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Sonntag, 29. Januar 2012

"Occupy Oakland"

... oder "Wie man nicht demonstriert."

Letzte Nacht war sehr aufregend. Wer dabei an Bienchen und Blümchen denkt ... Nah dran, aber trotzdem weit gefehlt.

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Ich habe mich die letzte Nacht mit UStream vergnügt und mir eine Aktion von Occupy Oakland angeschaut. Mittlerweile sicherlich ziemlich groß in den US-amerikanischen Nachrichten.
Demonstranten der Occupy-Oakland-Bewegung hatten sich zusammengefunden und wollten ein leerstehendes Haus in eine Community-Center umwandeln. Personal und Einrichtungsgegenstände waren genug vorhanden. Die Polizei von Oakland bekam natürlich Wind von der Sache und das Haus, welches als Ziel der Aktion angedacht war, wurde von der Polizei bereits besetzt und abgesichert.
Nach einer kleinen Jagd durch die Straßen von Oakland fanden sich von den anfänglich knapp 1000 Teilnehmern ungefähr 500 noch einmal zusammen, um ein anderes leerstehenden Gebäude zu besetzen. Die Polizei hatte zu diesem Zeitpunkt weitere Einsatzkräfte gesammelt. Kaum hatten sich die Demonstranten von ihrem Sammelpunkt fortbewegt, warteten bereits mehrere Einsatzkräfte auf die verbleibenden 500. Es kam zu einer erneuten Hatz durch die Straßen von Oakland bis schließlich die Demonstranten bei dem YMCA-Gebäude in der Stadt sammelten und von der Polizei umstellt wurden.
Nachdem einige Demonstranten in das Gebäude eingedrungen waren, hatte die Polizei einen guten Grund, die verbleibenden Demonstranten festzunehmen. Im Polizeibericht wird von ca. 200 Festnahmen geredet. Unter den Festgenommenen befanden sich auch einige Reporter, die die Aktion nur als Beistehende verfolgt haben.

Soweit zu der Zusammenfassung der mehrstündigen Aktion.

Ich selbst muss sagen, dass ich es ziemlich kindisch fand, was da passiert ist. Beide Seiten haben sich aufgeführt wie kleine Kinder, die sich um den letzten Schokoosterhasen streiten.
Dazu kann ich einige Beispiele nennen, die meines Erachtens Kinderkacke waren:

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1. Die Demonstranten bewarfen die Polizei mit Trinkflaschen und anderen Gegenständen. Statt einer versuchten friedlichen Deeskalierung der Situation, antwortete die Polizei mit Rauchbomben, Tränengas, Blendgranaten und Gummigeschossen. Daraufhin warfen Demonstranten dann natürlich auch Steine. Zu einem Handgemenge kam es aber nicht.

2. Ich habe zwei Streams verfolgt, um möglichst mehrere Sichtweisen zu sehen.
Der erste Stream war weitesgehend objektiv oder zumindest situationsgerecht kommentiert.
Der andere Stream lässt sich mit den Worten "Warzone", "Donate to me", "Oh my god, he is pointing a gun at me" (hierbei war von Anfang an klar, dass es sich nur um Gummigeschosse handelt). Nachdem ihr das iPhone live gestohlen wurde, war eine zeitlang Ruhe. Nach ca. 20 Minuten war sie wieder online und das Hauptthema wandelte sich in "Oh my god, someone stole my phone" um, zumindest für die nächsten 30 Minuten.
Es ist schon ziemlich übertrieben, wenn man bei den ersten zwei Rauchbomben schon von einer kriegsähnlichen Situation redet, wie hätte ich wohl dann meinen Chemieunterricht in der Schule bezeichnen müssen? "Oh mein Gott, hier bricht ein Weltkrieg aus!"

3. Wer mit dem "black bloc" (die amerikanische Variante des Schwarzen Blocks) sympathisiert, braucht sich nicht wundern, wenn man für deren Fehlverhalten die Rechnung mitbezahlen muss. Die gesamte Aktion hätte weitesgehend friedlich verlaufen können, aber wer von Anfang an, wie ein 3-jähriges Kind, mit Sachen um sich werfen muss, braucht sich nicht wundern, wenn es entsprechend zurückschallt.

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4. Die USA sind nicht der Mittelpunkt der Welt. Nur weil ihr versucht ein Haus zu besetzen, wird keine weltweite Revolution ausbrechen.
Viele der Sprecher und auch der Kommentartoren haben diese Aktion als "weltbewegendes Ereignis" bezeichnet und auch als Beginn einer "weltweiten Revolution". Die USA sind ein Teil der Welt, das gestehe ich ihnen noch ein, aber der Mittelpunkt sind sie noch lange nicht. Derartige Demonstrationen und Aktionen gab und gibt es in Deutschland wohl jährlich. Vom Eskalationsgrad bis hin zum Schwarzen Block genau das gleiche, nur ebend auf Deutsch (obwohl die deutschen Polizisten meist nicht bewaffnet sind).
Die Demonstrationen in Ägypten waren weltbewegend, dort sind die Menschen auf die Straße gegangen, obwohl mit scharfer Munition auf sie geschossen wurde. Diese Menschen wären sicherlich nicht wie vom Schlachter gejagte Schweine durch die Straßen gerannt, nur weil vor ihnen 50 Polizisten mit Rauchgranaten und kleinen Gimmicks standen. (Anfänglich war das Polizeiaufgebot wirklich sehr gering und viele Demonstranten hatten Gasmasken und auch Schutzkleidung.)


Mir ist aber auch aufgefallen, dass manche deutsche Demonstrationen, unabhängig vom Anlass, ähnlich ablaufen. Eigentlich eine deprimierende Erkenntnis.
Aber mir sind ein paar Verbesserungsvorschläge eingefallen, wie man in westlichen Ländern Demonstrieren sollte, damit man erstens ein Zeichen setzt und zweitens eine Eskalation vermeidet.

1. Leute die auf Krawall aus sind, gleich an die Polizei ausliefern. Deren Blutdurst ist kontraproduktiv bei jeder Aktion (Hallo liebe Leute von Schwarzen Block).

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2. Wenn man 1 zu 10 der Polizei überlegen ist, nicht einfach wegrennen und herumschreien, davon bekommen manche von denen vielleicht einen Ständer, mehr aber auch nicht. Immerhin fühlen sich diese Leute in ihrer eingebildete Macht über diese Situation unberechtigterweise bestätigt.

3. Einfach mal stehenbleiben und nichts tun. Sobald man stehenbleibt, ist man ein Widerstand. Man wird zu einem Stein im Fluss. Auch wenn ein Stein den Fluss nicht stören wird, hundert Steine machen sich schon bemerkbar. Vor allem hat so etwas auch einen symbolischen Charakter. Wenn man festgenommen wird, nur weil man nichts gemacht hat, dann zeigt man den Menschen doch am ehesten, das etwas mit unserer Gesellschaft nicht stimmt.

4. Wenn man einen Stream während einer solchen Aktion laufen hat, dann bitte nicht jedes kleine anale Lüftchen benennen und auf jedenfall nicht spekulieren. Einfach nur das nötigste und vor allem wichtigste nennen. Die Zuschauer, die nicht anwesend sein können, danken es euch.
Lasst diese Spendenaufrufe im Minutentakt sein. Selbstkommerzialisierung könnt ihr am Bahnhofsstrich betreiben.
Und unterlasst es, ständig euren Nicknamen zu nennen, die interessieren sowieso niemanden. Ansonsten stehen die Nicknamen über dem Stream. Und damit ihr mal wisst, wie nervig das ist:


Immer schön passiv-demonstrativ bleiben,

Tono


EDIT: Die Zahl der Festnahmen beläuft sich mittlerweile auf mehr als 400 (http://www.reuters.com/article/2012/01/29/us-oakland-protests-idUSTRE80S00520120129).


Bildquellen:
1. http://www.enduringamerica.com/storage/blog-post-images/USA%2028-01-12%20OCCUPY%20OAKLAND.jpg
2. http://external.ak.fbcdn.net/safe_image.php?d=AQD-55s0kDitUiev&url=http%3A%2F%2Fi4.ytimg.com%2Fvi%2FsFaviIoy4rg%2Fhqdefault.jpg
3. http://www.cfnews13.com/images/apimages/APTOPIX_Occupy_Oakland.sff-8c40ba09-5185-4ea8-8c51-4420d4764b8e.jpg
 4. http://beta.images.theglobeandmail.com/archive/01367/WEB-OccOak_jpg_1367910cl-8.jpg

Videoquelle:
http://www.youtube.com/watch?v=ws58s9wzYsA



Freitag, 27. Januar 2012

Spiel mit dem Tod - heute wie damals

Es ist wieder lange Zeit nichts auf meinem Blog passiert, aber ich hatte einiges zu tun in den letzten ein bis zwei Monaten.
Mein PC ist für die nächsten 2 bis 3 Tage damit beschäftigt, eine Animation herauszurendern, was mir etwas Zeit zum durchatmen gibt.

Neben des aktuellen Zeitdrucks war ich aber auch nicht so richtig in der Stimmung, einen neuen Blogeintrag zu verfassen. Es gab kein Thema, über welches es sich zu bloggen gelohnt hätte. Aber doch sind mittlerweile genug verschiedene Themen zusammengekommen, die wenigstens einen Blogeintrag ergeben könnten.

Beim Surfen durch die unendlichen Weiten des World Wide Web sind mir mehrere interessante Themen, Videos, Berichte, Bilder und unzählige andere Dinge aufgefallen. Eines dieser Themen ist eine schöne Kurzdoku, welche sich "Das Spiel mit dem Tod" nennt. Bevor ich aber das Ganze weiter ausführe, solltet ihr jedoch selbst erst einmal das kleine Filmchen betrachten und erst danach weiterlesen, immerhin werde ich sehr viel spoilern, wobei diese Doku davon lebt, den Zuschauer zu überraschen und gleichzeitig auch ein wenig zu erschrecken.




Ich hoffe, ihr habt jetzt auch wirklich die Doku bis zum Schluss angeschaut. Ab hier gibt es kein zurück mehr, wer weiterliest, ohne sich die Doku angeschaut zu haben, der wird sich am Ende wirklich sehr ärgern.

