Sonntag, 13. Februar 2011

Gummibärenbande und Goldlöckchen

OH MEIN GOTT! Die Welt wird untergehen! Nicht wird uns noch retten können! Soviele Jahre haben wir uns davor gefürchtet, doch es ist passiert. Wir haben dieses Mal wieder nicht gegen Italien gewonnen, weil unsere ausländischen Hilfsarbeiter keine Ahnung haben, wie man gegen einen Ball tritt. Nunja, dramatisch ist es nicht wirklich. Ich kann persönlich darauf verzichten, schwitzenden Männern beim Balljagen zu zusehen. Es ist einfach entwürdigend sich daran auch noch zu begeistern.

by Tono
Aber das beiseite: Thomas Gottschalk verlässt nach einem Jahrhundert die Gummibärchenbande beim ZDF. Der Grund dafür ist etwas unverständlich: Der von mir schon fahrlässig kommentierte Unfall des jungen Mannes, der mit dem Kopf durch den Boden wollte. Deutschland trauert noch heute und legt Blumen bei der Bodendelle nieder, immerhin hat der Boden nie jemandem etwas getan, er trug jede Last. Plötzlich aber musste dieser Grünschnabel dem armen Steinboden eins reinwürgen.
Um zum Thema zurück zu kommen: Thomas Gottschalk in seiner Demenz dürfte sich doch garnicht mehr an den Unfall erinnern. Immerhin schwiegen die Zeitungen eine Woche später auch und auch Deutschland verlor schnell das Interesse an dem Bödenrammler vom Zweiten Deutschen Fantasien. Wie kann Gottschalk nun sagen, dass es ihn so schwer getroffen hat, dass er nichtmehr weitermachen kann, nur weil er schon 60 ist, jede Nacht 5-mal auf Toilette muss und immer vergisst, wo er seinen Benz geparkt hat. Was soll denn der Boden sagen?! Er wurde massivst misshandelt und bekam anschließend nichteinmal seelische Betreuung. Warum darf das alte Goldlöckchen sich von der Bühne verpissen und der Boden muss sich weiter den Rotz der "Wetten, dass ...?"-Kandidaten antun. Und mit Rotz meine ich wirklich deren Rotz (man könnte ja mal nachprüfen, z.B. als Wetteinsatz bei "Wetten, dass ...?", wieviel Kilogramm Popel und Spucke sich schon auf dem Boden der Tatsachen angesammelt haben, wer am Besten und Schnellsten spekuliert, bekommt einen Börsencrash(-kurs) gratis dazu).

Aber lieber Thomas, verpiss dich halt, die Gummibärenbande kommt auch ohne dich zurecht. Nebenbei habe ich einen tollen Kommentar auf tagesschau.de unter dem Abdankenartikel (über Gottschalk, nicht von Mubarak) gelesen:

"So, 13.02.2011 - 04:55 — Schreibstil
Naja wenn Gottschalk jetzt das Handtuch wirft, was ich verstehen kann, dann stirbt eben auch das Letzte bisschen an Fernsehgeschichte -Unterhaltung- das noch übrig war.
Dann können Bohlen& Co den Rest übernehmen.
Ich sehe ohnehin kaum in dier Glotze, aber ich bezweifle das es nach dem Rücktritt besser wird.
Eine absolute Fehlbesetzung wäre m.E, Pilawa oder Engelke.
Beiden haben nicht nur ansatzweise das Charisma von Gottschalk.
Damit wäre die Sendung sofort Tod.
Der Vorschlag der von hier kam,Dieter Nuhr, fände ich gar nicht so schlecht.
"

