernimmt am Ende der dualgestaffelten Reihe die Rolle des ultimativen Bösen ein und wird von dem Helden getötet. Es war von ihm geplant, dass die Menschen im versklavten Japan nur dann einen Schritt aus ihrer Versklavung wagen, wenn etwas ultimativ Böses hingerichtet wird von einem Helden.


Unsere Gesellschaft hat auch ein ultimatives Böses vorgesetzt bekommen, genannt Al-Kaida oder, allgemein gefasst, "Terrorismus". Nur hat diese Sache einen ultimativen Makel: Terrorismus existiert, auch wenn man ihn nicht sieht. Terrorismus kann überall sein, sogar in deiner eigenen Wohnung, sogar du selbst.
Es gibt seit Längerem ein etwas witziges Videos zum Thema Überwachungsstaat und Terrorismus, in dem gesagt wird, dass es 82 Millionen Terroristen in Deutschland gibt. Wenn man es aber genau bedenkt, hat dieses Video nicht Unrecht, denn Terrorismus entsteht auch durch den Willen, etwas zu werden, einen Helden zu suchen oder ein Held zu sein. Man sucht keinen Helden oder man wird kein Held, weil man zu viel Freizeit hat, sondern weil man etwas spürt, weil man merkt, dass ein Land, ein Kontinent und/oder die Welt einen Helden benötigt. Mit diesem Gedanken begeht man schon einen Akt der Staatsfeindlichkeit, weil jeder Staat darauf basiert, dass er mit seinen Gegebenheiten und Gesetzen, sowie Pflichten, das perfekte System ist. Die stimmt aber in keinem Fall, weil es leider keinen perfekten Staat gibt. Es gibt keinen ultimativen staatstreuen Patriotismus und keine ultimativ neutrale Koexistenz mit dem Staat. Es gibt nur "Ja!" oder "Nein!" und jeder wird, wenn auch nur an einem kleinen Makel für "Nein!" plädieren, wenn er seinen eigenen Staat, seine eigene Gesellschaft betrachtet. Individualismus bedeutet automatisch Terrorismus, wenn auch nicht im Sinne von aktiver Gewaltanwendung, sondern allein nur im Sinne einer Demonstration oder einer Kritik an der Politik (oder am Nachbarn).
Ich bin ein Terrorist, wenn ich mich ins Bett lege und mir Gedanken über mein Leben und den, von mir entsprechend interpretierten, Ungerechtigkeiten, meiner selbst gegenüber, mache. Sobald du einen Supermarkt betrittst und dich intern über die Preise beschwerst, übst du auch Kritik an dem System. Wenn du meinst, dass du zu arm bist, übst du Kritik am System. Wenn du dich scheiden lassen willst, übst du Kritik am System. Wenn du deine Hausordnung nicht machst, übst du Kritik am System. Ein System ist dafür gedacht, dass keiner Kritik daran übt, auch wenn es dadurch verbessert wird. Ein momentanes System ist ensprechend nicht perfekt aus deiner Sichtweise, ensprechend übst du Kritik am System, solange das System nicht nachgebessert wird. Bis zu dieser Nachbesserung bist du ein Terrorist.


Jemand wird sich sicherlich über sein Dasein als Terrorist beschweren und sagen "Ich bin kein Terrorist! Ich habe keinerlei Probleme mit diesem Staat!". Sobald du dich schon allein über mich, der, wie jeder andere Mensch in diesem Staat auch, ein Teil dieses Systems ist, beschwerst, bist du ein Terrorist.

Call of Duty 4 hat mich im Singleplayer-Modus wieder gepackt und mich auf diese Gedanken gebracht. Ich bin an einigen Stellen 20-mal gestorben (Schwierigkeitsgrad "Veteran" (höchster Schwierigkeitsgrad)). Ich bin etwas angetrunken. Entsprechend verurteilt mich nicht für meine Sichtweise, denn auch du bist ein Terrorist, genau wie ich.

Samstag, 14. Mai 2011

Obama ist endlich tot!

Die Welt kann wieder aufatmen, der Terrorist und Massenmörder Barack Obama bin Laden wurde endlich getötet. Nach jahrelanger Terrorisierung der Welt und vorallem der USA, durch seine ständigen Videobotschaften und Drohungen, hat das Leid ein Ende.

Mitten in der Nacht, während alle noch schliefen, stürmten Navy Seals, eine von vielen US-Spezialeinheiten, das Haus des Terroristen und erschossen ihn sofort, um im Nachhinein festzustellen, dass er unbewaffnet war und man ihn auch verhaften und später öffentlich hätte hinrichten können. Man wollte aber ohne Verluste nach Hause zurückkehren und der Terrorist Barack Osama hätte auch durch seine ihm innewohnenden dämonischen Kräfte, die ihm ermöglichen Menschen durch Blicke in Flammen (10 dmg/s für 10min) aufgehen zu lassen und deren Seelen auf ewig in die Hölle zu verbannen, noch einige der unschuldigen US-Soldaten töten können.
Schon kurz vor dem Zugriff war erkennbar, dass Obama bin Laden mit dem Teufel persönlich im Bunde ist, immerhin brachte der seine Festung umschließende Höllenschild (+10 Str, +15 Agi, -20 Int, einmalig Passiv: lässt Hubschrauber abstürzen) einen Hubschrauber zum Absturz. Die tapferen Soldaten (LVL 55 Paladine) hielten den dort wirkenden Kräften dennoch stand und so blieben alle Beteiligten unverletzt.
Während der Leichnam des Ermordeten noch für das Poesiealbum des Präsidenten der USA, Fidel Obama bin Castro Berlusconi Mercedes, in Pose gebracht und von einem professionellen Modefotographen abfotographiert wurde, u.a. auch Aktfotos (www.aktfotosbinladen.us, 15€ je Bild), übermittelte der schaute der Präsident der USA mit seinen angehörigen Ministern und seiner Saftschubse Ehefrau dem ganzen Geschehen vor dem heimischen 50-Zoll Fernseher aus zu.
Später wurde die Leiche zerstückelt und sollte mit dem Flugzeug nach New York transportiert werden, wo die Leichenteile quer über dem Ground Zero verteilt werden sollten. Jedoch kam der Hubschrauber ins Schwanken und verlor den blauen Sack (einmalig +10 Umweltschutz) über dem Meer (insgesamt -20 Umweltschutz). Wenigstens erreichten die Fotos das Poesiealbum des Präsidenten.

Mittlerweile wird spekuliert, ob das vorgehen richtig war, immerhin wurde ein Unbewaffneter hinterrücks erschossen. Selbst nach dem Zweiten Weltkrieg hat man den Angehörigen der deutschen NS-Maschinerie noch den Prozess gemacht, obwohl diese weitaus mehr Menschenleben (+6 000 000 Flächenschaden) auf dem Kerbholz hatten. Osama kommentierte dies mit: "Vergleicht unsere heutige moderne Kriegsführung nicht mit diesen barbarischen Zeiten. Außerdem stand Hitler nur auf der Seite des Dämons Ba'al (LVL 40 Dämonenfürst). Obama bin Laden hatte sich mit Satan (LVL 666 Dämonenkaiser) höchstpersönlich eingelassen. Solch ein vorgehen kann nicht unterschätzt und unbestraft bleiben. Menschlichkeit hat in diesen dämonischen Zeiten hier nichts zu suchen."