Der Grundaspekt dieser Doku ist das Spiel der Medien mit dem Zuschauer, deren Darstellung immer nur eine veränderte bzw. stark eingegrenzte Realität widerspiegelt. Hierbei lässt sich jedoch darüber streiten, ob ein Bild die Realität, eine eingrenzte und/oder veränderte Realität oder überhaupt keine Realität zeigt. Ich selbst schließe mich eher der Mitte an und traue einem Bild einen Aspekt der Realität zu, auch wenn dieser ein veränderter ist bzw. nur eine bestimmte Perspektive auf eine Realität. Immerhin sind die Schauspieler in einem Kinofilm real existent, auch wenn sie einen anderen Charakter annehmen.
Das Hauptziel dieser Dokumentation ist es doch, den Zuschauer auf den Fakt hinzuweisen, dass jede Erzählung ein Fünkchen Wahrheit in sich trägt, aber dennoch erzählt wird. Der Erzähler verändert die Realität in vielen Aspekten. Ein Geschehnis kann nicht der Realität vollkommen entsprechend dargestellt werden, da bestimmte Details ausgelassen werden, die für den Erzähler unwichtig erscheinen. Die eingeschränkte Wahrnehmung, die durch den Erzähler vermittelt wird, ist letztlich aber auch das, was wir immer wahrnehmen. Niemand sieht die Realität wirklich, da man nicht alles, was passiert wahrnehmen kann.
Jedes der Auge hat im Normalfall einen Blickwinkel von ca. 150°, wobei die restlichen 210° uns erst ersichtlich werden, wenn wir hinsehen, wodurch wir jedoch das vorherige Blickfeld verlieren. Wir nehmen nur 41,6% der um uns herum existierenden Realität wahr. Aber selbst das stimmt nicht ganz, da wir nur einen Bereich von 1,5° wirklich scharf sehen und der Rest aus dem Augenwinkel heraus wahrgenommen wird (http://de.wikipedia.org/wiki/Blickwinkel#Auge). Der Blickwinkel beider Augen zusammen beträgt auch ungefähr 150°, denn jeder Mensch schielt etwas, da sich beide Augen auf einen Punkt fixieren.

Aber weitere Gedanken zu diesem Thema kann jeder für sich selbst machen. Dafür gibt es immerhin eine Kommentarfunktion ;)




Ein weiteres Thema, welches ich ansprechen möchte, ist der heutige Tag. In den Nachrichten wird es, wie jedes Jahr, ziemlich breitgetreten und ich werde sicherlich ein paar Buh-Rufe kassieren, wenn ich mich gleich zu dem Thema mit meiner Meinung äußere:

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Heute ist der Holocaust-Gedenktag. Wer sich jetzt erhofft, dass ich meine Schuldbekenntnis zu diesem Ereignis ablege, der wird enttäuscht werden. Wer auf eine Leugnung der Geschehnisse in Deutschland während des Zweiten Weltkrieges hofft, der wird auch enttäuscht werden. Ich finde es nicht schlimm, dass es einen solchen Gedenktag gibt, ganz im Gegenteil, man muss sich der Geschichte bewusst sein und die Betroffenen sollten bei einem derartigen Einschnitt in ihre Leben nicht vergessen werden. Aber ich finde es wie immer grauenhaft, dass meine frischgebackene Generation sich mit den Taten einer schon kaum noch existenten Generation identifizieren muss. Mir wird die Schuld von Menschen in die Schuhe geschoben, welche zu Beginn meiner Lebenszeit dem Ende ihres entgegengesehen haben. Ich war damals nicht einmal in Gedanken vorhanden und noch nicht einmal meine Eltern waren da in den Hoden ihrer Väter mit einem Blueprint für eine neue Modellreihe eingeplant.
Ich würde die Schuld für ein solches Verbrechen auf mich nehmen, wenn es meine Generation betreffen würde. Immerhin würde ich dann zu dieser Generation gehören und ich hätte einen Einfluss auf die Geschehnisse um mich herum. Das ist beim Holocaust nicht der Fall.

Ich werde auch niemals Sympathien für Israel aufgrund dieses geschichtlichen Ereignisses heucheln, da ich selbst empört über die Vorgehensweise Israels gegenüber den Palästinensern bin. Immerhin werden dort massive Kriegsverbrechen begangen, scheinbar mit den US-Kriegsspielen im Nahen Osten als Vorbild. Mir ist klar, dass die palästinensischen Soldaten auch nicht die Unschuld in Person sind. Aber ein "Volk der Opfer" (http://www.tagesschau.de/ausland/israel1206.html) sollte es doch besser wissen und mit diesem angehenden Völkermord garnicht erst anfangen.
Aber in Israel gibt es scheinbar auch einige gewaltbereite und intolerante Kräfte, die den Aktionen deutscher Neonazis beinahe nacheifern. Wenn auch letztlich noch keine extremistische Terrorzelle existiert und das Ziel der orthodoxen Juden wohl eher nicht Ausländer und Andersdenkende sind, sondern eher andersdenkende Frauen zu sein scheinen. (http://www.tagesschau.de/ausland/ultraorthodoxe102.html)
Wer jetzt argumentiert, dass es nicht alle Israelis betrifft, sondern nur eine paar orthodoxe Juden, der sollte in Betracht ziehen, dass in Deutschland die Neonazis auch nur ein sehr kleiner Teil der deutschen Bevölkerung ist.
Wie kann man an einem Tag, der auf eines der schlimmsten Verbrechen an der Menschheit aufmerksam machen soll, eine beinahe brüderliche Beziehung zu einem Land, das selbst auf Menschenleben zu kotzen scheint, als heroisches Vorbild für den Sieg der Menschlichkeit nehmen?

2
Es gibt genug andere Länder die ähnliche, wenn auch nicht opferstatistisch-entsprechende, aber nicht minder verabscheuungswürdig Verbrechen begangen haben, siehe die Türkei, die USA und China. Aber auch globalagierende Unternehmen, welchen Menschenleben weniger am Herz liegt, als der Gewinnzuwachs in einem Quartal, begehen täglich Menschenrechtsverletzungen. Deren Verbrechen sind aber teilweise noch kein halbes Jahrhundert her und viele der Täter sind bis heute ungestraft. In Deutschland werden die Geschehnisse des Zweiten Weltkrieges heutzutage von der Mehrheit nicht einmal ansatzweise geleugnet. In der Türkei hat man es nach einem Jahrhundert noch nicht einmal annähernd so weit geschafft. Der Genozid an den Armeniern war nicht im Geringsten minderen Ausmaßes als der Holocaust.
3
Ich könnte auch noch weiter ausholen und die Verbrechen der USA in asiatischen Ländern der letzten Jahrzehnte aufzählen, aber damit würde dieser Blogeintrag zu einem eigenen Blog mutieren, welche sicherlich schon in Massen vorhanden sind.





Es gibt noch ein paar mehr Themen, die ich gern Ansprechen würde, das würde jedoch den bereits gesprengten Rahmen noch eine nukleare Wintermütze aufsetzen.




Bildquellen:
 - 1: http://www.tagesschau.de/multimedia/bilder/peres128_v-grossgalerie16x9.jpg
 - 2: www.genocide-museum.am/eng/german_archive.php
 - 3: http://www.elciudadano.cl/wp-content/uploads/2012/01/guantanamo.jpg

Videoquelle:
http://www.youtube.com/watch?v=hHO6a1kMe1Q



Montag, 2. Januar 2012

Neues Jahr

Happy New Weltuntergang.
 
Und zum Ereignis dazu gibt es ein Gratis-Eis!!!
Auch dieses Mal wieder wurde das Jahr mit einem weltkriegsähnlichem Fest begrüßt. Wer in meiner Wohngegend durch die Straßen gewandert ist, hat ein Stück Ägypten erfahren können: Bombenstimmung, parolenschreiende oder nur schreiende Menschen, Angst um die eigene Gesundheit und ganz viele Männer und Frauen mit beeindruckender Bewaffnung. Sicherlich erging es anderen Teilen der Welt nicht anders, abgesehen von den Neuseeländern, deren Feierlichkeiten einfachheitshalber ins Wasser gefallen sind, vielleicht sogar zu ihrer eigenen Rettung. Glücklicherweise konnte ich mein Stadtgebiet verlassen, was aber nicht verhindert hat, dass ich mich mit teilweise geduckter Haltung und Gebete flüsternd zu meinen Zielorten begeben habe. Immerhin wurde scharf geschossen. Das war kein Call of Duty Sandkastenscharmützel, das war ein Krieg biblischen Ausmaßes, wie bereits mehrfach angedeutet.
Zu den Feierlichkeiten kann ich sagen, dass sie sehr interessant waren und vor allem unterhaltend. Wie in Herr der Ringe zogen wir Gefährdeten und Gefährdenden durch Leipzig, auf der Suche nach unseren eigenen kleinen Schätzen, die meist aus Party, Alkohol und anderen Drogen bestanden. Ich würde es auch bei der Kurzfassung des Abends belassen, da es vielleicht dahingehend ausarten könnte, dass mir peinliche Situationen wieder bewusst werden.
Letztlich habe ich es heute früh halb 11 doch noch geschafft, mich in mein Bett zu kuscheln und wenigstens etwas zu schlafen. Geweckt wurde ich von nahöstlicher Musik meiner Mitbewohnerin, welche sich gern am Gesang beteiligt, was nachfolgend zu Albträumen und Psychosen führen kann, aber in jedem Fall zur Vernichtung jeglicher Möglichkeit den Weg in das Traumland wiederzufinden. Dagegen wirkt das "American McGees Alice" Wunderland wie ein Kinderbuch.

Aber schlimmer als diese Art geweckt zu werden, ist das, was vielen wohl sehr vertraut ist: Trockener Mund und schlechter Geschmack. Leichte Übelkeit. Geschwollene Augen. Der Wunsch, das Bett nie wieder verlassen zu müssen, gepaart mit dem Drang auf Toilette gehen zu müssen. So kann das neue Jahr doch nur besser werden, zumindest für die, die den Jahreswechsel überlebt haben. Gestern fuhren nicht nur die grün-weißen bzw. blau-weißen bzw. blau-silbernen Wägelchen durch die Straßen, sondern auch gerne mal die gelb-roten. Aber das Leben beginnt mit einem Knall und endet meist auch so, vor allem in den USA und Mexico, mindestens aber in großen Teilen von Afrika und vom Nahen Osten. Obwohl das Leben vielleicht auch mit der Geburt einer Pistolenkugel endet. Der Tod bringt immer neues Leben mit sich, auch wenn ich eine Pistolenkugel nicht als lebendig bezeichnen würde, aber man kann den Begriff leben ja auch gern einmal etwas weiter fassen.
Das kommt dieses Jahr sicherlich auch dann langsam auf uns Menschen zu: Was bedeutet Leben? Ab wann kann man etwas als lebendig bezeichnen? Unsere technisierte Gesellschaft erschafft immer neuere Innovationen, die schlussendlich doch nur dahin münden werden, dass wir in unserem Zerstörungswahn etwas erschaffen, dass man dann wirklich als unsere bessere Hälfte bezeichnen kann und damit meine ich nicht unsere weiblichen Artgenossen, sondern KI, künstliche Intelligenz. Wobei dieses dann sicherlich eher das Prädikat "intelligent" verdient hat, als wir, die wir es uns gern selbst verleihen.