9 von 10 Deutschen werden wohl sagen: "Undorhaldung gibdsch uff BroSiebn." Demnach brauchst du, lieber Herr Schreibstil, insofern ich dich dutzen darf, keine Sorgen machen, dass die Menschen auf den Straßen trauriger aussehen, als sonst, schließlich werden sie auch so noch gut unterhalten und das nicht nur im Fernsehen, sondern vielleicht auch auf dem Arbeitsamt in der Warteschlange.
Wer sind eigentlich Bohlen&Co? Eine Aktiengesellschaft? Wenn ja, warum nein?
Es ist traurig zu sehen, wie beschränkt mancher Horizont sein kann, wenn man nur die Spielfiguren auf dem Brett vor Augen hat und nicht die Spieler (siehe "böse BILD", statt "böser Axel-Springer-Verlag").
Und Dieter Nuhr bei "Wetten, dass ...?"? Wetten, dass ich als Deutschlehrer auch zum Komiker umgeschult werden kann? Okay, Dieter Nuhr ist mir schon noch ziemlich sympathisch. Er kann mit Unfällen sicherlich auch besser umgehen als Thomas Gummibärchen, schließlich ist er für seinen schwarzen Humor bekannt. "Ui, die Landung sah nicht so schön aus, ich gebe dir eine 2+, aber nur, weil du es bist, Samuel. Und jetzt kannst du dich wieder setzen. Nebenbei: Wer hat den Vortrag über Newton gemacht? Du Sabrina? Schieß schnell ein Foto, damit hast du schon ein (noch) lebendes Beispiel für die Geschichte mit dem Apfel, der vom Baum fiel."

Mir fällt gerade ein, dass es doch eigentlich Bummi ist, ob nun Dieter B. oder Dieter N. die Sendung moderiert, retten kann ein sinkendes Schiff nur ein Gnadenschuss einer Fregatte.

Donnerstag, 10. Februar 2011

Von Diktatoren, Pyramiden und Urlaubszielen.

Wenn Stillstand ein Dauerzustand wird, dann ist der erste Schritt schwerer als man denkt. In der Hinsicht kann ich Mubaraks Unwillen abzutreten nachvollziehen, die ägyptische Bevölkerung dafür aber eher nicht.

Aber nebenbei, wann war Ägypten nicht unter dem Daumen eines sonnengöttlischen Diktators? Ihre Pharaonen waren schließlich auch nichts anderes, dennoch reden viele Menschen und wohl auch Ägypter achtungsvoll von ihnen. Viele Deutsche kennen Ägypten als Land der antiken Hochkultur, als Land der Pyramiden und des Sandes und Tunesien ist uns deutschen bis vor einiger Zeit als ideales Urlaubsziel zwischen, vor und nach der Arbeit bekannt gewesen. Mit der tunesischen Revolution gibt es wohl nichtsmehr, was der Normaldeutsche mit diesem Land verbinden kann. Keine Pyramiden, nur Strände und Sonnenschein und ab und zu ein Urlaubsfick.

Aber der Gedanke erinnert gerade zu sehr an Sommer, deshalb kann ich an dieser Stelle gleich auf mein Youtube Video verweisen :

 

Zum Thema Revoution fällt mir noch einwas ein: Vor Kurzem wurde mir mitgeteilt, dass ich mich vor der neuen Bedrohung aus dem Nahen Osten schützen sollte. Ein neuer MC (Motorrad Club) aus Saudi Arabien versucht die Weltherrschaft in Deutschland an sich zu reißen. Wer Deutschland regiert, regiert immerhin die Welt. Schließlich sind wir für unseren Exportschlager "Diktator I - X" bekannt. Also, bestellen sie noch heute ihren ganz persönlichen Diktator und sie bekommen eine paranoide Bedrohung durch Zweiradfahrende Teppischverkäufer hinzu. Klang das gerade sehr rassistisch? Wer weiß?! Wayne weiß es!
Ich bin gerade am Überlegen, ob ich noch ein Bild in diesen Blogeintrag hinzufüge, aber ich denke, ihr müsst euch dieses eine Mal mit dem Video abfinden.

Viele Grüße und frohes Schaffen, liebe Ägypter, wünscht euch Deutschlands gemächlicher Blogger Tono.

Dienstag, 8. Februar 2011

Später irgendwann

Bei mir ist grad (wieder) kreative Bloggerpause. Eigentlich wohl eher, dass ich mit Abschlussproduktion und Facharbeit einiges noch am Hut habe. Die Stichtage rücken immer näher und Schlaf wird eine Seltenheit.