Anderweitig wird spekuliert, ob man wirklich Barack bin Laden exekutiert hat oder nicht doch einen seiner 70 Jungfrauen Zwillingsschwestern Zwillinge getötet wurde. Ein DNA-Abgleich mit einer Probe, die noch aus den 80ern des letzten Jahrhunderts stammte, als die USA Osambama noch ausbildete, bestätigte jedoch, dass es sich wohl um den echten handeln musste. Wobei auch argumentiert wird, dass man damals schon nur die DNA-Probe von einem Doppelgänger abgenommen hatte und der Terrorist hinter den Anschlägen vom 11. September, auch bekannt als George W. Bush Obama bin Samen, immernoch heimlich seinen Machenschaften hinterhergehen kann. Wir dürfen also gespannt bleiben, wie sich das Ganze im Verlauf dieses Jahrhunderts noch entwickelt.

Diesen Beitrag vermittelte Ihnen, mit freundlicher Unterstützung von ARD, ZDF, MDR, PRO7, CNN, NBC, ABC-WAFFEN, Nestle und anderen Propagandamedien Medien,

Tono

Sonntag, 17. April 2011

Berlin, Deutschland, die Welt

Berlin ist die Hauptstadt von Deutschland. Das habe ich in der Schule gelernt. Ich weiß, dass die Einwohnerzahl bei ca. 3,5 Millionen Menschen liegt. Menschen? Nunja, wohl eher degenerierte Höhlenmenschen und damit beziehe ich mich nicht nur auf Berlin oder Deutschland oder Europa, nein, ich beziehe mich auf alle dieser Art auf der Erde und nehme mich selbst bei dieser Aufzählung auch nicht heraus. Und weil wir so degeneriert sind und aber uns damit nicht abfinden können, haben wir uns einen gleichwertigen Partner erschaffen, den Hund. Wissenschaftler fanden heraus, dass Hunde unterentwickelte Wölfe sind, sie werden sozusagen nie erwachsen, weshalb sie ihr ganzes Leben auch so verspielt sind, wie Welpen.

Berlin, die Hauptstadt der degenerierten Deutschen, warum ist gerade sie die Hauptstadt geworden? Abgesehen davon, dass es entschieden wurde, was hat diese Stadt beeindruckendes vollbracht? Ich weiß es, diese Stadt ist die Stadt des Untergangs von Staatsformen. 1945 wurde der Zweite Weltkrieg mit der Kapitulation des Faschismus in Berlin beendet. 1989 wurde die Spaltung Deutschlands mit der Kapitulation der als Sozialismus getarnten Ein-Partei-Diktatur beendet. Diese Stadt ist uns wichtig, sie ist der Zeichen der Kapitulation. Wer auch immer in Berlin seinen Sitz hat, wird irgendwann kapitulieren müssen. Und genau diese Kapitulation wird den Deutschen in den Kopf gehämmert, wenn alljährlich die Abtreibung des ungewollten Kindes der deutsch-russischen Beziehung gefeiert wird. Deutschland, ich bin so stolz auf dich, auf dich und deine nicht nur körperlich, sondern auch geistig, Degenerierten. Lange hat es gedauert, dass dieses Land zum Land des Unmuts, der Stränge, der Angespannheit und der Unterwürfigkeit gekürt wurde. Deutschland als Miss Schuldig.
Das Land der Deutschen ist nach 66 Jahren immernoch als Land des schlimmsten Diktator aller Zeiten bekannt, wobei es doch heute in jedem zweiten Land immernoch dergleichen Unmenschen gibt, die aber keine 12 Jahre zur Auslöschung von rund 6 Millionen Menschenleben brauchen, sondern eben 15 Jahre, vielleicht auch 20. Man braucht doch nur nach China blicken, wie die Menschen dort langsam gen Scharfrichter geführt werden, mindestens genauso unmenschlich. Oder was Israel in Palästina anrichtet: Völkermord sponsort by Europäische Union und USA. Und dafür soll meine Generation den Kopf hinhalten für Dinge, die vor 70 Jahren passiert sind. Niemals, ich leugne nicht, was damals passiert ist, aber ich weiß nicht, was ich damit zu tun habe. Ich kann doch nichts dafür, dass ich in eine geographische Lage hineingeboren wurde. Vielleicht finden ja Forscher noch heraus, dass vor 10.000 Jahren hier auch noch 20 Höhlenmenschen getötet wurden, weil sie aus einem anderen Gebiet kamen. Soll ich mich dafür dann auch schuldig fühlen?

Deutschland, ja, dieses Land der Primaten, die sich für gebildet und fortgeschritten halten, es ist schön in dieser Gesellschaft zu leben, die sich selbst als besser sieht, als sie schlechter und unmenschlicher nicht sein kann.


Bildquelle: http://www.brainlight.com/WebRoot/Store/Shops/15303114/MediaGallery/447F/066D/2E1B/315F/789C/C0A8/30C2/0B76/evolution2.jpg

Dienstag, 5. April 2011

Ein modernes System ...

Nein, ich werde jetzt nicht über Computertechnik oder ähnliches anfangen zu schreiben, das wäre zu einfach. Lieber befasse ich mich einmal mit den Piraten, also die, die die Piratenpartei bilden, die "Orangenen".

Es gab vor einem Monat (oder vielleicht auch schon etwas länger her) einen kleinen Vorfall, der auf Twitter das Thema #7piraten hervorbrachte. Bis heute verstehe ich nur teilweise, wobei es bei diesem Vorfall ging und was die 7 Piraten angestellt haben. Ich könnte das jetzt breit und lang erklären, aber ich bin weder ein Lexikon, noch ein Wikipedia, noch ein restliches Internet, demnach: Pech gehabt.
Anderweitig wurde bei einer kleinen Online-Gesprächsrunde am Abend auch ein anderes Thema angesprochen, was mich doch wesentlich mehr beschäftigt: Die Piratenpartei orientiert sich an den großen und versucht alle Themengebiete, die eine Partei handhaben kann, zu handabschlagen..äh..haben. Also versucht die Piratenpartei indirekt das anzustreben, weswegen ich die großen Parteien u.a. hasse: Wenige Menschen entscheiden über zu viele Themengebiete und haben Ahnung von keinem davon. Werden die Piraten dann zukünftig im Verkehrswesen ihrem anziehenden Untrieb freien Lauf lassen und eine Kapergebühr für die Schiffsautobahn einführen?
Aber jetzt ernsthaft: Ich habe die Piratenpartei bewundert, weil sie sich einem allgemeinen Themengebiet zu gewandt haben, von welchem sie wissen, was sie erwartet, der Computerbranche, vornehmlich den Medien und dem Medienschutzsystem, aber das als Vorreiter. Die Piraten waren nicht so eine große "wir versuchen alles zu können, auch wenn wir keine Ahnung haben"-Partei und aber auch keine kleine "Bierzelt"-Partei, die sich um ein Bierzelt kümmert. Mit dem System der Themengebietspartei wäre in Zukunft die Chance gewesen unser System zu erneuern. Eine Partei KANN einfach nicht ein ganzes Land handhaben, dass hat man damals mit der NSDAP, der SPD, der CDU und der SED gesehen, eine Partei ist immer zum Scheitern verurteilt. Nebenbei sehe ich schon einige böswillige Kommentare auf mich zukommen, weil ich irgendjemandes Lieblingspartei neben seinen verhassten Parteien aufgestellt habe. Welche Partei das jeweils ist, kann jeder für sich selbst entscheiden. Nun zurück zum Thema: Eine Demokratie, die von mehreren Parteien unterschiedlicher Spezialisierung geleitet wird, ist wesentlich effektiver, als eine Demokratie mit SPD, CDU oder (und vorallem) FDP, auch wenn die FDP bisher noch kein Alleinherrscher war, kann man an ihr schon von weitem abschätzen, dass wir alle, zwei Tage nach Amtsantritt Westerwelles, mit Regenbogen-Tanga und feuchtem Muskelshirt uns unserem Herrscher einzeln oder zu dritt hingeben werden müssen. Nebenbei würde ich die Drei-Mann-Variante eher wählen, sofern ich nicht durch Suizid dem ganzen Vorbeugen kann, da ich denn wenigstens versuchen kann, das andere Opfer für den SlimFast Jabba der deutschen Politik schmackhafter zu machen, um damit meiner analen Jungfräulichkeit wenigstens noch einen Geburtstag mehr erreichen lassen zu können.
Mal das System (nicht bezogen auf die Drei-Mann-Variante) würde voraussetzen, dass jede Interessenpartei eine Gegenpartei hat und ein Thema anspricht, welches größeres öffentliches Interesse hegt (, d.h. Kleingärtnerpartei hat leider verloren, weil ca. 1/5 der Deutschen mindestens auf dieses Thema ansprechen müssen (Bundesamt für Statistik ftw) und die 5% hürde bleibt dennoch bestehen). So entstehen zwar Koalitionen zwischen 5-10 Parteien, aber jede hat ihr Spezialgebiet und keine andere kann da in die Suppe spucken.
A propos: Das System könnte man mit der Schulkantine vergleichen. Dort kann man zwischen 3 verschiedenen Mittagsgerichten wählen:
1. Spaghetti mit Tomatensoße und Lachs
2. Kartoffeln mit Roulade und weißer Soße
3. Reis mit Pampe (Instant-Fleisch inklusive, irgendwo mit reingestampft)