Zurück zu wichtigeren Themen: Jeder weiß, was 2012 für die Welt bedeutet. Genau, es bedeutet ihren Untergang. Vielleicht geben die großen Männer in ihren Bunkern noch vor dem Ende eine schöne Ansprache, bevor sie sich, dem nahenden Ende entgegenblickend, selbst eine Kugel in den Kopf jagen. Und vielleicht wiederholt sich die Geschichte dieses eine Mal wenigstens nicht ganz und nach deren Tod geht die Welt doch nicht unter, weil sie keine Lust hat. Ich persönlich hätte auch keine Lust, mir den eigenen Untergang zu geben, nur weil ein paar Bakterien auf meiner Hautoberfläche meinen, dass dann und wann alles zu Ende gehen würde.

Mit diesen aufmunternden Worten begrüße ich euch Internetgefährten im neuen Jahr, auf dass wir es überleben mögen.

Dienstag, 13. Dezember 2011

Geld

Es mangelt uns in unserem Leben nie an Freude.

Es mangelt uns im Leben immer an Geld.

In welchem Zusammenhang diese beiden Aussagen stehen, ist bis heute ungeklärt.

Dennoch verlassen wir uns immer auf diese kleinen Münzen und Scheine, die scheinbar soviel Großes in sich verbergen. In ihnen befinden sich Häuser, Fahrzeuge, manchmal sogar eine ganze Familie. Aber warum machen wir uns von diesem, nicht zum Verzerr geeigneten, Geld so abhängig?

Geld regiert die Welt?
Ich habe, passend dazu, einen interessanten Film gesehen, welcher sich "Der Gott des Gemetzels" nennt. In ihm wurde der Grund scheinbar gut dargelegt: Wir sind alle arrogante Arschlöcher, ohne Ausnahme. Wenn wir nach Gerechtigkeit für andere schreien, erwarten wir die gleiche Gerechtigkeit für uns selbst. Wenn wir uns schützend über ein Kind beugen, erwarten wir, dass wir überleben oder wenigstens in Ehren gehalten werden.
Aber Moment, warum sollten wir uns als Schutzschild aufopfern? Beherberbt das nicht auch eine Spur eines Sozialgefühls, eine Spur von Aufopferung für einen anderen. Wahrscheinlich würden wir uns nicht schützend vor einen anderen, vielleicht sogar vor einen Fremden, stellen, wenn nicht zwei Faktoren, gemeinsam oder für sich, mit in dieses Szenario einfließen würden:

1. Die Religion

Die Religion nimmt uns die Angst vor dem Tod. Sie wird schon seit Jahrhunderten oder auch Jahrtausenden mit dafür verwendet, den Menschen Aufopferung abzuverlangen. Niemand würde in einen Krieg ziehen, von dem er weiß, dass er nicht zurückkommen wird, wenn er nicht im Hinterkopf die kleine Stimme hätte, die sagt: "Nach dem Leben geht es noch weiter. Du wirst niemals aufhören zu existieren. Es gibt kein unendliches Nichts. Du hast eine Seele und diese ist unsterblich." Die Kreuzzüge wären sonst nicht möglich gewesen, auch wenn die Religion an sich schon der Grund war. Warum sonst würden Menschen dem selbstmörderischen Wunsch einiger weniger anderer folgen? Also, eine Antwort hätte ich darauf schon: Geld.

2. Der Urinstinkt


Nein, ich meine damit nicht, dass Urin stinkt, sondern es geht um unsere Instinkte, die seit Urzeiten unser Handeln entscheidend beeinflussen. Ein Grund, dass wir unsere Kinder schützen ist, dass wir versuchen unsere Nachfahren zu erhalten, damit unsere Gene auch in Zukunft noch mit (hoffentlich) zwei Armen, zwei Beinen und einem Kopf über die Erde wandeln können. Eigentlich müsste man diese Ausführung nicht einmal erzählen, da wir das selbst doch am Besten wissen, immerhin haben wir alle die Instinkte in uns. Aber auch hier gibt es wieder Ausnahmen. Menschen, die für die Arbeit leben, die keinen Traum von der genetischen Übermittlung hegen. Diese Menschen sind kindlos glücklich. Wieso es solche Menschen gibt? Also, eine Antwort hätte ich darauf schon: Geld.


Ist Geld wirklich unser Allheilmittel gegen Unlust und Traurigkeit? Würde man eine Umfrage starten, würden viele sicherlich sagen: Nein. Ich könnte auch ohne Geld glücklich leben. Nimmt man diesen Menschen dann das Geld, erleiden sich plötzlich die genannten Symptome. Aber der Ursprung für Unlust und Traurigkeit ist doch das Geld an sich. Es ist wie eine Droge. Einmal zugeführt, macht es sofort abhängig. Immerhin ist es wie ein Spielzeug für Groß und Klein. Ein kleines Rätsel, welches es zu lösen gilt, jeden Tag auf's Neue. Solange man Geld hat, hat man auch noch Träume und Wünsche. Würde man das Geld entgültig abschaffen, die Menschheit wäre Jahrzehnte von einer einzigen, großen Depression geplagt. Jeder der Geld schon einmal besaß, wird es wieder haben wollen. Man vertraut dem Geld auch mehr als seinen Mitmenschen. Manche vertrauen Geld mehr, als der eigenen Familie, denn Geld hat keine Gefühle und kennt keinen Verrat. Wenn Geld verschwindet, dann ist ein Mensch daran Schuld. Das Geld ist nur ein Unschuldslamm, welches "böse Kommunisten" in einen Wolfspelz zwängen wollen.
Aber zurück zum Thema: Geld war nie unsere Zukunft und wird es auch nie sein. Wo Geld fließt, fließt auch Blut (, bei unseren weiblichen Artgenossen jeden Monat. Oder können sich Frauen Tampons und Binden neuerdings per Rezept verschreiben lassen?).
Wie bereits erwähnt, haben wir nie wirklich gelernt, unseren Mitmenschen zu vertrauen. Man könnte natürlich an dieser Stelle sagen: Sie geben uns doch täglich einen Grund dies nicht zu tun. Stimmt. Aber sind wir selbst soviel besser? Und warum können wir überhaupt den Menschen nicht vertrauen? Liegt es an der Religion? An den Instinkten? Also, eine Antwort hätte ich darauf schon: Geld.

Noch eine Frage zum Schluss:
Sind wir denn wirklich alle nur arrogante Arschlöcher?




Bildquelle: http://ps3.pspfreak.de/wp-content/uploads/2009/06/geld.jpg

Montag, 12. Dezember 2011

Böses Erwachen

Wenn man Angst vorm Einschlafen hat, dann liegt es nicht daran, dass man sich davor fürchtet, nicht wieder aufzuwachen, sondern dass man aufwacht.

Oder eher doch nicht.
Wie in einem Rollenspiel, in dem man ein Kapitel in der Geschichte beendet, aber nicht weiß, ob man alles erreicht hat. Vielleicht hat man ja noch etwas vergessen, ein Quest nicht erreicht oder man braucht mehr Items. Irgendwas fehlt. Manchmal weiß man nicht, was man vergessen, hat, häufig weiß man es, kann es aber nicht beenden, weil man den Anfang verpasst hat. Man steht mittendrin. Mittendrin in einem dicken Haufen Scheiße, irgendwo zwischen Mittag und Abendbrot. Aber ein Frühstück kann man wenigstens noch nachholen. Einen verpassten Anfang jedoch nicht. Ist der Anfang weg, dann muss man erst ein neues Spiel starten, um diese Aufgabe zu lösen. Aber es ist nunmal kein Spiel. Es ist die Realität und die hat schon seit längerem einige Patches nötig.

Sonntag, 4. Dezember 2011

Der Boden der Realität

Wir alle schweben über dem Boden der Realität.


Je länger man ihn von oben herab betrachtet, umso schneller bewegt man sich auf ihn zu.
Je länger man ihn keines Blickes würdigt, umso weiter entfernt man sich von ihm.

Wir alle schweben über dem Boden der Realität, die scheinbare Freiheit um uns herum genießend.

Je schneller man sich auf ihn zu bewegt, umso härter ist der Aufprall.
Je weiter man sich von ihm entfernt, umso schwerer findet man ihn wieder.

Wir alle schweben über dem Boden der Realität, die scheinbare Freiheit um uns herum genießend, unentschlossen, wohin wir uns wenden sollen.

Ihn nicht aus den Augen zu lassen, lässt uns die Freiheit vergessen.
Ihn niemals zu betrachten, lässt uns die Grenzen vergessen.

Wir alle schweben über dem Boden der Realität, die scheinbare Freiheit um uns herum genießend, unentschlossen, wohin wir uns wenden sollen, und dennoch sind wir nur Vögel in unseren eigenen Käfigen.




Bildquelle: http://www.lebedeinekunst.de/cache/work-0000000508-717F-220x220lfw.jpg