http://ww2poster.co.uk/wp-content/uploads/2010/01/propaganda-despair.jpg?w=300
Ansonsten danke ich der Schule, dass sie mich so gut auf mein Berufsleben vorbereitet hat: Ich wusste bisher nicht, dass man sich 3 Monate vor Ausbildungsende beim Arbeitsamt melden muss, insofern man erstmal nichts in Aussicht hat. Aber nach dem Prinzip "Nicht wissen schützt vor Strafe nicht." werde ich wohl 1 Woche u.a. Sperre bekommen. Was das genau bedeutet, weiß ich nicht, wird auf der Arbeitsamt-Internetseite nicht erwähnt. Wahrscheinlich bekomme ich eine Woche kein Arbeitslosengeld oder eine Woche Stubenarrest. Zum Glück wissen die nicht, dass ich eine Woche ohne Probleme Zuhause verbringen kann und auch eine Woche ohne Geld.
Sobald ich meinen Kopf wieder klar habe, werde ich mich dem Amt für Arbeitsbeschaffungsmaßnahme und Autobahnbau widmen und geduldig meine Monate bis zur nächsten HGB-Bewerbungszeit mit etwas finanzieller Stütze vor meinem PC mit Maya und After Effects verbringen. Dann kann ich mir auch noch Java-Script anlernen und schauen, was denn auf dem Arbeitsmarkt in dem Bereich noch gern gefragt ist.

Ist eigentlich schon etwas unausgeglichen, dass körperlich eingeschränkte Menschen nicht zum Bund gehen dürfen oder Zivi machen. Woher soll man denn dann die finanzielle Startspritze ins Leben bekommen? Ich versteh den Staat einfach nicht. Okay, man könnte mir vorwerfen, dass ich mir einfach hätte Arbeit suchen und eine normale Ausbildung anfangen hätte können, aber:
1. Hatte ich Arbeit um über die Runden zu kommen.
2. - *

Aber genug rumgeheult. Mit solchen Texten locke ich nur Menschen an, die sagen: "Andere machen auch eine Ausbildung, auch wenn es ihnen keinen Spaß macht. Es muss halt gemacht werden." Da kann ich nebenbei trocken entgegnen: Zum Leben muss der Mensch eigentlich nichts machen müssen, aber die Gesellschaft ist gleichgeschalten blind und passt sich dem vorgegaukelten Zwang an.

Danke liebe Mitwürgerinnen und Mitwürger.


* Aufgrund derber Aussage und Missverständnisse geändert. Ich entschuldige mich bei Getroffenen, die nicht die eigentlich anvisierten sind.

Sonntag, 6. Februar 2011

Geld, Liebe, Zukunft

Meine Gedanken kreisen zur Zeit nur um drei Sachen:
- Geld
- Liebe
- Zukunft

http://www.karikatur-cartoon.de/bilder/zum_neuen_jahr.jpg



Finanziell sieht es von Monat zu Monat schlechter aus. Schließlich zieht der Kredit an. In 10 Jahren werde ich wohl 30.000 Euro zurückzahlen müssen oder mehr. Der Zins und der ZinsesZins sind mir schon dicht auf den Fersen.
Hier wäre es wieder schön zu erwähnen, dass Geld an sich nicht das größte Übel ist, sondern die Zinsen und die Banken, die diese kassieren. Man müsste wirtschaftlich keine Bedenken mehr haben, wenn Geld, welches angeblich im Umlauf ist, auch dem Wert des real vorhandenen Geldes entspricht.

Zum Thema Liebe gibt es auch nichts Neues. Die alten Schmerzen bleiben und mi jedem Herzschlag pochen sie in meinem Herzen mit. Sie ist nun mal die Eine, die ich schon seit Jahren will, aber nie bekommen konnte und egal was irgendein alter Sack sagen mag: Ich werde auch noch in 10 Jahren so über sie denken. Was mich wieder zu der traurigen Erkenntnis bringt, dass ich einen anständigen Job brauche, damit ich mir endlich neue Klamotten kaufen, Zahnarzt und Augenarzt wieder die Kassen füllen kann und die Eine wieder Einladen kann, zu was sie mag, Funny van Dannen hab ich noch nicht LIVE gesehen/gehört.

Meine Zukunft ist grau. Genauer gesagt, ist sie so grau, wie der Himmel in einer verschneiten und scheiß-kalten Winternacht. Gleichzeitigg weiß aber niemand, wie es am nächsten Morgen aussehen wird. Derzeit habe ich eine Anzeige auf "Das schwarze Brett" laufen und mich schon bei ein paar Nebenjobs beworben, die lukrativ klingen. Ich kann nur hoffen, dass morgen der Himmel klar ist, der Schnee liegt und die Sonne wärmend auf mich herabstrahlt.

Tono