Weil Geschmäcker verschieden sind, wird es nicht allzu selten passieren, dass jemand keines der drei Gerichte mögen wird bzw. nur partiell.
Jemand hätte gern Reis, will aber keine Pampe und hätte auch gern Lachs, aber ohne Spaghetti und Tomatensoße und Kartoffeln hängen ihm, genau wie die Rouladen, schon lange zum Hals heraus. Dann bestellt sich derjenige Reis mit Lachs und weißer Soße.
Leider gibt es ein großes Problem an dem System: Der Wähler ist zu dumm und zu faul, er ist sich seiner Macht nicht bewusst und da die tollen großen Parteien immer viel versprechen und fast nichts halten bzw. genau das Gegenteil machen, vertraut kaum noch ein Wahlberechtigter auf die Politik (ich auch nicht).

Die Piratenpartei gab mir die Hoffnung, dass es noch eine Zukunft für die deutsche Politikeinöde gibt, aber mittlerweile sieht es nichtmehr so aus. Aber vielleicht besinnt sich die Piratenpartei wieder auf ihre Wurzeln, auf den Grundgedanken, dann gibt es noch Hoffnung, die dunkle Seite der Macht (Darth Schäuble keucht) für immer zu verdrängen.

Das bringt mich schon zu einem anderen Thema: das Gute kann ohne das Böse nicht existieren. Ich denke aber, dass ich das für den nächsten Eintrag aufhebe.

Gute Nacht wünsch ich dir armes Deutschland

Tono


Bildquelle: http://www.karikatur-cartoon.de/bilder/politik.jpg

Sonntag, 27. März 2011

Von Atomen, Demonstrationen und Wahlen ...

Fukushima, ein Traum wird für die Inselgruppenbewohner wahr. Nach jahrzehntelangem Ringen in Mangas und Animes hat man es nun geschafft Japan in den Mittelpunkt globaler Ereignisse zu rücken. Es sind wohl aber keine, mit Superkräften ausgestatteten, japanischen Schüler oder Studenten, die das Land ins Wanken bringen, sondern Millionen kleiner Atome, die sich freudig in nochmehr kleine Atome spalten. Aber ich drück dir Japan die Daumen, dass du diesen Feind ohne große Verluste besiegen kannst. Immerhin will ich letztlich ja auch nicht auf meine tägliche Dosis Manga verzichten müssen.

Andere Themen: Ein Ruck geht durch den Nahen Süden und Osten. Überall wird demonstriert, revolutioniert, medialisiert und gescharfschützt. Die Regierung in Syrien und die Regierung in Lybien sind derzeit die überfordertsten der Welt. Wie kam es nur so zustande? Vor ein paar Monaten war es doch noch so ruhig und jetzt lehnt sie der Pöbel gegen die Diktatoren Präsidenten dieser achso freien Staaten auf. Der Westen ist sicherlich daran Schuld. Die USA zum Beispiel schafft es seit 6 Jahrzehnten dem Volk vorzugaukeln, dass man immernoch in einer Demokratie lebt und nicht in einer Gesellschaft, die von Rüstungsunternehmen, Pharmakonzernen und anderen Lobbyisten geleitet wird, die die Grinsebacke, die derzeit Präsident ist, jederzeit durch einen anderen ersetzen kann. Aber keinen kümmert es.
Deutschland sieht schon schöner aus. Immerhin werden wirklich die gewählt, für die man gestimmt hat oder so ähnlich zumindest. Man könnte unsere Wahlmöglichkeiten mit einem McDonalds BigMac gleichsetzen. Sieht aufm Bild schön aus, aber wenn man ihn dann vor sich hat, dann ist es ein armes leidiges Wesen, welches auch nur versucht, annähernd die vom Franchise-Unternehmen vorgegebenen Erwartungen zu erfüllen.

Nun noch etwas zu meiner längeren Abwesenheit gesagt: Ich war im Urlaub! Wohnungsurlaub, um genau zu sein. Ich habe den ganzen Tag faul herumgesessen und mir die Glühbirne auf den kellergebräunten Wanst scheinen lassen. Jetzt nach der Zeitumstellung vor 14 Stunden und 30 Minuten, kann ich mich erstrecht zu nichts mehr motivieren lassen, nichtmal zum alltäglichen Kratzen der Wampe. Deprimierend das Ganze, ich weiß, immerhin könnte man ja auch gut ohne Zeitumstellung leben. Im Übrigen bin ich zu diesem Thema komplett der Meinung der Mediziner, die Zeitumstellung ist ungesund, ich spüre das jeden Tag in meinen Knochen. Die Tatsache, dass ich sowieso keinen wirklichen Schlafrhythmus habe, lasse ich lieber außen vor, sonst werden noch Unterstellungen ausgeteilt, die vielleicht sogar mehr als nur Hirngespinnste sind.

Zurück zu den Nachrichten: Benedikt XVI. besucht die Gedenkstätte der italienischen NS-Opfer, wobei die Frage ist, die Opfer, die die Italiener selbst zustande gebracht haben oder die in den letzten paar Monaten nach Italiens Ausstieg aus der NS-Trendwelle der 30er und 40er Jahre des letzten Jahrhunderts von deutschen Ecstacysoldaten begangenen Taten. Ich denke letzteres ist wohl eher in Betracht zu ziehen, denn bei dem Besuch Benedikts fällt mir nur ein: "Ein Täter kehrt immer zum Ort seiner Tat zurück."

Ich denke, mit dieser Aussage und dem Wissen, dass ich jeden Tag auf's Neue ins Internet zurückkehre, verabschiede ich mich von euch.




Bildquelle: http://www.karikatur-cartoon.de/bilder/atomkraftwerk-fukushima-1-kernschmelze.jpg
Videoquelle: ZDF Heute-Show

Freitag, 25. Februar 2011

In gutten wie in schlechten Zeiten.

Und wieder ist es der Herr von zu über auf unter hinter vor zurück durch an in Guttenberg, der die Schlagzeile auf meinem Blog bekommt, eigentlich ziemlich unfair. Immerhin hat die Raumfähre "Discovery" 27 Jahre geackert und wird nur auf tagesschau.de erwähnt. Für 27 Jahre treue Dienste erwartet man doch schon mehr, z.B. 20 Beiträge auf tagesschau.de. Aber naja, irgendwie kann man es denen nicht verdenken, immerhin ist Guttenberg noch lange nicht im Ruhestand und außerdem ein Deutscher.

vorher
Aber was macht noch den guttenberg'schen Charme aus? Sind es seine im deutsch-türkischen Stil zurückgegelten Haare? Oder ist es sein verschmitztes und plagiates Lächeln, was die Medien so verzauber?