Freitag, 11. November 2011

Die Zukunft gehört unseren Kindern

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Wie schön es doch ist, dass viele Unternehmen, Politiker und anderweitig gern wichtige Menschen auf diese Aussage plädieren. Doch was geben sie ihren Kindern heute? Was bekommt man als Kind oder auch als junger Erwachsener heutzutage geboten? Damit will ich mich nicht auf die Erziehung der Eltern und deren teilweise aufopferungsvolle Hingabe bei der Versorgung ihrer Sprösslinge beziehen, sondern auf den Staat und unsere Gesellschaft. Ein Kind birgt immer einen Ämtermarathon mit sich, sofern man nicht derart an dem Leid anderer laben konnte, dass man den Ämtern den dritten Finger von links und rechts zeigen kann.
Um einen Kind eine glückliche Kindheit zu geben, braucht es schon nichtmal ein Pony oder ein teures RC-Wägelchen. Sondern eher eine gewisse Fürsorge, täglich Essen auf dem Tisch, eine annehmbare Behausung und etwas zum Anziehen. Keines davon muss teuer sein, aber ein Kind verändert sich innerhalb kürzester Zeit immens. Jedes Jahr muss mindestens neue Kleidung her, da die alte zu klein ist, bzw. ein Kind auch gerne kleine Abenteuer auf dem Schulhof oder in der Freizeit mit Freunden erlebt. Hungrig sind die kleinen auch, immerhin entwickeln sie sich rapide, was einiges an Energie fordert. Zum Thema Fürsorge ist die Zeit wichtig. Damit aber der Durchschnitt der Eltern ihren Kindern etwas bieten kann, eine Zukunft, eine Perspektive, eine Grundlage, auf die es sich bauen lässt, müssten sie immer etwas kürzer im eigenen Leben treten.
Viele Eltern beziehen Kindergeld, welches ab einem bestimmten Alter immer wieder Nachweise erfordert. Ein 18-Jähriges Kind ist nicht automatisch mit eine Ausbildung oder sogar einem Job gesegnet. Erst Recht nicht einer Arbeit, die das Kind glücklich werden lässt. Da ist das Kindergeldamt, je nach Sachbearbeiter, aber noch sehr tolerant und gönnt einem Kind, welches etwas länger für seine Zukunft braucht, schon noch Unterstützung. Ist das Kind jedoch zu lange perspektivlos, dann ist die Unterstützung weg, ohne das nach einem Grund gefragt wird. Die psychische Lage eines 18-Jährigen ist sehr auffällig. Viele sind weit von allen ihren Kindheitsträumen entfernt und es erwartet sie nur ein trister und grauer Alltag. Wie würdest Du, pardon, würden Sie sich fühlen, wenn vor Ihnen ein großes Nichts steht. Würden Sie freudig darauf zuspringen und sagen: "Ja. So hab ich mir meine Zukunft schon immer vorgestellt." Nicht wenige Jugendliche/junge Erwachsene betrifft das. Man könnte jetzt wieder sagen: "Von nichts kommt nichts." Aber welche Gültigkeit hat es, einem jungen Erwachsenen seine Kindheit vorzuhalten? Welches Recht hat ein Amt, ein Erwachsener, eine ganze Regierung, einem anderen Menschen seine Kindheit zum Vorwurf zu machen. Wer will auf seine Kindheit verzichten, wenn er nicht an morgen denken kann, weil das morgen noch nicht existiert? Für einige wenige existiert dieses morgen auch nicht. Und ein Kind ist sich seiner Zukunft von allen Altersgruppen am wenigsten wirklich bewusst. Das Kind weiß nicht, wie schlimm die vorigen Generationen die Welt zu Grunde gerichtet haben. Und dabei rede ich nicht einmal vom Klima oder der Umwelt oder der aktuellen weltpolitischen Lage, sondern von der Gesellschaft, von der Bürokratie und puren Ungerechtigkeit, in der sie leben.

Ein Kind wird eine Privatinsolvenz niemals im Kindesalter begreifen können. Es wird auch niemals die unzähligen Regelungen, die für ihn in Kraft treten, sobald er 14, 16, 18, 21, 23 oder 25 jahre alt ist, verstehen, bevor es auf ihn zukommt. Aber der Staat und die Gesellschaft verlangen, dass dies so ist. Nicht immer können Eltern ihre Kinder allein versorgen. Ein Elternteil kann sterben oder die Eltern trennen sich. Wenn diese Eltern dann noch mehr als ein Kind hervorgebracht haben, ist es aus für diese mit eine wirklichen Unterstützung durch das jeweilige Elternteil, das für die Kinder noch verbleibt. An wen kann sich ein solches Kind dann noch wenden, wenn es um Bürokratie geht? Erklären Sie ihrem 14-Jährigen Kind in ganzen seine Strafmündigkeit. Erklärem Sie ihrem 18-Jährign Kind, dass sie es nicht mehr unterstützen können, da Sie wahrscheinlich nicht über die entsprechenden finanziellen Mittel verfügen. Erklären sie ihrem 23-Jährigen Kind in vollen Zügen, wie man eine gesetzliche Krankenversicherung unterhält, wenn man weder eine Ausbildung erfolgreich vollbracht hat, noch rechtzeitig ein anschließendes Studium gefunden hat. Verbauen nicht all diese Sachen mehr und mehr den Kindern, die schon wenig oder keine Hoffnung für ihre Zukunft haben, eben diese? Was kann ein Staat, welcher mit der der Zukunft seiner Kinder wirbt, denn überhaupt noch von sich behaupten, wenn er diese Zukunft Jahr für Jahr für sie unmöglicher macht?

Sobald Sie ihrem Kind alle seine Rechten, Pflichten, Ansprüche, Abstriche, den gesellschaftlichen Verhaltenskodex und die Gesellschaftsform "Demokratie" erklärt haben, erklären Sie ihm auch noch die Sache mit der Schere, Sie wissen schon, die zwischen arm und reich, am Besten die Variante, die erklärt, warum diese größer wird.

Letztlich bleibt doch nur die Frage offen: Wer profitiert von diesem bürokratischen Wirrwarr um die Zukunft der Kinder? Genau diejenigen, die Wahljahr für Wahljahr dafür werben, es zu vereinfachen. Die Jahr für Jahr davon unabhängig sind. Die ohne Zählmaschinerie Wochen bräuchten, um ihr finanzielles Guthaben zu zählen.

Ade Deutschland,

Tono



PS: Vergessen Sie nicht zu erklären, warum die Kinder ihrer Kinder keinen sozialen Anspruch mehr auf einen Kindergartenplatz haben.

Dienstag, 9. August 2011

39,90 Minuten


39,90

39,90€

39,90Euro
39Euro90
9und30Euro90
NeununddreißigEuroNeunzig

Werbung

Medien
Werbemedien
Fernsehen
Radio
Leinwand
Künstler
Wer bin ich, wenn ich denke, und wer, wenn nicht?
Wer bin ich, wenn ich mich frage, wer ich bin, und wer, wenn nicht?

Octavian
Octavius
Octa
Acht
Achterbahn

Octavian ist Künstler oder eher Werbemensch. Er mahlt uns etwas vor.
Warum ist er so?
Wer ist Octavian und wie heißt er wirklich?
Zieht das Gewitter vorbei?
Warum ist der Sprung sein letzter Ausweg?
Was passierte mit seinem Chef?
Was ist mit seiner Liebe?
Ist er Vater?
Warum fragen Menschen immer soviel?
Warum analysieren, interpretieren und katalogisieren Menschen immer alles und jeden?
Warum zweifeln Menschen an dem Sein einer Theorie und an dem Sein eines Werkes?
Der Künstler ist Künstler, weil er ohne Interpretation, Analyse und Katalog Kunst schafft. Der Antikünstler, der Wissenschaftler, Lehrer, scheinbar Gelehrte begnügt sich mit der Zerschneidung der Perfektion, der Kanalisierung des Lesers oder des Betrachters, Manipulation ist der einzige Weg, den der Gelehrte kennt. Er ist einfach zu faul. Ich bin einfach zu faul.
Ich hätte bereits zwanzig beschriebene Seiten vor mir liegen haben können, derweilen schreibe ich gerade, was mir in den Kopf kommt, ein Brainstorming, um das Thema grob zu erfassen, um scheinbar gelehrt zu wirken, um Antikunst zu erschaffen, meine Interpretation gegen die anderen in den Ring zu werfen und sie auf Leben und Tod gegeneinander kämpfen zu lassen.
Er heißt Octav, kein ian kein ius.
Wo bleibt der Anfang? Was ist passiert? Was war am Anfang und findet der Anfang je sein Ende? Kann man den Anfang in Anfang und Ende unterteilen und diesen Anfang des Anfangs wiederum auch in einen Anfang und ein Ende?

Um es formal zu beginnen: 'Der Film „39,90“ handelt von Octav, …'
Schön und weiter?
'Der Film „39,90“ handelt von Octav, einer, in der Werbebranche arbeitetenden, Person.'
'Anfangsszene ist wie folgt:' ohne Folgen 'Man sieht einen Mann, eine Frau, sowie ein Kind an einem Strand. Diese Darstellung lässt assoziieren, dass es sich bei den drei Charakteren um eine Familie handelt. Die Menschen auf dem Bild sehen so perfekt, so glücklich, so real aus. Die Kamera fährt aus der Szene heraus, während der Hauptcharakter reden.' Wieviel einem doch im Kopf hängen bleibt und wann es sich erst offenbart 'Währenddessen wird dem Betrachter/Zuschauer klar, dass die gezeigte Darstellung der Familie, in einer dem Paradies ähnelnden tropischen Idylle, nur auf einem Plakat, einer Leinwand, existiert, da sich das Gerüst um dieses Bild offenbart und vor dem Bild plötzlich stürmisch regnet, blitzt und donnert.' Könnte ein Kind geschrieben haben. Aber Deutschunterricht in der Schule hinterlässt bleibende Schäden bei allen Teilnehmern, sofern nicht schon vorgeschädigt. 'Ein Mann steht auf einem Gerüst, welches auf einem Hochhausdach über die eigentliche Gebäudebreite (x) hinausragt. Im Hintergrund stehen Polizisten mit gezogener Waffe. Die Szenerie findet in Zeitlupe statt (t[x]=t/10). Der Protagonist, der schon einer Weile erzählt, jedoch nicht aus der gezeigten Szene heraus, sondern aus allwissender Erzählperspektive.' Sie gewinnen eine Erkenntnis (Erfahrung +10): _Die Erzählperspektive des Films ist in zwei Perspektiven aufgeteilt. Einmal in die subjektive Perspektive des Protagonisten, der zu der jeweiligen Zeit gerade handelt, und in die allwissende Perspektive des Erzählers, der auch der Protagonist in eher einer scheinbar geläuterten Perspektive ist. Der Protagonist lässt seine Erlebnisse Revue passieren und zieht seinen persönlichen Schluss daraus, wobei er gleichzeitig versucht die Zuschauer zu belehren, es besser zu machen.' Zuviel des Gutgemeinten und jetzt fang endlich an, an daran ernsthaft zu arbeiten, statt deine Zeit zu vergeuden. 'Ich erwarte noch den Film.' … und scheinbar auch die Erleuchtung. 'Welche?' Die Erleuchtung, dass du in keinster Weise dafür geschaffen bist, etwas objektiv zu betrachten, da du von der objektiven Betrachtungsweise angewidert bist, was jedoch damit zusammenhängt, dass sie zu kalt und unmenschlich wirkt, wobei selbst Objektivität nur die Berechnung des Durchschnitts aller subjektiven Betrachtungsweisen und Interpretationen ist. Dennoch verachtest du diese Gleichschaltung der Gedanken, diese Vereinheitlichung des Details, die ewige Suche nach dem heiligen Gral, der Perfektion.

Sonntag, 24. Juli 2011

Das Ende der Welt (Satire)

Es regnet. Der Himmel ist dunkel, als wenn er die Gefühle der Menschen teilt. Es ist ein trauriger Tag gewesen, der gestrige.
Freitag war die Welt noch besser dran. Immerhin gab es kein Leid in der Zeitung oder auf Twitter zu lesen, abgesehen von den üblichen Lappalien, wie verhungernde Kinder in Afrika oder kriegsähnliche Zustände im Nahost oder die misshandelten Kinder hier, in Deutschland. Die Sonne schien an diesem Freitag, wie die Ruhe vor dem Sturm und es kam aber kein Sturm, sondern es war der Weltuntergang.
Tagesschauer.de erläutert Hintergründe

Gestern geschah es dann. Die Meere tosten und bauten sich auf, als ob sie versuchten, uns noch vor dem Unheil, dass auf uns zukam, ins Nichts verschwinden zu lassen und damit zu bewahren. Am Ende des Tages war in den Gesichtern der Menschen nur noch Fassungslosigkeit zu erkennen. Es war wie eine andere Dimension. Kein Lachen mehr in den Straßen, nur noch schluchzende Häufchen Elend, die sich durch die Straße quälten, in der Hoffnung, dass sie von einer Bombe in Stücke gerissen werden. Die Schreckensmeldung an diesem Tag war für einige nicht zu verkraften. In Norwegen zündete ein Mann sogar eine Bombe, um seiner Trauer Platz zu schaffen und schoss mindestens 85 Menschen in einem Jugendcamp nieder, weil diese, die Meldung noch nicht erfahren hatten. Er wollte sie davor bewahren, es je zu erfahren. Auch ich ringe gerade mit mir selbst, nicht auch einfach das Rathaus in der Innenstadt in die Luft zu jagen, damit ich dort für die Menschen einen Platz zum gemeinschaftlichen Trauern, über diese Schreckensmeldung, schaffen kann und anschließend zum Massensuizid aufrufe, den ich natürlich persönlich in die  rechte Hand nehmen werden, da ich in der linken dann bereits ein Gewehr halten werde.

International kannte das Ausmaß der Depression auch keine Grenzen. Stars und Sternchen aus Holly- und Bollywood konsumierten mindestens die doppelte Dosis ihrer Antidepressiva und Drogen, damit sie vor diesem Leid flüchten konnten. Schließlich erwartet man von ihnen, dass sie selbst in so einer Stunde des beinahen Weltuntergangs, die Menschen führen und anleiten, ein in eine noch nicht verlorene Zukunft zu blicken. Aber nicht jeder Star konnte das volle Ausmaß seiner jeweiligen Superkräfte hervorbringen und manche zog dies nur noch weiter in den Abgrund. So nahm sich Amy Winehouse, nach einem Glas roten Wein bei sich Zuhaus, das Leben. Manche Experten hoffen jedoch, dass andere Menschen ihren Vorbild folgen, z.B. Wolfgang Schäuble oder Angela Merkel, notfalls mit Gewalt.

Ja, der Tag war der schlimmste Tag, seit Beginn der Zeitrechnung, schlimmer als der Erste oder der Zweite Weltkrieg, Korea, Vietnam, schlimmer als der 11. September und die schreckliche Nachricht über das unerwartete Ableben des Topstars Bin Laden. An diesem 23. Juli 2011 erfuhr die Welt, was die tiefsten Abgründe der Realität seien können: Vettel startet von Platz 3.
Noch in Zukunft werden unsere noch ungeborenen Kinder, Enkel und Großenkel diese Trauer spüren können.

Das war für Sie,

Tono


(http://de.wikipedia.org/wiki/Satire)


Ergänzend zum Thema:


(KenFM über den Oslo-Attentäter und warum es ihn ohne uns nicht gäbe! )

Samstag, 14. Mai 2011

Obama ist endlich tot!

Die Welt kann wieder aufatmen, der Terrorist und Massenmörder Barack Obama bin Laden wurde endlich getötet. Nach jahrelanger Terrorisierung der Welt und vorallem der USA, durch seine ständigen Videobotschaften und Drohungen, hat das Leid ein Ende.

Mitten in der Nacht, während alle noch schliefen, stürmten Navy Seals, eine von vielen US-Spezialeinheiten, das Haus des Terroristen und erschossen ihn sofort, um im Nachhinein festzustellen, dass er unbewaffnet war und man ihn auch verhaften und später öffentlich hätte hinrichten können. Man wollte aber ohne Verluste nach Hause zurückkehren und der Terrorist Barack Osama hätte auch durch seine ihm innewohnenden dämonischen Kräfte, die ihm ermöglichen Menschen durch Blicke in Flammen (10 dmg/s für 10min) aufgehen zu lassen und deren Seelen auf ewig in die Hölle zu verbannen, noch einige der unschuldigen US-Soldaten töten können.
Schon kurz vor dem Zugriff war erkennbar, dass Obama bin Laden mit dem Teufel persönlich im Bunde ist, immerhin brachte der seine Festung umschließende Höllenschild (+10 Str, +15 Agi, -20 Int, einmalig Passiv: lässt Hubschrauber abstürzen) einen Hubschrauber zum Absturz. Die tapferen Soldaten (LVL 55 Paladine) hielten den dort wirkenden Kräften dennoch stand und so blieben alle Beteiligten unverletzt.
Während der Leichnam des Ermordeten noch für das Poesiealbum des Präsidenten der USA, Fidel Obama bin Castro Berlusconi Mercedes, in Pose gebracht und von einem professionellen Modefotographen abfotographiert wurde, u.a. auch Aktfotos (www.aktfotosbinladen.us, 15€ je Bild), übermittelte der schaute der Präsident der USA mit seinen angehörigen Ministern und seiner Saftschubse Ehefrau dem ganzen Geschehen vor dem heimischen 50-Zoll Fernseher aus zu.
Später wurde die Leiche zerstückelt und sollte mit dem Flugzeug nach New York transportiert werden, wo die Leichenteile quer über dem Ground Zero verteilt werden sollten. Jedoch kam der Hubschrauber ins Schwanken und verlor den blauen Sack (einmalig +10 Umweltschutz) über dem Meer (insgesamt -20 Umweltschutz). Wenigstens erreichten die Fotos das Poesiealbum des Präsidenten.

Mittlerweile wird spekuliert, ob das vorgehen richtig war, immerhin wurde ein Unbewaffneter hinterrücks erschossen. Selbst nach dem Zweiten Weltkrieg hat man den Angehörigen der deutschen NS-Maschinerie noch den Prozess gemacht, obwohl diese weitaus mehr Menschenleben (+6 000 000 Flächenschaden) auf dem Kerbholz hatten. Osama kommentierte dies mit: "Vergleicht unsere heutige moderne Kriegsführung nicht mit diesen barbarischen Zeiten. Außerdem stand Hitler nur auf der Seite des Dämons Ba'al (LVL 40 Dämonenfürst). Obama bin Laden hatte sich mit Satan (LVL 666 Dämonenkaiser) höchstpersönlich eingelassen. Solch ein vorgehen kann nicht unterschätzt und unbestraft bleiben. Menschlichkeit hat in diesen dämonischen Zeiten hier nichts zu suchen."

Anderweitig wird spekuliert, ob man wirklich Barack bin Laden exekutiert hat oder nicht doch einen seiner 70 Jungfrauen Zwillingsschwestern Zwillinge getötet wurde. Ein DNA-Abgleich mit einer Probe, die noch aus den 80ern des letzten Jahrhunderts stammte, als die USA Osambama noch ausbildete, bestätigte jedoch, dass es sich wohl um den echten handeln musste. Wobei auch argumentiert wird, dass man damals schon nur die DNA-Probe von einem Doppelgänger abgenommen hatte und der Terrorist hinter den Anschlägen vom 11. September, auch bekannt als George W. Bush Obama bin Samen, immernoch heimlich seinen Machenschaften hinterhergehen kann. Wir dürfen also gespannt bleiben, wie sich das Ganze im Verlauf dieses Jahrhunderts noch entwickelt.

Diesen Beitrag vermittelte Ihnen, mit freundlicher Unterstützung von ARD, ZDF, MDR, PRO7, CNN, NBC, ABC-WAFFEN, Nestle und anderen Propagandamedien Medien,

Tono

Sonntag, 20. Februar 2011

Liebes Hamburg, ...

... heute ist dein großer Tag. Heute wird gewählt und Menschenmassen streben in die Wahlkabinen, um endlich von ihrer Stimme Gebrauch zu machen ... oder auch nicht. Im Inneren der Wahllokale herrscht Stille. Nach und nach füllen sich die Wahlurnen und die Experten sind gespannt, wieviele dieses Mal den Wahlzettel genormt gültig ausfüllen. Immerhin ist Wählen nicht so einfach, wie einen Hartz4-Antrag auszufüllen. Der Hartz4-Antrag entscheidet nur, ob du Geld vom Staat bekommst. Die Wahl jedoch entscheidet, .... ja, was entscheidet eine Wahl eigentlich?

Wikipedia meint dazu:
"Eine Wahl im Sinne der Politikwissenschaft ist ein Verfahren in Staaten, Gebietskörperschaften und Organisationen zur Bestellung einer repräsentativen Person oder mehrerer Personen als entscheidungs- oder herrschaftsausübendes Organ. Aus Wahlen können Abgeordnete (z. B. bei Landtags- und Bundestagswahlen), Kreis-, Stadt-, Gemeinderäte (bei Kommunalwahlen), Präsidenten und Regierungschefs, Vorstände, Aufsichtsräte, Betriebsräte u. ä. hervorgehen. Diese Amts- oder Mandatsinhaber erhalten ihre Legitimation dadurch, dass eine Personengruppe in einem vorher festgelegten Verfahren ihren Willen äußert. Die Summe der Einzelentscheidungen führt zur Gesamtentscheidung, der Wahl." 
(http://de.wikipedia.org/wiki/Wahl)


Aber, so einfach das auch klingt, einfach ist dieses Verfahren nun auch wieder nicht. Immerhin muss man Jahre vorausplanen. Muss die Vorlieben der Politiker einkalkulieren: Ist der Herr Politiker sehr arrogant und listig im Auftreten, wird er sehr wahrscheinlich die Ausgaben für Bildung kürzen. Das Problem an diesem Beispiel ist nur: Welcher Politiker tut das nicht?! Die Hamburger liegen nicht nur auf dem Grill, sondern stehen auch noch vor einem Problem. Sie können eigentlich niemanden wählen, aber selbst wenn sie nicht wählen, wird einer von den Kandidaten gewählt. Bei insgesamt 0 Stimmen wohl nach Zufallsverfahren.

Aber weiter: Die Hamburger haben nun auch einen neuen Protestbrecher bekommen. "WAWE 10000" nennt sich die geile Wasser-spuckende Stute mit ungewöhnlicher Bauform. Im Gegensatz zu den vorigen Modellen wurde versucht auf den Panzerlook zu verzichten. Scheinbar wirkte es zu anheizend für die üblichen Krawallmacher, wie z.B. Frauen und Kinder. Mit 10.000 Litern Fassungsvermögen dürfen sich Groß und Klein auf ein Badevergnügen für die ganze Familie im Sommer, wie auch im Winter auf den Straßen freuen. In 5 Stufen können die wohlbehüteten Insassen die Streukraft einstellen, wobei von Nieselregen bis Wassermaschinengewehr-der-dir-die-Haut-von-den-Knochen-reißt alles dabei ist.
Neidisch schaut bei diesem Thema die lybische Regierung zu, während sie noch auf altmodische Weise mit Scharfschützengewehren jeden Demonstranten einzeln weggegendemonstrieren müssen.