Ich habe mich für Sie, liebe Leser, in die Medienjungle vorgewagt und interessantes entdeckt:

Guttenberg hat garkeine Doktorarbeit eingereicht. Diesen Umweg ist er garnicht erst gegangen. Sein Papa hat ihm das Professorenschmiergeld direkt gegeben und die Professoren haben sich mit monatlichem Zusatzgehalt zufrieden gegeben. Nachdem aber die Bundeswehr so in finanzielle Bedrängnis kam, mussten die Professoren ein Druckmittel finden. Eifrig begannen sie Guttenbergs Doktorarbeit zusammen zu zimmern und mit den Best of der CDU/CSU-Verbalausfälle zu füllen, ohne die Quellen zu kennzeichnen. So entstand die omni-mediale Plagiatodysee, wie sie uns jetzt nun Tag und Nacht vor die Nase gehalten wird.
nachher

Herr Guttenberg, hätten Sie damals nicht die Hälfte des Schmiergeldes in Ihre schmierige Frisur investiert, würden Sie vielleicht jetzt nicht vor diesem Schlamassel sitzen. Aber Sie sind ja der ehemaligen Doktor und ich nur ein Laie, insofern will ich Ihnen nichts vorhalten, immerhin haben Sie es bis zum Heerführer geschafft und ich nur bis zum angehenden Studenten. Aber immer weiterkämpfen, dann zahle ich Ihnen vielleicht in ein paar Jahren auch die Rente, aber nur vielleicht.

Schöne Nacht liebe Medien- und Parteienlandschaft

Tono



Bild-Quellen:
1. http://blob.freent.de/contentblob/2373362/teaserImg476x317/karltheodor-zu-guttenberg28896814.jpg
2. http://fotos.piqs.de/c/3/e/9/1/1314262d993e0b05f64ae2291bf5b064.jpg

Mittwoch, 23. Februar 2011

Neues vom alten Neuen

Die Welt dreht sich immer weiter. Mein Blog dreht sich sicherlich auch, nur eben in der virtuellen Welt. Ich würde ehrlich gesagt kotzen, wenn ich mein Blog wäre, da es ständig nur Müll gibt und dann auch noch sinnlose Themen, wie z.B. das neue Buch von von zu hinter und auf Guttenberg "die Plagiate-Plage oder 'Wie ich mir den Doktortitel erkaufte'". Dann noch Gaddafi, der versucht Mubaraks Rekord im Stoppen von Volksaufständen versucht zu überbieten und das mit allen Mitteln. Da kann man nur sagen: Viel Glück Gaddafi, wir drücken die alle Daumen, in der Hoffnung, dass du sie uns nicht brichst.

Aber nun endlich wichtige Themen:

Ich habe nun jedem Leser die Möglichkeit gegeben, meine Posts individuell und wortlos bewerten zu können. Unter den Posts stehen jetzt zwei Auswahlmöglichkeiten.
Blogtypisch habe ich für die Dummen und Bayern unter euch eine kleine Beschreibung mit Bild verfasst, damit ihr auch ja nicht auf die falschen Knöpfe drückt:
"Mag ich!" heißt, dass ihr den Beitrag gut findet.
"Mag ich nicht!" heißt, dass ihr den Beitrag nicht so gut findet.



Desweiteren gibt es jetzt rechts im Blog die Möglichkeit, Blogeinträge nach bestimmten Themen herauszufiltern:

Das ist doch mal Technik, die begeistert. Man beachte vorallem die schönen Rundungen der Buchstaben, so elegant, so einfühlsam, so erotisch. Wer sich da nicht an die Gurke geht, ist entweder verheiratet oder doof.









Nachdem alle wichtigen Themen abgehackt sind, kommen wir nun wieder zu unwichtigen Sachen: der Amerikaner Raymond Davis, ein Mr. Smith ohne Ms. Smith. Er erschoss in Pakistan zwei Motorradfahrer aus einem Auto heraus. Warum? Vielleicht mochte er als CIA-Autofahrer, keine Motorradfahrer, sind die Geheimagenten der USA doch für ihre extremistische Einstellung gegenüber ihren Hobbies bekannt. Beispiel Bush Jr., der seine Reden zum Thema Krieg im Irak nur beim Golfspielen halten konnte. Jeder Schlag entschied die weiteren Vorgehensweisen der USA im Nahen Osten. Wenn jeder Schlag der daneben ging, bedeutete einen Tag länger Krieg. Manchmal sagte die Lage des Balls gegenüber dem Loch aus, von welcher Position aus die amerikanischen Truppen einmarschierten. Man muss nebenbei erwähnen, dass er ein sehr schlechter Golfspieler war.
Wer den Film "Black Hawk Down" gesehen hat, weiß wie die USA ihren Mann jetzt aus seiner misslichen Lage herausbekommen: Mit vielen Waffen, viel Patriotismus, einem abgestürzten Hubschrauber, einem MacGuyver Taschenmesser und ganz vielen Toten. Die USA wissen noch, wie man einen filmreifen Krieg führt.

Das war es nun zu den Sinnlosigkeiten heute Nacht.

Viel Spaß noch im WeltWeiten Winternet

Tono

Sonntag, 20. Februar 2011

Liebes Hamburg, ...

... heute ist dein großer Tag. Heute wird gewählt und Menschenmassen streben in die Wahlkabinen, um endlich von ihrer Stimme Gebrauch zu machen ... oder auch nicht. Im Inneren der Wahllokale herrscht Stille. Nach und nach füllen sich die Wahlurnen und die Experten sind gespannt, wieviele dieses Mal den Wahlzettel genormt gültig ausfüllen. Immerhin ist Wählen nicht so einfach, wie einen Hartz4-Antrag auszufüllen. Der Hartz4-Antrag entscheidet nur, ob du Geld vom Staat bekommst. Die Wahl jedoch entscheidet, .... ja, was entscheidet eine Wahl eigentlich?

Wikipedia meint dazu:
"Eine Wahl im Sinne der Politikwissenschaft ist ein Verfahren in Staaten, Gebietskörperschaften und Organisationen zur Bestellung einer repräsentativen Person oder mehrerer Personen als entscheidungs- oder herrschaftsausübendes Organ. Aus Wahlen können Abgeordnete (z. B. bei Landtags- und Bundestagswahlen), Kreis-, Stadt-, Gemeinderäte (bei Kommunalwahlen), Präsidenten und Regierungschefs, Vorstände, Aufsichtsräte, Betriebsräte u. ä. hervorgehen. Diese Amts- oder Mandatsinhaber erhalten ihre Legitimation dadurch, dass eine Personengruppe in einem vorher festgelegten Verfahren ihren Willen äußert. Die Summe der Einzelentscheidungen führt zur Gesamtentscheidung, der Wahl." 
(http://de.wikipedia.org/wiki/Wahl)


Aber, so einfach das auch klingt, einfach ist dieses Verfahren nun auch wieder nicht. Immerhin muss man Jahre vorausplanen. Muss die Vorlieben der Politiker einkalkulieren: Ist der Herr Politiker sehr arrogant und listig im Auftreten, wird er sehr wahrscheinlich die Ausgaben für Bildung kürzen. Das Problem an diesem Beispiel ist nur: Welcher Politiker tut das nicht?! Die Hamburger liegen nicht nur auf dem Grill, sondern stehen auch noch vor einem Problem. Sie können eigentlich niemanden wählen, aber selbst wenn sie nicht wählen, wird einer von den Kandidaten gewählt. Bei insgesamt 0 Stimmen wohl nach Zufallsverfahren.