Aber zum Thema Lybien halten die Medien uns glücklicherweise immer auf dem neusten Stand. Ich wusste nicht, dass ein Drittel der Erdölversorgung Deutschlands von Lybien kommt. Stellt euch einmal vor, die Diktatur würde gestürzt, dann würden die Ölpreise für's Erste wieder steigen und welcher Autofahrer will das schon. Fragen wir doch einmal Herr von zu unter auf über hinter Guttenberg, ob er nicht noch ein paar Soldaten für Kamikazeeinsätze nach Lybien runter schicken kann, damit die Ölpreise stabil bleiben und die Zahl der zukünftigen Renteempfänger gesenkt wird. Man muss ja für die eigene Zukunft planen. Neben bei sieht es für Herr Frau Doktor Professor Diplom-Ingenieur von zu unter auf über hinter vor neben in um an @ Guttenberg ziemlich schlecht aus oder auch gut. Immerhin sind viele Deutsche laut Umfrage der öffentlich-rechtlichen dafür, dass der Mann auch ohne Doktortitel und mit kommender Anzeige wegen Betrugs, Amtserschleichung, fahrlässiger Geistesverblödung, Schwarzarbeit und Faulheit immernoch ein idealer Außenminister für Deutschland ist. Finde ich auch. Wer Deutschland außenpolitisch vertritt, brauch keinen Doktortitel, schließlich wollen wir die Hoffnungen unserer Nachbarn auf deutsche Kompetenz nicht verstärker und der Herr @ Guttenberg vertritt ohne Doktortitel und mit Gedankenraub mehr Deutsche, als mit Doktortitel und ehrlicher Arbeit.





Bildquelle: http://bos-einsatzfahrzeuge.de/data/media/126/wawe10000.jpg

Sonntag, 13. Februar 2011

Gummibärenbande und Goldlöckchen

OH MEIN GOTT! Die Welt wird untergehen! Nicht wird uns noch retten können! Soviele Jahre haben wir uns davor gefürchtet, doch es ist passiert. Wir haben dieses Mal wieder nicht gegen Italien gewonnen, weil unsere ausländischen Hilfsarbeiter keine Ahnung haben, wie man gegen einen Ball tritt. Nunja, dramatisch ist es nicht wirklich. Ich kann persönlich darauf verzichten, schwitzenden Männern beim Balljagen zu zusehen. Es ist einfach entwürdigend sich daran auch noch zu begeistern.

by Tono
Aber das beiseite: Thomas Gottschalk verlässt nach einem Jahrhundert die Gummibärchenbande beim ZDF. Der Grund dafür ist etwas unverständlich: Der von mir schon fahrlässig kommentierte Unfall des jungen Mannes, der mit dem Kopf durch den Boden wollte. Deutschland trauert noch heute und legt Blumen bei der Bodendelle nieder, immerhin hat der Boden nie jemandem etwas getan, er trug jede Last. Plötzlich aber musste dieser Grünschnabel dem armen Steinboden eins reinwürgen.
Um zum Thema zurück zu kommen: Thomas Gottschalk in seiner Demenz dürfte sich doch garnicht mehr an den Unfall erinnern. Immerhin schwiegen die Zeitungen eine Woche später auch und auch Deutschland verlor schnell das Interesse an dem Bödenrammler vom Zweiten Deutschen Fantasien. Wie kann Gottschalk nun sagen, dass es ihn so schwer getroffen hat, dass er nichtmehr weitermachen kann, nur weil er schon 60 ist, jede Nacht 5-mal auf Toilette muss und immer vergisst, wo er seinen Benz geparkt hat. Was soll denn der Boden sagen?! Er wurde massivst misshandelt und bekam anschließend nichteinmal seelische Betreuung. Warum darf das alte Goldlöckchen sich von der Bühne verpissen und der Boden muss sich weiter den Rotz der "Wetten, dass ...?"-Kandidaten antun. Und mit Rotz meine ich wirklich deren Rotz (man könnte ja mal nachprüfen, z.B. als Wetteinsatz bei "Wetten, dass ...?", wieviel Kilogramm Popel und Spucke sich schon auf dem Boden der Tatsachen angesammelt haben, wer am Besten und Schnellsten spekuliert, bekommt einen Börsencrash(-kurs) gratis dazu).

Aber lieber Thomas, verpiss dich halt, die Gummibärenbande kommt auch ohne dich zurecht. Nebenbei habe ich einen tollen Kommentar auf tagesschau.de unter dem Abdankenartikel (über Gottschalk, nicht von Mubarak) gelesen:

"So, 13.02.2011 - 04:55 — Schreibstil
Naja wenn Gottschalk jetzt das Handtuch wirft, was ich verstehen kann, dann stirbt eben auch das Letzte bisschen an Fernsehgeschichte -Unterhaltung- das noch übrig war.
Dann können Bohlen& Co den Rest übernehmen.
Ich sehe ohnehin kaum in dier Glotze, aber ich bezweifle das es nach dem Rücktritt besser wird.
Eine absolute Fehlbesetzung wäre m.E, Pilawa oder Engelke.
Beiden haben nicht nur ansatzweise das Charisma von Gottschalk.
Damit wäre die Sendung sofort Tod.
Der Vorschlag der von hier kam,Dieter Nuhr, fände ich gar nicht so schlecht.
"

9 von 10 Deutschen werden wohl sagen: "Undorhaldung gibdsch uff BroSiebn." Demnach brauchst du, lieber Herr Schreibstil, insofern ich dich dutzen darf, keine Sorgen machen, dass die Menschen auf den Straßen trauriger aussehen, als sonst, schließlich werden sie auch so noch gut unterhalten und das nicht nur im Fernsehen, sondern vielleicht auch auf dem Arbeitsamt in der Warteschlange.
Wer sind eigentlich Bohlen&Co? Eine Aktiengesellschaft? Wenn ja, warum nein?
Es ist traurig zu sehen, wie beschränkt mancher Horizont sein kann, wenn man nur die Spielfiguren auf dem Brett vor Augen hat und nicht die Spieler (siehe "böse BILD", statt "böser Axel-Springer-Verlag").
Und Dieter Nuhr bei "Wetten, dass ...?"? Wetten, dass ich als Deutschlehrer auch zum Komiker umgeschult werden kann? Okay, Dieter Nuhr ist mir schon noch ziemlich sympathisch. Er kann mit Unfällen sicherlich auch besser umgehen als Thomas Gummibärchen, schließlich ist er für seinen schwarzen Humor bekannt. "Ui, die Landung sah nicht so schön aus, ich gebe dir eine 2+, aber nur, weil du es bist, Samuel. Und jetzt kannst du dich wieder setzen. Nebenbei: Wer hat den Vortrag über Newton gemacht? Du Sabrina? Schieß schnell ein Foto, damit hast du schon ein (noch) lebendes Beispiel für die Geschichte mit dem Apfel, der vom Baum fiel."

Mir fällt gerade ein, dass es doch eigentlich Bummi ist, ob nun Dieter B. oder Dieter N. die Sendung moderiert, retten kann ein sinkendes Schiff nur ein Gnadenschuss einer Fregatte.

Dienstag, 8. Februar 2011

Später irgendwann

Bei mir ist grad (wieder) kreative Bloggerpause. Eigentlich wohl eher, dass ich mit Abschlussproduktion und Facharbeit einiges noch am Hut habe. Die Stichtage rücken immer näher und Schlaf wird eine Seltenheit.


http://ww2poster.co.uk/wp-content/uploads/2010/01/propaganda-despair.jpg?w=300
Ansonsten danke ich der Schule, dass sie mich so gut auf mein Berufsleben vorbereitet hat: Ich wusste bisher nicht, dass man sich 3 Monate vor Ausbildungsende beim Arbeitsamt melden muss, insofern man erstmal nichts in Aussicht hat. Aber nach dem Prinzip "Nicht wissen schützt vor Strafe nicht." werde ich wohl 1 Woche u.a. Sperre bekommen. Was das genau bedeutet, weiß ich nicht, wird auf der Arbeitsamt-Internetseite nicht erwähnt. Wahrscheinlich bekomme ich eine Woche kein Arbeitslosengeld oder eine Woche Stubenarrest. Zum Glück wissen die nicht, dass ich eine Woche ohne Probleme Zuhause verbringen kann und auch eine Woche ohne Geld.
Sobald ich meinen Kopf wieder klar habe, werde ich mich dem Amt für Arbeitsbeschaffungsmaßnahme und Autobahnbau widmen und geduldig meine Monate bis zur nächsten HGB-Bewerbungszeit mit etwas finanzieller Stütze vor meinem PC mit Maya und After Effects verbringen. Dann kann ich mir auch noch Java-Script anlernen und schauen, was denn auf dem Arbeitsmarkt in dem Bereich noch gern gefragt ist.

Ist eigentlich schon etwas unausgeglichen, dass körperlich eingeschränkte Menschen nicht zum Bund gehen dürfen oder Zivi machen. Woher soll man denn dann die finanzielle Startspritze ins Leben bekommen? Ich versteh den Staat einfach nicht. Okay, man könnte mir vorwerfen, dass ich mir einfach hätte Arbeit suchen und eine normale Ausbildung anfangen hätte können, aber:
1. Hatte ich Arbeit um über die Runden zu kommen.
2. - *

Aber genug rumgeheult. Mit solchen Texten locke ich nur Menschen an, die sagen: "Andere machen auch eine Ausbildung, auch wenn es ihnen keinen Spaß macht. Es muss halt gemacht werden." Da kann ich nebenbei trocken entgegnen: Zum Leben muss der Mensch eigentlich nichts machen müssen, aber die Gesellschaft ist gleichgeschalten blind und passt sich dem vorgegaukelten Zwang an.

Danke liebe Mitwürgerinnen und Mitwürger.


* Aufgrund derber Aussage und Missverständnisse geändert. Ich entschuldige mich bei Getroffenen, die nicht die eigentlich anvisierten sind.

Freitag, 14. Januar 2011

Wort des Abends

Apokalypse.


http://static.rp-online.de/layout/showbilder/10704-politiker-rpo.jpg
Viele Filme haben bewiesen, die einzigen Lebewesen, die die den atomaren Winter erleben werden, sind Ratten, Kakerlaken und Menschen. Während Ratten und Kakerlaken in dieser unaustehlichen Umgebung langsam verkrüppeln durch Verseuchung wird der Mensch das machen, was er schon seit Jahrtausenden macht:

1. Jede Veränderung zur nächsten Generation als Evolution bezeichnen, drei Arme sind nützlicher als nur zwei.

2. Er wird versuchen, sich selbst auszulöschen.

Keiner dieser beiden Punkte wurde jemals wirklich in diese Apokalypse-Filme einbezogen, meistens gab es immer den einen, der die Menschheit retten wollte und immer wurde eine Mutation als Fehlentwicklung ausgelegt. Filme sind doch unrealistischer, als sie so schon scheinen.