Aber weiter: Die Hamburger haben nun auch einen neuen Protestbrecher bekommen. "WAWE 10000" nennt sich die geile Wasser-spuckende Stute mit ungewöhnlicher Bauform. Im Gegensatz zu den vorigen Modellen wurde versucht auf den Panzerlook zu verzichten. Scheinbar wirkte es zu anheizend für die üblichen Krawallmacher, wie z.B. Frauen und Kinder. Mit 10.000 Litern Fassungsvermögen dürfen sich Groß und Klein auf ein Badevergnügen für die ganze Familie im Sommer, wie auch im Winter auf den Straßen freuen. In 5 Stufen können die wohlbehüteten Insassen die Streukraft einstellen, wobei von Nieselregen bis Wassermaschinengewehr-der-dir-die-Haut-von-den-Knochen-reißt alles dabei ist.
Neidisch schaut bei diesem Thema die lybische Regierung zu, während sie noch auf altmodische Weise mit Scharfschützengewehren jeden Demonstranten einzeln weggegendemonstrieren müssen.

Aber zum Thema Lybien halten die Medien uns glücklicherweise immer auf dem neusten Stand. Ich wusste nicht, dass ein Drittel der Erdölversorgung Deutschlands von Lybien kommt. Stellt euch einmal vor, die Diktatur würde gestürzt, dann würden die Ölpreise für's Erste wieder steigen und welcher Autofahrer will das schon. Fragen wir doch einmal Herr von zu unter auf über hinter Guttenberg, ob er nicht noch ein paar Soldaten für Kamikazeeinsätze nach Lybien runter schicken kann, damit die Ölpreise stabil bleiben und die Zahl der zukünftigen Renteempfänger gesenkt wird. Man muss ja für die eigene Zukunft planen. Neben bei sieht es für Herr Frau Doktor Professor Diplom-Ingenieur von zu unter auf über hinter vor neben in um an @ Guttenberg ziemlich schlecht aus oder auch gut. Immerhin sind viele Deutsche laut Umfrage der öffentlich-rechtlichen dafür, dass der Mann auch ohne Doktortitel und mit kommender Anzeige wegen Betrugs, Amtserschleichung, fahrlässiger Geistesverblödung, Schwarzarbeit und Faulheit immernoch ein idealer Außenminister für Deutschland ist. Finde ich auch. Wer Deutschland außenpolitisch vertritt, brauch keinen Doktortitel, schließlich wollen wir die Hoffnungen unserer Nachbarn auf deutsche Kompetenz nicht verstärker und der Herr @ Guttenberg vertritt ohne Doktortitel und mit Gedankenraub mehr Deutsche, als mit Doktortitel und ehrlicher Arbeit.





Bildquelle: http://bos-einsatzfahrzeuge.de/data/media/126/wawe10000.jpg

Samstag, 22. Januar 2011

Anfrage, Nachfrage, Vorfrage, Abfrage

Wer fragt Wayne?

Gute Frage, nächste Frage. Aktuelle Themen folgen vielleicht schon jetzt, in ihrer Nähe, also halten sie Ausschau.

Mein aktuelles Thema ist ADS/ADHS. Zurückblickend auf meine Vergangenheit und hinblickend auf meine Gegenwart, hab ich den Verdacht, dass ich einer der glücklichen bin, die kein ADS/ADHS-freies Leben führen. Verwunderlich bestimmt, denn schließlich bin ich doch keiner von vielen, die gerne hypochondrisch jedem Verdacht mit einer selbsterstellten Diagnose hinterherlaufen, egal was ein anderer sagt. Nunja, jeder hat seine Makel, vielleicht ist dieses Wunschdenken, endlich eine Antwort auf meine Fehler in der Vergangenheit und mein Sein gefunden zu haben, geistige Befriedigung.

Wobei die Frage ist: Findet geistige Selbstbefriedigung häufiger statt als körperliche?
Diese Frage zu beantworten kann bei so manchen schon zu einem ziemlich kniffligen Unterfangen werden und ich bin schon seit Stunden am Knobeln. Immerhin muss man herausfinden, wie oft man denn diese Art der körperlich-seelischen Reinigung von Einsamkeit vollzieht und wie oft man sich geistig die Bananen von der Palme wedelt.

Um eine Wende von diesem Thema weg zu bekommen: Der Osterurlaub in Tunesien ist für's Erste gestrichen. Und zwar rot-orange, mit einem Hauch von Walnussschale im Muster. Auch wenn wohl viele in Trauer versinken, dass der Urlaub wegfällt: Der Nahe Süden hat ein demokratisiertes Land mehr. Die Somalier jubeln über diesen ersten Schritt in Richtung Afrikameister im Bereich Diktatur. Leider ist gleichzeitig für die gebürtigen Raufbolde ein Gegner im Bereich Bürgerkrieg bis der Burger fliegt hinzugekommen.
Wo wir gerade bei Burger sind: Die USA hat offiziell bestätigt, gegen die neuen Missstände in Tunesien vorzugehen, im Notfall mit einem Einlauf…äh…Einmarsch samt Blechdosen mit Waffen und Panzern. Die Soldaten freuen sich bereits darauf, von ihrem obersten Führer…äh…Präsidenten in dieses schöne Urlaubsland geschickt zu werden, um die Diktatur wieder aufzubauen. Die Somalier hoffen derzeit auf Gegenhilfe aus China, damit der tunesische Konkurrent in einem Jahrzehnte dauernden Besetzungszustand versetzt wird und damit in beiden Kategorien (Bürgerkrieg und Diktatur) ersteinmal keinen Fuß fassen kann.


Mit diesen wundervollen Neuigkeiten verabschiede ich sie nun in den wohlverdienten Feierabend.

Ich bin Tono und sie sahen eine Ausgabe der "American Action News".
Auf Widersehen (ein Glück das niemand das liest, sonst würde er meine ignorante Haltung erkennen).


Bildquelle: http://www.freemooviesonline.com/magazine/images/stories/cinema/actors/john-wayne/john_wayne.jpg

Freitag, 14. Januar 2011

Wort des Abends

Apokalypse.


http://static.rp-online.de/layout/showbilder/10704-politiker-rpo.jpg
Viele Filme haben bewiesen, die einzigen Lebewesen, die die den atomaren Winter erleben werden, sind Ratten, Kakerlaken und Menschen. Während Ratten und Kakerlaken in dieser unaustehlichen Umgebung langsam verkrüppeln durch Verseuchung wird der Mensch das machen, was er schon seit Jahrtausenden macht:

1. Jede Veränderung zur nächsten Generation als Evolution bezeichnen, drei Arme sind nützlicher als nur zwei.

2. Er wird versuchen, sich selbst auszulöschen.

Keiner dieser beiden Punkte wurde jemals wirklich in diese Apokalypse-Filme einbezogen, meistens gab es immer den einen, der die Menschheit retten wollte und immer wurde eine Mutation als Fehlentwicklung ausgelegt. Filme sind doch unrealistischer, als sie so schon scheinen.


Sowenig zum Wort des Abends.

Geruhsame Nacht.

Freitag, 17. Dezember 2010

Ein alter Mann

Ein alter Mann sagte mir vor kurzer Zeit, dass es nächstes Jahr krachen wird.

Die Briten haben es verstanden, die Griechen, die Franzosen, etc., aber wir Deutschen hängen noch da und machen ein bisschen Spiel, Spaß und Spannung via Twitter und Facebook und ab und zu auf der Straße, aber wir gehen nicht mit dem Ansporn daran, dass wir etwas bewegen können, sondern dass wir dabei sein können, ohne an die Mühe der Veränderung zu denken.
Ich habe es schon oft erwähnt: Ihr ... seid ... faul! Ihr macht nichts!