Sowenig zum Wort des Abends.

Geruhsame Nacht.

Montag, 3. Januar 2011

Denkpause

Seit meinem letzten Blogeintrag sind ungefähr 2 (in Worten: zwei) Wochen (in Worten: Wochen) vergangen. Derzeit weiß ich nicht, über was ich schreiben sollte, denn es passiert nicht viel oder es passiert zu schnell und zu kurz, als dass ich einen meterlangen Blogeintrag in gewohnter Manier verfassen könnte.

Hiermit sage ich nun: Ich mache eine Denkpause. Der beliebte Spruch vieler antriebsloser und/oder (in Worten: und oder oder) fauler Menschen. Nunja, es ist nicht ganz so, dass ich nichts zum Nachdenken habe.
Geld ist wieder mein Problemkind erster Klasse und das "danach" (nach der Ausbildung) ist der Bruder von Problemkind eins. Ich weiß nicht, was ich nach meiner Ausbildung wirklich machen sollte. Sicherlich wird irgendwer sagen: "Wie wäre es mit Arbeiten?!" Und dann? Ich will nicht als ein Irgendwer im Irgendwo bei Irgendwas eines Irgendjemand dahinsiechen und in 10 (in Worten: die natürliche Zahl zwischen 9 (in Worten: neun) und 11 (in Worten: elf)) Jahren zurückschauen müssen auf ein Leben voller einheitlicher Langeweile.

"Jetzt hab dich nicht so! Was sein muss, muss sein!" Nein. Weißt du was? Fick dich! Ich habe keine Lust auf diesen Müll. Da kann einer einem auch vorhalten, dass man kein "guter Deutscher" ist, wie es in den jeweiligen Kreisen heißt. Es ist mir egal! Ich wurde geboren, um zu leben, und nicht, um zu arbeiten. Das soll nicht heißen, dass Leben und Arbeiten nicht auch ein und dasselbe sein können, aber heutzutage ist es leider so, dass einem aufgetischt wird, dass man es voneinander trennen muss. Verstehen könnte ich das bei Menschen im Bereich Medizin, da es auf Dauer eine zu starke psychische Belastung darstellen würde, aber viele andere Bereiche könnten es gut vereinen und sogar davon profitieren.

Nebenbei: Gebe es ein bedingungsloses Einkommen, würden alle Menschen glücklich leben können. Wie das? Maschinen. Computer. Wir bauen Geräte, die uns die Arbeit erleichtern, warum ist es denn so moralisch verwerflich Geräte zu bauen, die einem die Arbeit abnehmen? Warum muss ein Müllmann da draußen herumlaufen? Mittlerweile gibt es genug Hardware, die, mithilfe von Software, von Haus zu Haus fahren und den Müll einsammeln könnte. Immerhin gibt es schon günstige automatisierte Staubsauger, die von allein durch die Wohnung fahren, bei Aldi immer im Angebot. Jeder, der einen Beruf seit mehr als 5 Jahren ausübt, abgesehen von Menschen mit Abenteuerberufen, kann sagen, dass er nichts neues erlebt, dass alles immer gleiche Handgriffe sind.
Ich will hier nicht propagieren, dass kein Mensch mehr arbeiten soll, aber Maschinen und Computer könnten eine Grundversorgung für unsere Gesellschaft aufbauen und dafür wären nur ein paar wenige Techniker von Nöten, die diese Maschinen und Computer warten.

Wenn diese Situation eintreten würde, hätten die Menschen mehr Zeit, sich ihrer Familie und ihren Hobbies zu widmen. Diese Hobbies müssen nicht zwangsläufig benötigten Berufen entgegenlaufen. Es gibt Menschen, die gern die Straßen reinigen, die gern ein Haus bauen und sich das Wissen dafür aneignen. Es gibt gern Menschen, die 20 Jahre ihres Lebens vor Büchern und Prüfungen setzen.

Aber vielleicht bin ich dafür einfach nur einige Jahre oder Jahrzehnte zu früh dran, denn kaum einer will sich den Tatsachen stellen, dass es auch einfacher geht, als sie es bisher gemacht haben. Schließlich haben uns u.a. (in Worten: unter anderem) die Medien und die Politik gezeigt, dass jegliche Vereinfachung drastische und negative Einschnitte in das Leben der Betroffenen macht.


Ich sehe meinen Sold für heute als erfüllt an. Guten Tag.




Bildquelle: http://istari.sozialistischer-plattenbau.org/wordpress/wp-content/uploads/2009/07/spb12017.jpg

Freitag, 17. Dezember 2010

Ein alter Mann

Ein alter Mann sagte mir vor kurzer Zeit, dass es nächstes Jahr krachen wird.

Die Briten haben es verstanden, die Griechen, die Franzosen, etc., aber wir Deutschen hängen noch da und machen ein bisschen Spiel, Spaß und Spannung via Twitter und Facebook und ab und zu auf der Straße, aber wir gehen nicht mit dem Ansporn daran, dass wir etwas bewegen können, sondern dass wir dabei sein können, ohne an die Mühe der Veränderung zu denken.
Ich habe es schon oft erwähnt: Ihr ... seid ... faul! Ihr macht nichts!

Und leider gibt es zu dieser Aussage nur zuwenige Ausnahmen. Die wenigen Ausnahmen versuchen alles, um euch anzuspornen, damit ihr versucht, die Korruption in Politik und Wirtschaft mit zu bekämpfen, damit  ihr versucht, dass nicht die Regierung euer Leben von vorn bis hinten bestimmt, sondern dass ihr die Regierung bestimmt, so wie ihr sie nach ihrem Programm gewählt habt.

Leider werden schon an dieser Stelle viele mit dem Kopf schütteln und sagen:
"Träumer."
"Kommunist."
"Das kann aber anders nicht funktionieren!"
Bei letzterem hört ihr euch nur wie Bauern aus dem 13. Jahrhundert an. Bei den davorliegenden Aussagen wie Ignoranten, Ausredenjongleure.

http://www.wall-art.de/img/aufmacherbild_wer_kaempft.jpg
Also Leute: Steht auf! Bewegt, was euch bewegt, lasst euch nicht rumschubsen! Seid hartnäckig! Fragt die Regierung alles, was sie versuchen zu verschweigen! Fragt die Presse nach Dingen, was sie versuchen hinter vergleichweise Nichtigkeiten zu verstecken.
Wenn ich mir die Tagesschaut Schlagzeilen anschaue, dann steht dort mehr über Fußball, als über aktuelle Gesetzesentwürfe und Regelungen. Wenn alle Menschen in Deutschland mit der Regierung weitesgehend zufrieden sind, dann darf das sein, niemand ist komplett zufrieden, aber derzeit haben alle, die sich für ihre Gesellschaft interessieren, Probleme mit unserer Regierung und dann auch gravierende. Ändert etwas! Macht etwas! Steht auf ihr Bürokratieverseuchten und wehrt euch, es geht um eure Unabhängigkeit! Steht auf ihr Kinder und Kindeskinder und wehrt euch, es geht um eure Zukunft! Steht auf ihr Unterdrückten, ihr Mundtoten, ihr Ausgegrenzten UND WEHRT EUCH!

Guten Morgen.

Dienstag, 14. Dezember 2010

bequeme Unwahrheiten

Die vorweihnachtliche Zeit hat uns wieder mehr Zusammenhalt, Einigkeit, Vertrauen und BILD-Zeitungsartikel geliefert. WikiLeaks ist der neue Promi in den Medien und wird seines ursprünglichen Amtes enthoben, Assange wird wegen nicht bestätigter Frauenvergewaltigung bestätigt rechtlich vergewaltigt und die Erneuerung des JMStV steht hinter dem nächsten Türchen von Weihnachtskalender.

Aber mal alles geordneter ausgedrückt: Während wir in Kaufrausch und Kindergequängel nach IPod, Ebay und OMGott versinken, passiert in der Politik mehr, als die Medien wohl zwischen wichtigen Themen, wie Fußball, Fußball und Fußball, unterbringen können. Natürlich wurde dahingehend gut reagiert: Man lässt die, nach eigenem Ermessen, unwichtigen Meldungen weg und stellt Modelposen von Herrn Guttenberg in den Vordergrund.
http://www.ufosrauchhaus.de/leseecke/wenn-unrecht-zu-recht.gif
Herr Guttenberg war so freundlich und hat die lieben, tapferen Soldaten, die fernab von Familie und Freunden in das Gras beißen auf das sie scheißen, in Afghanistan besucht. Er bedankte sich bei den Frauen und Männern für ihre Kruppstahlhärte auch zur Weihnachtszeit. Kurz darauf reiste er wieder zurück zu Familie und Freunden und wird sicherlich zu Hause vorm Kamin, mit vielen tollen Geschenken und mit Familie und Freunden eine schöne Bescherung beschert bekommen, das ist zumindest meine Hoffnung.

WikiLeaks leakte und alle waren plötzlich hellhörig. Vorallem, da kurz nach Bekanntgabe brisanter Dokumente der US-Regierung, deren Veröffentlichung nun eine Gefährdung der nationalen Sicherheit darstellt (kurz nebenbei die Frage: Warum habt ihr dann überhaupt diese Dokumente erst erstellt, wenn sie euch so gefährlich werden können?), Herr Assange mehrere Frauen vergewaltigt hatte, wahrscheinlich gleichzeitig an verschiedenen Orten. Hellhörigkeit hatte dieser Herr A., wie wir ihn weiterführend nennen werden, sich aneignen können, aufgrund dieser scheinbaren Mister Manhatten Fähigkeiten, gleichzeitig an mehreren Orten zu sein. Das passiert nicht alle Tage und vorallem nicht im Zusammenhang mit Australiern.
WikiLeaks an sich mutierte zum Kurzzeitprominenten. Die Marketingabteilung hatte leider einen kleinen Fehler gemacht, statt der chinesischen Missstände die amerikanischen zu veröffentlichen, und hatte damit mehr Groll als Lob geerntet. Wäre dieser Fehler nicht passiert, würde wir heute alle den "WikiLeaks Day" feiern.