Und leider gibt es zu dieser Aussage nur zuwenige Ausnahmen. Die wenigen Ausnahmen versuchen alles, um euch anzuspornen, damit ihr versucht, die Korruption in Politik und Wirtschaft mit zu bekämpfen, damit  ihr versucht, dass nicht die Regierung euer Leben von vorn bis hinten bestimmt, sondern dass ihr die Regierung bestimmt, so wie ihr sie nach ihrem Programm gewählt habt.

Leider werden schon an dieser Stelle viele mit dem Kopf schütteln und sagen:
"Träumer."
"Kommunist."
"Das kann aber anders nicht funktionieren!"
Bei letzterem hört ihr euch nur wie Bauern aus dem 13. Jahrhundert an. Bei den davorliegenden Aussagen wie Ignoranten, Ausredenjongleure.

http://www.wall-art.de/img/aufmacherbild_wer_kaempft.jpg
Also Leute: Steht auf! Bewegt, was euch bewegt, lasst euch nicht rumschubsen! Seid hartnäckig! Fragt die Regierung alles, was sie versuchen zu verschweigen! Fragt die Presse nach Dingen, was sie versuchen hinter vergleichweise Nichtigkeiten zu verstecken.
Wenn ich mir die Tagesschaut Schlagzeilen anschaue, dann steht dort mehr über Fußball, als über aktuelle Gesetzesentwürfe und Regelungen. Wenn alle Menschen in Deutschland mit der Regierung weitesgehend zufrieden sind, dann darf das sein, niemand ist komplett zufrieden, aber derzeit haben alle, die sich für ihre Gesellschaft interessieren, Probleme mit unserer Regierung und dann auch gravierende. Ändert etwas! Macht etwas! Steht auf ihr Bürokratieverseuchten und wehrt euch, es geht um eure Unabhängigkeit! Steht auf ihr Kinder und Kindeskinder und wehrt euch, es geht um eure Zukunft! Steht auf ihr Unterdrückten, ihr Mundtoten, ihr Ausgegrenzten UND WEHRT EUCH!

Guten Morgen.

Dienstag, 14. Dezember 2010

bequeme Unwahrheiten

Die vorweihnachtliche Zeit hat uns wieder mehr Zusammenhalt, Einigkeit, Vertrauen und BILD-Zeitungsartikel geliefert. WikiLeaks ist der neue Promi in den Medien und wird seines ursprünglichen Amtes enthoben, Assange wird wegen nicht bestätigter Frauenvergewaltigung bestätigt rechtlich vergewaltigt und die Erneuerung des JMStV steht hinter dem nächsten Türchen von Weihnachtskalender.

Aber mal alles geordneter ausgedrückt: Während wir in Kaufrausch und Kindergequängel nach IPod, Ebay und OMGott versinken, passiert in der Politik mehr, als die Medien wohl zwischen wichtigen Themen, wie Fußball, Fußball und Fußball, unterbringen können. Natürlich wurde dahingehend gut reagiert: Man lässt die, nach eigenem Ermessen, unwichtigen Meldungen weg und stellt Modelposen von Herrn Guttenberg in den Vordergrund.
http://www.ufosrauchhaus.de/leseecke/wenn-unrecht-zu-recht.gif
Herr Guttenberg war so freundlich und hat die lieben, tapferen Soldaten, die fernab von Familie und Freunden in das Gras beißen auf das sie scheißen, in Afghanistan besucht. Er bedankte sich bei den Frauen und Männern für ihre Kruppstahlhärte auch zur Weihnachtszeit. Kurz darauf reiste er wieder zurück zu Familie und Freunden und wird sicherlich zu Hause vorm Kamin, mit vielen tollen Geschenken und mit Familie und Freunden eine schöne Bescherung beschert bekommen, das ist zumindest meine Hoffnung.

WikiLeaks leakte und alle waren plötzlich hellhörig. Vorallem, da kurz nach Bekanntgabe brisanter Dokumente der US-Regierung, deren Veröffentlichung nun eine Gefährdung der nationalen Sicherheit darstellt (kurz nebenbei die Frage: Warum habt ihr dann überhaupt diese Dokumente erst erstellt, wenn sie euch so gefährlich werden können?), Herr Assange mehrere Frauen vergewaltigt hatte, wahrscheinlich gleichzeitig an verschiedenen Orten. Hellhörigkeit hatte dieser Herr A., wie wir ihn weiterführend nennen werden, sich aneignen können, aufgrund dieser scheinbaren Mister Manhatten Fähigkeiten, gleichzeitig an mehreren Orten zu sein. Das passiert nicht alle Tage und vorallem nicht im Zusammenhang mit Australiern.
WikiLeaks an sich mutierte zum Kurzzeitprominenten. Die Marketingabteilung hatte leider einen kleinen Fehler gemacht, statt der chinesischen Missstände die amerikanischen zu veröffentlichen, und hatte damit mehr Groll als Lob geerntet. Wäre dieser Fehler nicht passiert, würde wir heute alle den "WikiLeaks Day" feiern.

Der Jugendmedienschutz-Staatsvertrag geht in die neue Runde. Künftig werden sie diesen Blog nur noch zwischen 0 und 4 Uhr erreichen können oder, sofern sie unter 18 Jahren sind, garnicht mehr. Ich bin derzeit am Überlegen, ob ich vielleicht den Provider wechseln sollte, sofern dieser Vertrag in Kraft tritt. Aber ich werde mich wohl dem Ganzen fügen, schließlich leben wir in einem Land der freien Meinungsäußerung und wenn jemand der Meinung ist, meine Meinung ist nicht für Kinder geeignet, dann wird dessen Meinung, aufgrund seiner gottgegebenen höheren Position in der Gesellschaft, natürlich über meine eigene gestellt. Wo und wie würden wir denn leben, wenn Frei- und Querdenker plötzlich ihre Meinung frei gegen andere Meinungen äußern könnten?! In Frankreich?

Um noch ein schönes Ende für diesen Vielseiter von Blogeintrag zubekommen noch ein kurzer Kommentar zu den brutalen, perversen und ungerechtfertigen Aufständen in Großbritannien: 'Weiter so Jungs und Mädels ... der britischen Polizei. Haut den blöden Studenten die Köppe ein, aus denen wird eh nüscht!'

Gute Nacht Deutschland.

Samstag, 13. November 2010

Ich mag es nicht, ...

... wenn mir einer dazwischen funkt.

Jetzt mal ernsthaft: Was hast du damit gekonnt? Nichts! Du bist eine totale Flachpfeife. Warum? Jetzt sieh mal aus deinem Fenster und sehe dir an, was DU angerichtet hast!
Autos karren vor sich hin, immer in Eile irgendwo hin zu kommen. Menschen lachen selten, vorallem wenn sie allein unterwegs sind. FastFood ist ein Hit. Mainstream ist eine anerkannte Moderichtung. Politiker tun und lassen, was sie wollen.
Warum bist du daran schuld? Hast du dir das mal überlegt?
Du bist einer von 82 Millionen in Deutschland. Einer unter vielen, aber du machst nichts, was in irgendeiner Weise etwas bewegt. Du redest nur mit Menschen, die du kennst oder kennen willst. Du scherst dich einen Dreck, um das Wohlsein anderer, weil für dich das "ICH" in "WIR" dir der einzige Faktor ist, der für dich Tatsache ist.

http://dernoergler.de.ohost.de/iblog.gif
Du hättest, statt nur in der Schule zu sitzen und wehement deine Lehrer zu ignorieren, auch etwas machen können. Du hättest zu den Lehrern gehen können, um ihnen an den Kopf zu werfen, was sie denn falsch machen. Derweilen hast du sie mit passiver Kritik gestraft, indem du auf der Bank gelegen hast und schliefst.
Jetzt läuft es immernoch kaum anders. Als Student strafst du deine Doktoren mit Unaufmerksamkeit, derweilen sie auch nur versuchen, ihr täglich Brot zu verdienen und das ist als Professor heutzutage auch nichtmehr so einfach. So ein Nobelpreis fliegt nicht einfach zum Fenster rein, sagt "Hallo!", bläst dir die Nudel und macht dir am nächsten Morgen Frühstück. So einfach ist die Welt nichtmehr, ganz davon abgesehen, dass DU daran Schuld bist, dass sie nichtmehr so einfach ist, wie sie früher mal war, als wir Kinder waren und ein Sandkasten mehr Inhalt hatte, als unserer Hirne fassen konnten.

Aber nach all meiner Kritik kann ich dir sagen: Es ist noch nicht zu spät! Wenn du jetzt aufstehst, zeigst, warum DU nicht Schuld sein kannst, an dem Disaster, welches das Volk denken lässt, dass der Staat abgekapselt von ihm lebt, statt, dass der Staat vom Volk gebildet wird. Steh auf und zeige, dass eine Wahlbeteiligung von weniger als 50% bedeutet, dass ein Großteil des Volkes keine Lust mehr hat, sich ständig verarschen zu lassen. Zeige, dass du DEMOKRATIE willst und keine Viel-Parteien-Diktatur. EINE PARTEI IST NIEMALS IN DER LAGE, DIE BEDÜRFNISSE EINES GANZEN VOLKES VERTRETEN ZU KÖNNEN. Zwei Parteien, die gleiche Themengebiete vertreten, erst recht nicht.
Wir brauchen den Ansatz, den die Piratenpartei vorgibt: Eine Partei befasst sich mit einem Themengebiet und wird erst regierungsfähig, wenn es durch andere Parteien ERGÄNZT wird.
Also, entscheide dich. FICK DIE KATZE VOM BAUM ODER SEI DIE KATZE!



Und jetzt: Werbung.


Freitag, 5. November 2010

Ich mag es, ...

... dass nichts in dieser Gesellschaft Bedeutung für irgendwas oder irgendjemand hat.

Das Ganze ernsthaft betrachtet, muss ich sagen, wirklich nichts was in dieser Gesellschaft gemacht wird, hat eine Bedeutung für dich oder mich, weil wir keinen Einfluss haben. Bedeutung hat erst etwas, auf das wir Einfluss haben dürfen und können. Fremdbestimmung ist leider Alltag, was man an der allgemeinen Stimmung in Deutschland sieht. Niemand interessiert sich direkt für Politik, außer er studiert es.

Wieviele von denen, die sich angeblich politisch engagieren, siehe die Alternativen, die Punks und Neo-Nazis, sind wirklich auf der Stufe, dass sie sagen können, dass sie wissen, was der Gegenpol zu ihnen wirklich macht. Politisches Engagement bedeutet, dass man auch die Schwächen kennt von der politischen Richtung, die man vertritt.
Aber heutzutage interessiert sich jeder nur für seinen Dreck und sucht maximal die Schwächen beim Gegner oder auch positive Aspekte, die man vielleicht selbst kurz vertreten könnte, hauptsache, man hat viele auf seiner Seite, man ist im Mainstream oder man MACHT den Mainstream. Jeder legt seinen gesamten persönlichen Wert in den Mainstream, in den Strom, der hauptsächlich aus Ungebildeten besteht. Interessant ist dabei zu erwähnen, dass niemand, der dem Mainstream angehört, den Mainstream gebildet hat. Der Mainstream wird von Medien vorgegeben und andere folgen, wobei die Medien nicht direkt mit einsteigen, sondern nur am nächsten Strom arbeiten.
Die Politik wird heutzutage nicht von Volksvertretern gemacht, sondern von teils Politikern und größtenteils Medien, schließlich hat der, der die Information hat, auch die Macht.

Beispiel, du lebst ein Jahr lang ohne Fernsehen, Radio oder Internet, sondern nur mit Menschen, die das alles besitzen. Wie lange wird es dauern, bis du zu diesen Menschen Kontakt knüpfst und anfängst Informationen zu erlangen. Informationen waren schon immer, sogar noch vor Gold und Geld, das begehrteste Gut auf dieser Welt. Könige konnten noch soviel Gold haben, ohne Informationen, und wenn es auch keine wahrheitsgetreuen waren, war ein König machtlos. Er musste sein Volk manipulieren, damit sie ihm gehorchen. Damals wurden die, die Lügen entlarvten, falsche Informationen richtig stellten, erhängt, verbrannt oder geköpft.
Heutzutage wird das anders geregelt, man wird öffentlich defamiert oder einfach für nichtig erklärt, indem man getürkte Beweise erstellt und das schärfer als die Realität.
Theoretisch könnte ich jetzt sagen: "Traue niemandem, außer dir selbst." Aber das ist nicht der Sinn der Sache, genau dieses Handeln hat uns zu der aktuellen Siuation geführt. Leider kann ich auch nicht sagen: "Fange an, den Menschen in deiner Umgebung zu trauen.", denn diese könnten zwar Informationen originalgetreu wiedergeben, aber sie könnten falsche Informationen bekommen haben.
Die einzige Chance wahrheitsgetreue Informationen zu erlangen ist es, selbst am Ursprung der Quelle zu sitzen. In diese Situation kommt man mindestens einmal im Leben, aber nachfolgend nichtmehr sehr häufig. Man sollte also versuchen, wie es schon einst gesagt wurde, "sich seines eigenen Verstandes bedienen". Man sollte nicht nur anfangen nachzudenken, sondern auch anfangen etwas selbst zu erleben, etwas, womit man Information erlangt, die unwiderlegbar sind, die wahrheitsgetreue Informationen sind.

Guten Nacht.

Samstag, 30. Oktober 2010

Ich mag es, ...

… Statistiken auszuwerten.



Aber vorerst eine kurze Frage:
Sag mal, was geht dir gerade durch den Kopf? Vieles? Sicherlich, zumindest ist das ja eine Standardantwort, wenn man von halbwegs Fremden so etwas gefragt wird. Zumindest für den Durchschnittsmenschen.
Aber wo wir gerade beim Thema sind, wodurch definiert sich der Durchschnittsmensch? Natürlich machen wir jetzt eine Durchschnittsdefinition: Der Durchschnittsmensch definiert sich durch sein durchschnittliches Verhalten im Alltag. Es ist gern gesehen, wenn man einen Begriff nahezu mit sich selbst definiert, immerhin kommt man dann wenigstens ein kleines bisschen näher an die Aussage die ein Wort hinterlassen will.
Nunja, aber das Ganze realistisch betrachtet, ein Durchschnittsmensch ist einer, der fernsieht, Kaufhallen-Nahrung zu sich nimmt, ab und zu Fast-Food konsumiert, zu 65% Nichtraucher ist und zu 87% Alkohol zu sich nimmt.
Aber Statistik hin oder her, der Durchschnittsmensch definiert sich durch … nichts. Ein Durchschnittsmensch existiert nicht, schließlich ist der Durchschnitt eine Erfindung der Mathematik und heutzutage wird der Durchschnitt gerne genutzt, um den Durchschnitt zu ändern.
Eine Statistik belegt, dass viele Kinder und Jugendliche rauchen. Daraufhin beginnen Eltern ihre Kinder besser zu kontrollieren, indem sie diese immerwieder überprüfen (nach gelben Fingern schauen, an den Fingern riechen). So wird die Zahl der rauchenden Kinder gesteigert, weil es doch für Kinder meist verführerisch ist, wenn man etwas verbietet, was alle anderen machen.
Ähnlich ist es mit Alkoholvergifteten unter 18 Jahren, Eltern bekommen Angst und schon steigt die Zahl wieder. Eine Autounfallstatistik kann in der Erwachsenenwelt gegenteilig genutzt werden: Nach Veröffentlichung fahren einige bedachter und langsamer, wenn die Zahlen für Autounfälle steigen, vor allem, wenn noch gesagt wird, dass sie gestiegen sind und nicht gesunken.
Der Durchschnitt definiert letztlich nicht nur die Verhältnisse in einer Gesellschaft statistisch auf das Gesamtbild gelegt, sondern der Durchschnitt dient dazu, den Durchschnitt zu ändern.