Der Jugendmedienschutz-Staatsvertrag geht in die neue Runde. Künftig werden sie diesen Blog nur noch zwischen 0 und 4 Uhr erreichen können oder, sofern sie unter 18 Jahren sind, garnicht mehr. Ich bin derzeit am Überlegen, ob ich vielleicht den Provider wechseln sollte, sofern dieser Vertrag in Kraft tritt. Aber ich werde mich wohl dem Ganzen fügen, schließlich leben wir in einem Land der freien Meinungsäußerung und wenn jemand der Meinung ist, meine Meinung ist nicht für Kinder geeignet, dann wird dessen Meinung, aufgrund seiner gottgegebenen höheren Position in der Gesellschaft, natürlich über meine eigene gestellt. Wo und wie würden wir denn leben, wenn Frei- und Querdenker plötzlich ihre Meinung frei gegen andere Meinungen äußern könnten?! In Frankreich?

Um noch ein schönes Ende für diesen Vielseiter von Blogeintrag zubekommen noch ein kurzer Kommentar zu den brutalen, perversen und ungerechtfertigen Aufständen in Großbritannien: 'Weiter so Jungs und Mädels ... der britischen Polizei. Haut den blöden Studenten die Köppe ein, aus denen wird eh nüscht!'

Gute Nacht Deutschland.

Sonntag, 12. Dezember 2010

Kritik für Anfänger

Kritik ist ein Gut, welches wir uns gern leisten. Wir kritisieren wen und was wir wollen, wann und wo wir wollen. Sobald die Kritik aber auf uns selbst fällt, wehren wir uns mit Händen und Füßen dagegen. Wir nehmen Kritik in diesen Momenten als ungerechtfertigt war, wir bezeichnen den Kritisierenden als Arschloch, Wichser, dumme Sau, Hure, Klugscheißer.



http://www.wottreng.ch/private_web/wissen_ist_macht.jpg

Ich versuche mir schon seit einer kleinen Weile anzugewöhnen, diese Kritik an meinen Ideen, meinem Schaffen und meinem Vernichten wahrzunehmen und darauf einzugehen. Ich weiß, dass vieles, was ich mache, grenzwertig oder übertrieben ist, aber ich werde nicht so einfach damit aufhören.
Ich habe einen Glauben. Es ist keine Religion, aber ein Glauben an eine größere Sache. Dahingehend fällt mir die Aussage aus dem Film "Serenity" ein: "Es ist mir egal, woran du glaubst, aber glaube an etwas!" Ich könnte jetzt lang und breit, wie weit, von meinem Glauben, meiner Idee sprechen, jedoch hat jeder seine Pläne, die er nicht so schnell und einfach offenbaren möchte. Ich würde es vielleicht ansatzweise so ausdrücken: Ich will dem Menschen zeigen, dass er mehr als nur ein Arbeiter und Konsument ist.
Dieser Glaube, diese Idee, ist der Grund, warum ich weiterhin grenzwertig und übertrieben darstellen und aufzeigen werde.

Der nachfolgende Schritt ist, diesen Glauben zu beweisen, ihn durch Wissen zu ersetzen.

Ich habe eins für mich herausgefunden: Wer etwas bewegen will, muss kritisieren, muss ein Kind auf der Autobahn sein. Wer kritisiert wird, fängt auch an nachzudenken, auch wenn er versucht, das gehörte zu negieren, so weiß er doch immer selbst, wieviel Wahres diese Kritik beherbergt. Und dieses Wissen, lässt ihn nachdenken. Denken und denken und denken, wird ihm ein oder mehrere Nächte den Schlaf rauben, Tränensäcke unter den Augen blühen lassen und ich hoffe, dass es dann auch irgendwann knallt. Ein Knall der bei einer Synapse beginnt und alle anderen Synapsen in Mitleidenschaft zieht.

Mir ist es mittlerweile egal, dass wohl einige Menschen mich für diese Kritik hassen, mich als dummer Mensch, als Kind oder Träumer bezeichnen, aber ich werde nicht aufhören. Und auch wenn ich irgendwann sterbe, werde ich weiter die Einfältigen falten, die im Schatten stehenden Tatsache ins Licht rücken. Ich werde das retten, was die Medien mit ihrer Informationsflut versuchen auszulöschen: eure geistige Freiheit!

Bis zur nächsten Unterrichtsstunde.

Samstag, 11. Dezember 2010

Funktioniere!

Ich hasse unsere Gesellschaft. Ich hasse diese hirnlose Masse auf den Straßen, die nichts bewegen wollen, sich lieber bewegen lassen. Ich darf sie hassen. Diese Masse ist Schuld an dem Zerfall von Kultur und Kunst. Diese Masse ist Schuld an Superstars, schlechten Fernsehserien, Talkshows, Reality Shows, Massenmedien und der deutschen Politik. Diese Masse ist Schuld am Zerfall von dem, was vorige Generationen unter extremsten Bedingungen und unter Einsatz ihres Lebens erschaffen haben.

http://www.tutsi.de/tutsi-blog-bilder/ddr-an-allem-schuld.jpg

Diese Masse ist Schuld, dass Deutschland nicht Weltmeister im Fußball ist.
Ja, ihr habt richtig gehört, ihr seid Schuld an der Fußball-Misere, die das Ansehen der Deutschen weltweit gefährdet. Ihr habt die deutschen Fußballer aus Europa, Asien, Afrike und den USA nicht genug unterstützt, so dass wir nicht Weltmeister werden konnten. Ihr seid schlechte Deutsche.

Ihr seid auch daran Schuld, dass der Umsatz der Coca Cola Company im letzten Quartal gesunken ist, dass Volkswagen nichtmehr gut dasteht, dass ich unrasiert bin. Ihr seid daran Schuld, dass die deutschen Politiker als korrupte Marionetten dastehen in der Statistik. Ihr seid daran Schuld, dass der Friedennobelpreis nicht an den einen Chinesen verliehen werden konnte. Ihr seid daran Schuld, dass Merkel und der Franzose da nicht zu den gewünschten Einigungen kommen konnten. Ihr seid Schuld, dass ich nicht rasiert bin.

Sagt mal, woran seid ihr eigentlich nicht Schuld?

Ihr Deutschen, ihr seid das Verfaultste, was je auf der Welt existiert hat. Ihr macht nichts. Ihr trinkt Weißbier, esst Kartoffeln und Sauerkraut. Ihr demonstriert gegen ein Projekt, dass lange vorher schon angekündigt wurde, erst, als es schon zu spät ist. Ihr müsst ja unbedingt was sagen, ihr müsst ja unbedingt denken. Ihr verkackten Deutschen und auch ihr ganzen anderen Menschen auf dieser Welt. Eure Eltern schämen sich, dass ihr geboren worden seid, weil ihr Flachpfeifen angefangen habt zu denken.

Jetzt hört auf, so dämlich zu schauen!
Ich sag euch eins. Ihr seid nicht dafür geschaffen nachzudenken. Ihr seid dafür geschaffen, zu funktionieren. Also funktioniert auch. Helft der Coca Cola Company, helft den Fußballern, helft dem Chinesen mit Demonstrationen, die China sowieso nicht erreichen. Helft Merkel und dem Franzosen Kinder zu zeugen, damit Europa endlich ein funktionierender Staatenverbund wird, so wie Deutschland an sich es schon ist!

Und jetzt lasst mich in Ruhe, ich will mein Feierabendbier genießen und "Wetten, dass ..?" anschauen. Also ab ins Bett und bereitet euch schonmal auf die Tracht Prügel vor, die ich euch morgen geben werde, ihr scheiß verkackten, nicht funktionierenden Idioten!

Montag, 6. Dezember 2010

Alltagsdrama mit profitablen Folgen

Steinboden ... härter als die Realität.
Ich mag den Winter, ständig bringt er mir Kälte, Krankheit und an Weihnachten Geschenke.

Nebenbei, Leute, was ist mit euch los?

Liebes Land, ein Typ hat einen Unfall, Live im Fernsehen, und du schreist auf, als ob jemand hier ein Massaker veranstaltet hätte. Ein Typ, der sich von Anfang an bewusst war, dass das Rumturnen auf der "Wetten, dass ..."-eigenen Straße auch schiefgehen kann. Er ist kein Kind mehr, sondern ein 23-jähriger junger Erwachsener, im Besitz seiner geistigen Kräfte und bei vollem Bewusstsein, obwohl ich das mittlerweile anzweifle. Er wurde nicht gefoltert, er wurde nicht sexuell missbraucht, er wurde weder ermordet, geschändet, gehäutet, täglich geschlagen, ausgegrenzt, physisch oder psychisch bedroht, noch von religiösen Fanatikern großgezogen.

Warum machst du daraus ein Drama?
Wo war denn dein Drama, als einer meiner Freunde einen Motorradunfall hatte, als ihm jemand die Vorfahrt nehmen musste, und er teilweise eine Gehirnhälfte einbüßte?
Wo ist dein Drama, wenn tausende Kinder da draußen krepieren oder vergewaltigt und versklavt werden?
Wo bist du, wenn Unschuldigen ihre Freiheit und ihr Grundrecht auf Gleichheit genommen wird und das direkt vor deiner Haustür?

Wenn so ein Vollhorst sich freiwillig vor die Hunde jagt und auch noch für etwas, von dem er sich Profit erhoffte und nicht etwas, was den Menschen irgendwo etwas nützt, außer 10 Minuten Spannung, die man beim Kacken auf dem Klo auch haben kann, dann verstehe ich nicht, wie da ein großer Aufschrei kommen kann, selbst Schuld. Abgesehen von der Tatsache, dass der ZDF jetzt die Geschichte für sattes Geld herausgeben kann, schließlich sind diese Aufnahmen Eigentum des ZDF. Darüber würde ich den Aufschrei verstehen, aber dann müsste täglich in den Nachrichten aufgeschrien werden, wenn das Leid anderer Menschen für die Profitgier von einzelnen Zündstoff ist.

Deutschland, denke über dein Handeln nach.




Und hört endlich auf, Kommentatoren auf Youtube, die diesen Vorfall eher belustigend finden, mit Drohungen entgegenzutreten ("... das melde ich der Polizei!", "..., dann komm ich vorbei!" (auf ein Bier vielleicht?)). Ihr lacht schließlich auch selbst, wenn bei "Pannenshows" Kinder ihre Köpfe mit voller Wucht gegen Gegenstände hauen oder Menschen sich Arme und Beine brechen oder Schlimmeres mit ihnen passiert, ohne dass diese Risiken hundertmal von ihnen einkalkuliert werden konnten.
Nur weil diese Videos im Fernsehen zu sehen sind, heißt das nicht, dass diese Menschen nicht auch schwerste Verletzungen davongetragen haben.

Steckt euch eure geheuchelte "Wir-haben-Mitleid"-Sozialwurst ganz tief in das Ende eurer Nahrungsverdauungskette, euer Rektum, euer wahres Gesicht, wo sie hergekommen ist.


http://www.youtube.com/watch?v=TVyMmL-AUQA


Bildquelle: ZDF-Live-Aufnahme