Aber weiterhin muss man betrachten, dass Durchschnitte meist nicht stimmen, man kann nicht genau sagen, wieviele Raucher es in Deutschland zum Beispiel gibt, man kann sich nur 10000 herausgreifen und dann, wie das Wort schon sagt, den Durchschnitt, die Mitte des Ganzen, errechnen. Was aber passieren kann, ist, dass sehr viele rausgenommen werden können, die Raucher sind und nur wenige Nichtraucher die Gelegenheit bekommen, sich in einer Statistik einzubringen, das Ganze kann auch andersherum geschehen. Und so entsteht ein falscher Durchschnitt, besser gesagt, ein sehr falscher Durchschnitt.

Für die unter euch, die noch nicht wissen, wie die Analytiker auf ihre Statistiken kommen: Schaut ab und zu auf den Straßen, da stehen ein paar witzige Leute herum, manche haben euch sicherlich schon einmal angesprochen. Auch wenn ich Hoffnungen zerstöre, die vollbusige, junge Blonde wollte deine Handynummer nicht, weil sie dich mag, sondern weil sie noch fragen bezüglich einer Statistik hat, besser gesagt, einer ihrer Kollegen. Diese Leute befragen dich meist vor Ort oder versuchen dich telefonisch oder per Post auszufragen/zu belästigen.
Anderweitig gibt es auch ab und zu tolle Briefe vom Bundesamt für Statistik (BfS), die nur zufällig in deinen Haushalt flattern. Dahingehend ist die Frage, inwiefern das Ganze wirklich anonym bleibt, wobei ich dem BfS mehr Anonymität zutraue, als anderen Umfragegesellschaften, die auch gut und gerne veranlassen, dass du Werbung für eine Autoreparaturwerkstatt bekommst, vielleicht brauchst du es auch mal, es gibt auch Rabatte für dich, ganz sicher.

Schön ist auch zu sehen, dass heutzutage mehr Statistiken gemacht werden, als z.B. Autos verkauft, Unternehmen eröffnet oder in Deutschland sogar als Kinder gezeugt werden. Man könnte sich jetzt herauslehnen und sagen: "Ja, das Leben ist eine Statistik, ich bin eine Zahl in einer Statistik und ja, ich bin ein Durchschnittsmensch." Ich muss dir leider sagen: Ja, du bist es.
"Ich glaube nur der Statistik, die ich selbst gefälscht habe … ." wäre ein schönes Abschlusswort gewesen. Jedoch hat sich herausgestellt, dass diese Zitat NICHT von Churchill stammt, sondern von der Propaganda des ehemaligen Dritten Reiches ihm nachgesagt wurde. (vgl. "Statistisches Monatsheft Baden-Württemberg"; Ausgabe: 11/2004; Seiten 50 bis 53)

Ich wünsche auf jeden Fall ein durchschnittliches "Guten Nacht".


Fotoquelle: http://www.wiedenroth-karikatur.de/KariAblage0806/PK080805_MigrantenGewaltStatistik.jpg

Dienstag, 12. Oktober 2010

Wer es mag ...

..., der darf es mögen.

Es gibt Sachen, über die redet man, und es gibt Sachen, über die schreibt man. Abgesehen von den Sachen, die man auch anziehen kann, über die kann man reden und schreiben. Aber Mode beiseite: Bloggen.

Ja, man glaubt es kaum, das hier ist ein Blog, obwohl dieses heimliche ".blogspot" nicht erahnen lässt. Deshalb sollte ich wohl auch erwähnen: Das hier ist ein Blog.

Aber zurück zu dem Ding der Sache. Ich werde mich hier nicht mit Mode, Geschmack oder Essen befassen, ich werde mich mit dem befassen, dass ich glaube zu kennen, aber vielleicht erst hierdurch kennenlernen werde: mich.
Warum sollte ich über mich schreiben? Natürlich weil man über sich selbst noch am Besten schreiben kann, schließlich weiß man alles über sich besser als andere, ich weiß immerhin, was ich kann und was ich nicht kann. Sicherlich werden einige zu Kommentaren, wie: "Bloggen kannst du schonmal nicht." oder "Schreiben ist wohl keines deiner Stärken." kommen, bzw. "bloggn ... lol ... du? hahahaha xD rofl .. spasti" oder "haha .. wo hastn du schreibhn gelehrnt?????ßß".

Das, was ich über mich schreiben kann, vornweg schon, meine ich: Ich nehme die Dinge und Sachen im Leben nicht ernst, weswegen mein Modegeschmack auch nicht wirklich ausgefallen ist. Farbentechnisch müssen meine Klamotten nicht zusammenpassen und stylisch ist es wirklich nicht so ganz. Aber, wie schon gesagt, ich nehme es nicht ernst, nicht mein Ding, mag ich nicht.

Nun weiter zu Aktuellerem: Was bewegt mich denn heute, also das heute von 0 bis 23 Uhr 59 und 24 Frames?
Nunja, gute Frage. Heute hat mich nichts wirklich bewegt, meine Beine und die Straßenbahn vielleicht, aber emotional, nicht wirklich. Vielleicht das eine verlorene Spiel bei "League of Legends" oder die Tatsache, das ich mit "FUCK YOU URGOT!" in eben genanntem Spiel einen Gegner dazu gebracht habe, das Spiel zu verlassen. Kein weiteres zutun meinerseits, außer der genannte Satz.
Es wäre schön, wenn andere Menschen (oder ganze Unternehmen/Agenturen) auch so reagieren würden. Ich glaube, dann hätte ich schon längst Briefe mit Inhalten, wie "FUCK YOU MERKEL!" oder "FUCK YOU AXEL SPRINGER VERLAG" oder "FUCK YOU ALTER MANN, DER MICH HEUTE BÖSE ANGESCHAUT HAT IN DER BAHN, WEIL ICH IHN BLOCKIERT HABE, DAMIT ER NICHT EINER NOCH ÄLTEREN DAME DREISTER WEISE DEN SITZPLATZ WEGNIMMT!"
Aber leider funktioniert die Realität nicht so einfach und nebenbei, der Mann hat den Sitzplatz doch bekommen, weil die Dame sich dann doch nicht hingesetzt hat, warum auch immer. Vielleicht war der Mann ihr geistig gestörter Sohn oder ihr Ehemann, der sie seit 20 Jahren betrügt und ab und zu im Suff schlägt, verprügelt. Vergewaltigen wohl eher nichtmehr, er sah nicht so aus, als könne er Hals abwärts noch viel benutzen, warum sonst sollte er der Frau den Sitzplatz wegnehmen. Ich könnte über den alten Mann und die noch ältere Dame weitersinieren, aber ich unterlasse es lieber mal, denn vielleicht werde ich in 20 Jahren nicht besser dastehen und jemand könnte mir meine Beschwerde hier so lange unter die Nase reiben, bis sich bei mir die Faust regt und nachfolgend, des Richters Hand mich ins Gefängnis verweist.

Nun gut, ich denke, für einen Blog-Eintrag habe ich heute ganze Arbeit geleistet und wenn ich nocheinmal rückblickend darüber nachdenke, dann hat mir das Schreiben hieran Spaß gemacht: Ich mag es!

Bis dahin.